„Das ist absolut verrückt”: Hitzewelle verleitet Antarktis-Forscher zu fragwürdiger Aussage

von Dr. Bernd Fleischmann

Focus-Redakteurin Vera Stary überschrieb einen Artikel am 12. Juni 2026 mit „„Das ist absolut verrückt”: Hitzewelle macht Antarktis braun“. Darin beruft sie sich auf einen Artikel des wie immer hysterischen Guardian, der wiederum einen ecuadorianischen Professor mit „absolutely crazy“ zitiert. Was macht man als Journalist, der eine Meldung des bekanntermaßen klimaalarmistischen Guardian für das deutsche Publikum aufbereitet? Insbesondere, wenn man auf der Webseite des Focus vorgestellt wird mit „Besonders am Herzen liegt ihr konstruktiver Journalismus und das Ziel, Menschen bewusst zu informieren – ohne sie zu alarmieren.“? Statt zu schreiben „Am 6. Juni registrierte die argentinische Forschungsstation Esperanza Base an der Trinity-Halbinsel eine Temperatur von 15,4 Grad Celsius – ein neuer Winterrekord für die Region“ überprüft man zuerst die Temperatur für den Zeitraum. Weil Frau Stary das nicht gemacht hat, hole ich es für sie nach: https://meteostat.net/en/station/88963?t=2026-06-05/2026-06-06

Es waren nur 7 °C am 5. Juni und am 6. Juni nur 6,5 °C. Es war Westwind und damit vermutlich Föhn, der von der antarktischen Halbinsel herunterblies. Föhneffekte sind ein bekanntes Wetterphänomen der Antarktis. Ob Frau Stary weiß, was das ist? Für die Föhn-Hypothese spricht der Temperaturverlauf auf der anderen Seite der Berge, im nur 46 km entfernten Base Bernardo O’Higgins: https://meteostat.net/en/station/89059?t=2026-05-31/2026-06-07

Hier war es zur gleichen Zeit  – ohne Föhn – 5 °C kälter. Also wieder einmal viel Lärm um nichts!

Die Geschichte erinnert an den angeblichen „Temperaturrekord in der Antarktis …

Auf der Seymour-Insel … 20,75 Grad Celsius gemessen.“ Diese Falschmeldung findet man heute noch auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung (https://www.sueddeutsche.de/panorama/klimawandel-antarktis-wetter-sz-instagram-1.4798698), obwohl ich ihr vor Jahren schon mitgeteilt habe, dass das falsch ist, denn auch die Station Base Marambio lässt sich im Internet abrufen: https://meteostat.net/en/station/89055?t=2020-02-02/2020-02-12. Es waren nur 15,5°C (im Stundenmittel 14°C).

Fazit: Falschmeldungen werden von Focus und Süddeutscher Zeitung nicht überprüft, solange sie ins klimahysterische Redaktionskonzept passen. Sie verstoßen damit gegen Ziffer 2 des Pressekodex – journalistische Sorgfalt.

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