Alex Reichmuth vom Nebelspalter konnte es zuerst gar nicht glauben: Reto Knutti, der als Klimaforscher der ETH Zürich in den Schweizer Medien geradezu omnipräsent ist, sitzt gleichzeitig im Stiftungsrat des WWF Schweiz. Er ist also Mitglied des obersten Führungsgremiums der Umweltorganisation, die eine scharfe Klimapolitik einfordert. Noch mehr hat Reichmuth erstaunt, dass der Klimaforscher hier angeblich überhaupt keinen Interessenkonflikt erkennen kann: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/07/klimaforscher-reto-knutti-sitzt-im-obersten-fuehrungsgremium-des-wwf
Klima und Energie #38 – der Nebelspalter-Newsletter von Alex Reichmuth
Klimaforscher Reto Knutti sitzt im obersten Führungsgremium des WWFDer bekannteste Klimawissenschaftler der Schweiz hat einen Interessenkonflikt
Worum geht es?
- Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich, ist Mitglied im Stiftungsrat des WWF Schweiz (siehe hier). Der Stiftungsrat ist das oberste Führungsorgan der Umweltorganisation, legt deren langfristige Ausrichtung fest und entscheidet über wichtige Grundsatzfragen.
- Knutti ist der bekannteste Klimawissenschaftler des Landes und geniesst bei seinen häufigen Medienauftritten das Image eines unabhängigen Forschers.
Den ganzen Newsletter mit weiteren Themen gibt es hier zu lesen: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/07/klimaforscher-reto-knutti-sitzt-im-obersten-fuehrungsgremium-des-wwf
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Leserbrief von Dr. Reinmüller
Baden, 27.Juli 2026
Der Verzweiflung nahe
In meinem LB vom18.Juli hatte ich betont, dass es besorgniserregend sei, „dass die Nachricht der abgesagten Klimakatastrophe in Deutschland (bzw. auch in Europa ) nicht zur Kenntnis genommen und nicht einmal diskutiert wird“.
In diesem Zusammenhang darf ich auf die KlimaNachrichten (KN) vom 24. Juli hinweisen, in welchen Herr Prof. H. Lesch am Sonntagsstammtisch der ARD-Mediathek wieder mit gezielter Desinformation und realitätsfernen Argumenten agierte, egal ob über Hitzewelle, CO2 Verantwortung für den Klimawandel und die Anwendung der Charakteristiken von Solarparks in China oder Kalifornien für Deutschland. Bei Letzteren hatte er natürlich nicht berücksichtigt, dass in diesen Ländern das maßgebliche Globalstrahlungspotential wesentlich höher ist als in Deutschland.
Standorte in China profitieren zusätzlich von hoher Einstrahlung an z.B. 3000 m hoch gelegenen Standorten, etc. (Details siehe KN vom 24.Juli.2026). In der gleichen Zielrichtung agieren die Herren des PIK, egal ob Anders Levermann, der die, seit Schellnhuber bekannten und „berühmten“ Kipppunkte trotz anderslautender Beweise unbeirrt wiederholt oder Prof. Stefan Rahmstorf, der bei der Atlantischen Umwälzzirkulation AMOC an „Abwärtstrends“ und „Kollaps“- Konstruktionen festhält ohne Beweise dafür liefern zu können. Ebenso zweifelhaft sind seine Argumente zu Gunsten der Erneuerbaren, die weniger fachlicher Natur sind und deren Expansion laut „Occams Razor“ nur mit den gigantischen Fördermitteln für EE, die in die Erneuerbaren flossen, zu erklären sind.
Dazu passt auch die Mitteilung in den KN vom 29.Juni : Die EU-Kommission will höhere Schulden für die Energiewende ermöglichen, ….die Staaten sollen zusätzliche Kredite für Solarenergie, Energieeffizienz und weitere Energieprojekte aufnehmen dürfen. Deutschland könnte dadurch bis zu 27 Milliarden Euro nutzen, obwohl die öffentliche Finanzlage bereits stark belastet sind (welt: 03.06.26).
