Schätzungsweise 12% des Strombedarfs von Deutschland gehen in die Kühlung.
Bei ARD Alpha gibt es einen spannenden Bericht, wie bei der Kühlung Energie eingespart werden kann.
30% weniger Stromverbrauch verspricht ein Verfahren, das sich magnetokalorische Mechanismen zu Gute macht.
Die Suche nach preiswerten magnetischen Materialien ist dabei die Hauptaufgabe.
Hält man sich den enormen Anteil am Stromverbrauch durch Kühlung vor Augen, sind hier sehr große Sparpotentiale möglich. Supermärkte geben sehr viel Geld für die Kühlung von Waren aus.
Deutlich mehr Potential als es manche Grüne immer wieder träumen, wenn sie von Kühlhäusern als Batterien fantasieren. Wir hatten über den Grünen Landtagsabgeordneten Joukov aus Baden-Württemberg mehrfach berichtet.
Im Gegensatz zu seinen Ideen, die nur Lastmanagement mit wenig Effekt sind, hat die magnetische Methode sehr große Möglichkeiten.
Aus dem Ankündigungstext:
Herkömmliche Kühlschränke erzeugen Kälte mit einem Kompressor und Gas. Das benötigt relativ viel Energie, ist daher nicht gerade umweltfreundlich und zudem teuer. Die Erfindung der Materialwissenschaftler Dr. Maximilian Fries und Dimitri Benke aus Darmstadt soll das Kühlen bis zu 30 Prozent effizienter und dementsprechend günstiger und auch umweltfreundlicher machen. Sie nutzen Magnete. Unter dem Einfluss eines Magnetfeldes erwärmen sich bestimmte Materialien oder kühlen ab. Das ist der magnetokalorische Effekt.
Dieses physikalische Prinzip hat Max und Dimitri zu ihrer Erfindung inspiriert. Aktuell kommt sie als 85-Liter Kühltonne in einigen Supermärkten zum Einsatz. So eine testet ein Supermarktleiter aus Darmstadt in seinem Geschäft. Kältetechnik-Experte Prof. Dr.-Ing. Robin Langebach aus Greiz schätzt die futuristische Erfindung ein.
Der 25 Minuten Bericht ist sehr sehenswert.
Er ist in der ARD-Mediathek zu sehen.
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Die Welt (Bezahlartikel) über die Macht Chinas, was die Erneuerbaren Energien betrifft.
Die Lehren aus der Abhängigkeit von z. B. Gas aus Russland sind offenbar nicht gezogen worden. China mischt auch bei der Klimabewegung reichlich mit und schafft sich so seinen eigenen Markt.
Philanthropische Stiftungen aus den USA spielen auch hier eine große Rolle.
Doch China benötigt nicht unbedingt die eigene Lobby, westliche Umweltstiftungen springen bei: Der schwerreiche Rockefeller Brothers Fund (RBF) aus den USA habe Millionen an Organisationen der chinesischen Staats- und Parteistrukturen gegeben – teils direkt an staatliche Einrichtungen, teils an Organisationen mit engen CCP-Verbindungen oder in Kooperation mit chinesischen Regierungszielen, hat der „Washington Examiner“ recherchiert.
Der Großteil der Gelder habe dazu gedient, Peking bei der Energiewende zu unterstützen, manche der Projekte galten auch der Unterstützung der globalen Operationen Chinas. Auch die Großstiftung Ford Foundation habe Millionen ausgegeben, um chinesische Regierungsstellen bei globalen Infrastrukturprojekten zu unterstützen, berichtet das Magazin.
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Welche Maßnahmen bringen CO2-Einsparungen?
n-tv:
In seiner Analyse hat das Team für einige Länder, die grundsätzlich wirksame Klimaschutzmaßnahmen eingeführt haben, einige „blinde Flecken“ identifiziert – darunter auch für die Bundesrepublik. Deutschland könne mit der Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen den Klimaschutz ausbauen, heißt es. Diese Maßnahme ist in der Vergangenheit bereits häufiger kontrovers diskutiert worden. Gemäß der Berechnung des Teams könne Deutschland seine Emissionen im Transportbereich um etwa 1,5 Prozent verringern, wenn es ein Tempolimit wie die Schweiz mit 120 km/h auf Autobahnen einführen würde, erklärt Steinebach auf Anfrage.
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Die CDU hat im Wahlkampf noch getönt, sie werde das Heizungsgesetz kippen.
Davon scheint nicht viel geblieben zu sein.
Tagesschau:
Gleichzeitig wurden 2025 erstmals mehr Wärmepumpen verbaut als Gasheizungen. Mit 299.000 installierten Heizungs-Wärmepumpen stieg der Absatz um 55 Prozent – auch dank staatlicher Förderung. Umso mehr empfinden Energie- und Wirtschaftsverbände das anhaltende Gerangel um ein neues Heizungsgesetz als Gift für die Branche und fordern Klarheit. Doch diese Klarheit lässt auf sich warten.
CDU und CSU wollen unbedingt die Vorgaben für den Heizungsbau ändern, wissen bislang aber nicht wie. Schon im Wahlkampf hatte die Union lautstark gewettert, machte das sogenannte Heizungsgesetz zum Symbol für einen übergriffigen Staat, der bis in die Heizungskeller der Menschen hineinregiert. Das Heizungsgesetz müsse weg, war die Parole – auch für die Koalitionsverhandlungen mit den Sozialdemokraten.
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Haben China und Indien den Peak bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern bei der Stromerzeugung erreicht?
Die taz:
In China und Indien zeichnet sich ein Wendepunkt in der Energiegewinnung ab: In beiden Ländern ist 2025 die Stromproduktion aus fossilen Energien gesunken, insbesondere aus der Kohleverstromung. Und das, obwohl ihr Stromverbrauch weiter wächst. Das zeigt eine Analyse des Centre for Research on Energy and Clean Air basierend auf Daten der zentralen Strombehörden in beiden Ländern.
In China sank die Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen von 6.237 Terawattstunden auf 6.164, ein Rückgang um etwa 1,6 Prozent. In Indien war die Entwicklung deutlicher: Dort sank die fossile Stromproduktion von 1.578 Terawattstunden auf 1.516, also um etwa 3.9 Prozent. Eine Terawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden, in Deutschland entspricht eine Terawattstunde dem Jahresverbrauch von etwa 200.000 Vier-Personen-Haushalten.
Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung: Beide Länder haben die erneuerbaren Energien ausgebaut. In Indien kamen 35 Gigawatt von Solarkraftwerken und 6 Gigawatt durch Windräder hinzu, in China mehr als 300 Gigawatt Solar- und 100 Gigawatt Windenergie. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2025 Solaranlagen mit insgesamt 17 Gigawatt und Windkraftanlagen mit 5 Gigawatt neu gebaut.
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