Antarktisches Meereis erholt sich 2026 und nähert sich nach vier Jahren dem Durchschnitt

Quelle: https://phys.org/news/2026-03-antarctic-sea-ice-rebounds-nearing.html#goog_rewarded, Autor: Andrew Zinin, veröffentlicht am 9. März 2026

Antarktisches Meereis erholt sich 2026 und nähert sich nach vier Jahren dem Durchschnitt

Die Ausdehnung des antarktischen Meereises liegt in diesem Jahr auf dem 16.-niedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979. Die Ausdehnung des antarktischen Meereises hat sich in diesem Jahr wahrscheinlich erholt und nähert sich wieder stärker ihrem durchschnittlichen sommerlichen Niveau an, nachdem sie vier Jahre lang extrem niedrig war, erklärten US-Wissenschaftler am Montag. Das jährliche Minimum wurde am 26. Februar erreicht. Es betrug rund 2,58 Millionen Quadratkilometer. Damit liegt es deutlich über dem Rekordtief von 2023. Gleichzeitig bleibt es jedoch unter dem langfristigen Durchschnitt.

Die Wissenschaftler betonen, dass starke Schwankungen von Jahr zu Jahr typisch für die Antarktis sind. Diese Variabilität erschwert es, langfristige Trends eindeutig zu erkennen. In den vergangenen Jahren hatte das Meereis außergewöhnlich niedrige Werte erreicht. Dies hatte bei Forschern Besorgnis ausgelöst. Einige hatten vermutet, dass sich das System dauerhaft verändert haben könnte. Die aktuellen Daten deuten jedoch darauf hin, dass zumindest eine teilweise Erholung möglich ist. Dennoch bedeutet dies nicht, dass sich die langfristige Entwicklung umkehrt.

Die Antarktis reagiert empfindlich auf Veränderungen in Atmosphäre und Ozean. Windmuster spielen eine wichtige Rolle bei der Verteilung des Meereises. Auch die Temperatur des Ozeans beeinflusst die Eisbildung erheblich. Die Wechselwirkungen zwischen Luft und Wasser sind komplex. Wissenschaftler untersuchen weiterhin die Ursachen der jüngsten Schwankungen. Dabei werden sowohl natürliche Variabilität als auch der Klimawandel berücksichtigt. Ein einzelnes Jahr liefert noch keine eindeutigen Antworten.

Langfristige Datenreihen sind entscheidend für belastbare Aussagen. Die Messungen stammen vom National Snow and Ice Data Center. Dieses Institut überwacht die Entwicklung des polaren Eises seit Jahrzehnten. Die aktuellen Ergebnisse wurden mit früheren Jahren verglichen. Dabei zeigt sich, dass extreme Ausschläge in beide Richtungen möglich sind. Die Antarktis unterscheidet sich in ihrem Verhalten deutlich von der Arktis. Während das arktische Meereis langfristig abnimmt, sind die Trends im Süden weniger eindeutig. Forscher betonen daher die Notwendigkeit weiterer Beobachtungen. Nur so lassen sich zuverlässige Prognosen erstellen. Die Entwicklung des Meereises hat große Bedeutung für das globale Klimasystem.

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