Am 21.10.2025 stellte ich in meinem LB fest: „Da gibt es *Personen* die mit öffentlichen Geldern erhalten werden, egal ob Redakteur Scheel oder Prof .Rahmstorf /PIK und die sich nicht genieren die Bevölkerung mit Falschaussagen zu bearbeiten, mit dem einzigen Ziel sie zu einem von destruktiven links-grünen Gruppen gewünschten *Narrativ* zu bringen. Ein Narrativ der nichts anderes bedeutet als Lüge und Zerstörung.“
Seit Jahren weist Herr Prof. Dr. Vahrenholt auf die Nachteile des Ausbaus der Erneuerbaren Energien hin, wie De-industrialisierung, Wohlstandsverluste, Zerstörung der Landschaft und Lebensräume, Überforderung der Staatshaushalte (die Gesamtkosten der Energiewende bis 2045 werden von Frontier Economics mit 4800 bis 5400 Milliarden beziffert – ein Irrsinn!), sowie die Nicht-Gewährleistung einer gesicherten, frequenzstabilen Stromversorgung und er betonte auch, dass sie auch an der Knappheit kritischer Metalle scheitern wird, wie dies schon von Simon Machaux vom Finnischen Geologischen Dienst klar berechnet wurde.
Wenn man dann sieht, dass die Absage der Klima-Katastrophe seitens IPCC in Deutschland und auch in Österreich nicht beachtet wird, so als käme die Nachricht von einem anderen Stern, in einer auf unserer Welt nicht beherrschten Sprache, so muss doch auch beim Tolerantesten langsam die Verzweiflung aufkommen.
In meinem LB vom 10. Februar 2026 stellte ich schon zusammenfassend fest: Solange ein Prof. Harald Lesch, ein Prof. Schellnhuber oder eine Frau Prof. Klaudia Kemfert mit Falschinformationen in Deutschland und bei seinen Menschen Angst erzeugen und ihnen Schaden zufügen können, ohne dass sie dafür zur Verantwortung gezogen werden könnten, solange wird es mit dem Lande weiter abwärts gehen.
In meinem LB vom26. April 2025 hatte ich auf die Tagung am IIASA Institut im Jahre 1977 hingewiesen, bei der eine Strategie gegen die „harten“ Energien (Kernenergie, Fossile) aufgebaut und vorgeschlagen wurde mit den „soft“ Energien (sog. Erneuerbare) eine politische Waffe für einen Systemwechsel zu schaffen.
Interessant ist auch die Leserreaktion von Herrn Wetzel am 20.Juli, dass nicht wie von mir gesagt in den 60-er Jahren eine Anti-Atombewegung geschaffen wurde, sondern es die Friedensbewegung war, die gegen Atomraketen gekämpft hatte. Die Atomraketen sind auch in Westdeutschland stationiert worden. Dem Kampfgeist wurde die Spitze gebrochen, indem man ihn auf ein Nebenfeld, dem Kampf gegen Kernkraftwerke umgeleitet hat.
Dazu darf ich sagen, dass ich nur eine Feststellung treffen und nicht auf geopolitische Fragen eingehen wollte. Denn wer hatte damals Interesse, dass Atomraketen in der BRD und in Europa stationiert wurden? Doch nur die US-Militärindustrie, das US- Verteidigungsministerium und die Nato. Wenn man dann bedenkt, dass die von mir in meinem LB vom 18.Juli genannte OSF von vielen als der zivile Arm des US-Geheimdienstes gesehen wird, so schließt sich der Kreis der Beherrschung Europas, zu der auch der Morgenthau-Plan für Deutschland gehört. In letzterem war eine De-Industrialisierung Deutschlands vorgesehen, wie sie ja derzeit durch die verfolgte Energiepolitik mit Schwerpunkt EE eintreten wird.
Doch nun zu unserer großen Welt: Mit Interesse las ich in den KN vom 27.Juli, dass der Sandabbau in Flüssen weltweit die natürliche Neubildung übersteigt (Quelle: https://phys.org/news/2026-07-river-sand-outstripping-nature.html – Nanyang Technological University (NTU Singapore) / Phys.org, veröffentlicht am 22. Juli 2026.)
Sand gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der modernen Welt. Er wird für Beton, Straßen, Gebäude und zahlreiche Infrastrukturprojekte benötigt. Eine neue internationale Übersichtsarbeit zeigt jedoch, dass Flüsse in vielen Regionen der Erde deutlich schneller ausgebeutet werden, als sie Sand und Kies auf natürliche Weise nachliefern können. Die Forscher warnen, dass dies weitreichende Folgen für Flusslandschaften, Ökosysteme und Millionen von Menschen haben könnte.
Die Analyse zeigt auch, dass der Abbau von Sand und Kies in Flüssen zu einer der größten Herausforderungen für die nachhaltige Nutzung von Gewässern geworden ist. Besonders betroffen sind Regionen mit starkem Bevölkerungswachstum und intensiver Bautätigkeit.
Das spricht auch einen bisher immer verschwiegenen Einfluss auf die Umweltbelastung der Erde an: Das explodierende Bevölkerungswachstum in vielen Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika – zu Beginn der Industrialisierung um 1860 betrug die Weltbevölkerung rd. 1,3 Mrd. und 2026 dann rd. 8,3 Mrd. also das 6-fache. Mit gleicher Berechtigung wie man einen CO2-Anstieg seit 1860 betrachtet müsste auch das Bevölkerungswachstum als Umwelt- und Klimabelastung behandelt werden. Wenn die wohlhabenden Länder sich auf dem UN-Klimagipfel COP29 in Aserbaidschan 2024 darauf einigten zwischen 2026 und 2035 jährlich 300 Mrd. USD bereitzustellen, so zeigt dies die einseitige und verkehrte Denkweise. Nicht nur, dass die europäischen Länder durch unsinnige Umweltauflagen stark geschädigt werden, gibt man den Ländern mit wahrscheinlich stärkerer Umweltbelastung noch eine Belohnung.
Meiner Ansicht nach sollten Entwicklungsgelder nicht nur projektgebunden sein, sondern auch als Voraussetzung haben, dass in den betreffenden Ländern eine strikte Bevölkerungskontrolle durchgeführt wird.
Genauso wie bei der Entwicklung der Infrastruktur, Industrie, Bildung eine klare Linie und Disziplin erforderlich sind, müsste auch die Bevölkerung in die Gesamtentwicklung eines Landes einbezogen werden.
Dass dies möglich ist, zeigt ja allen China!
Ein Land, welches es schaffen konnte, durch Disziplin bei der Bevölkerungsentwicklung von einem ehemaligen Entwicklungsland zu einem der heute führenden Industrieländer zu werden. Und das ohne viel Bodenschätze.
Während die sog. Energiewende und unsinnige Umweltauflagen Deutschland schädigen und de-industrialisieren, werden weltweit ungehindert Maßnahmen ohne Rücksicht auf Umwelt und Klima gesetzt, egal ob ungebremster Ausbau von Kohlekraftwerken oder das extreme Bevölkerungswachstum.
Hatte ich in meinem LB vom 18. Juli noch geschrieben, dass die gesamte energiepolitische Entwicklung in Deutschland sehr „besorgniserregend“ sei, so darf ich das heute mit Blick auf die Welt noch verstärken und betonen, dass die Entwicklung der Welt derzeit nahezu zum „Verzweifeln“ ist.
Abschließend möchte ich die Engelsgeduld von Herrn Prof. Vahrenholt und seinen Mitstreitern, ebenso wie EIKE u.v.a. Organisationen und Gruppen bewundern, denn ganz gleich welcher Unsinn von offiziellen Stellen und div. Experten, sowie Professoren vertreten wird, sie bleiben bei demokratischer Toleranz und agieren mit klaren Fachargumenten.
Mit der Hoffnung, dass die Menschen des Landes noch Aufwachen, bevor es zu spät ist und den besten Wünschen und Grüßen
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