In der Schweiz geht es kaum vorwärts mit dem Bau von Windrädern. Der Widerstand dagegen ist gross. Nun tritt ein neues Unternehmen namens „Windenergie Schweiz“ auf, das den Anwohnern die Sache in Form von „Bürgerwindparks“ schmackhaft machen will, an deren Profite sie sich beteiligen können. Das neue Unternehmen ist trotz seines Namens hauptsächlich von Personen aus dem Ausland gesteuert, hat Alex Reichmuth im Nebelspalter geschrieben: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/07/auslaender-wollen-in-der-schweiz-buergerwindparks-realisieren
Energieversorgung
Ausländer wollen in der Schweiz «Bürgerwindparks» realisierenDie Fakten: Das Unternehmen «Windenergie Schweiz» hat in mehreren Gemeinden Infoveranstaltungen durchgeführt, um sogenannte Bürgerwindparks zu errichten. Dabei sollen die Anwohner finanziell an Windrädern beteiligt werden.
Warum das wichtig ist: Trotz des Namens «Windenergie Schweiz» wird das Unternehmen von Personen aus dem Ausland beherrscht. Ob es mit der Idee der Bürgerwindparks gelingt, die oft heftige Abwehr von Anwohnern gegen den Bau von Windrädern zu verringern, sei dahingestellt.
Das Zitat: «Wenn neue Technologien in einem Land etabliert werden sollen, dann ist es von grosser Bedeutung, dass man hierfür absolute Fachkräfte ins Boot holt. Aus diesem Grund haben wir zum Beispiel zwei Deutsche im Verwaltungsrat, die seit 20 bzw. 30 Jahren Windenergieanlagen in Europa planen, bauen und betreiben. Auch beim Bau der Schweizer Kernkraftwerke in den 1970er-Jahren wirkten viele ausländische Fachleute mit.» (Auskunft von «Windenergie Schweiz» gegenüber dem «Nebelspalter»)
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Quelle: https://theconversation.com/himalayan-snowfall-has-been-miscalculated-for-years-heres-how-we-found-a-new-way-to-measure-it – Autor: Siddharth Gumber – Veröffentlichungsdatum: 13. Juli 2026
Schneefall im Himalaya wurde jahrelang falsch berechnet – so fanden wir eine neue Methode, ihn zu messen
Der Schnee und das Schmelzwasser der Gletscher im Himalaya sind eine der wichtigsten Süßwasserquellen der Erde. Sie versorgen Hunderte Millionen Menschen in Indien, Pakistan, Nepal, China und Afghanistan mit Trinkwasser, Bewässerungswasser für die Landwirtschaft und Energie aus Wasserkraft. Besonders während des Frühjahrs und Frühsommers, wenn der Wasserbedarf in der Landwirtschaft hoch ist und Niederschläge häufig ausbleiben, sorgt die Schneeschmelze für stabile Abflüsse in den großen Flüssen der Region.
Bislang war jedoch kaum bekannt, wie viel Schnee tatsächlich in den Hochlagen des Himalaya fällt. Die neue Studie zeigt, dass die bisherigen Verfahren den Schneefall teilweise erheblich unterschätzt haben. Im Untersuchungsgebiet um den Hampta-See im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh lag die bisher beste verfügbare Schätzung in einem Winter um rund 37 Prozent unter der tatsächlich gefallenen Schneemenge. In anderen Gebirgsregionen könnten die Fehler sogar noch größer sein.
Der Grund für diese systematischen Fehleinschätzungen liegt in der herkömmlichen Messtechnik. Die meisten Niederschlagsmesser wurden ursprünglich entwickelt, um Regen auf kleinen Flächen zu erfassen. Sie besitzen eine vergleichsweise kleine Auffangöffnung und funktionieren bei Schneefall, insbesondere bei starkem Wind, nur unzureichend. Schnee wird vom Wind verweht und gelangt häufig gar nicht in die Messgeräte. Dadurch wurden die Wasservorräte der Gebirge über Jahrzehnte hinweg unterschätzt. Nach Angaben der Forscher lagen frühere Schätzungen in manchen Regionen sogar um 50 bis 100 Prozent unter den tatsächlichen Schneemengen.
Um dieses Problem zu lösen, entwickelten die Wissenschaftler eine völlig neue Messmethode. Statt den Schnee direkt aufzufangen, installierten sie handelsübliche Wasserdrucksensoren auf den Böden zugefrorener Gebirgsseen. Die Sensoren registrieren Veränderungen des Wasserdrucks unter der Eisdecke. Wenn sich auf dem Eis Schnee ansammelt, erhöht dessen Gewicht den Druck auf das darunterliegende Wasser. Mithilfe des archimedischen Prinzips lässt sich daraus sehr genau berechnen, wie viel Schnee auf der gesamten Seeoberfläche gefallen ist.
Der entscheidende Vorteil dieser Methode besteht darin, dass nicht nur eine kleine Messöffnung erfasst wird, sondern praktisch die gesamte Fläche eines Sees als riesiger Niederschlagsmesser dient. Dadurch entstehen wesentlich genauere und weniger windanfällige Messungen. Die Sensoren wurden an den Seen Ghepan und Hampta im westlichen Himalaya sowie am Mugu-See in Nepal installiert und lieferten deutlich präzisere Daten als herkömmliche Verfahren.
Anschließend integrierte das Forschungsteam diese neuen Messdaten in Wetter- und Schneemodelle. Dadurch konnten die physikalischen Prozesse der Schneefallberechnung erheblich verbessert werden. Genauere Informationen über Zeitpunkt, Intensität und Menge des Schneefalls ermöglichen künftig auch bessere Vorhersagen darüber, wann der Schnee schmilzt und wie viel Wasser in Flüsse und Stauseen gelangt.
Dies hat weitreichende praktische Bedeutung. Die Flüsse Indus, Ganges und Brahmaputra entspringen im Himalaya und versorgen riesige Bevölkerungszentren. Da viele dieser Flüsse internationale Grenzen überschreiten, können Veränderungen der Wasserverfügbarkeit auch politische Spannungen verschärfen. Präzisere Schneefallmessungen helfen deshalb nicht nur der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, sondern auch dem Management grenzüberschreitender Wasserressourcen und der Vorbereitung auf Dürreperioden.
Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass der Himalaya außerhalb der Polarregionen die größte permanente Eis- und Schneebedeckung der Erde besitzt und zu den bedeutendsten Süßwasserspeichern des Planeten gehört. Gleichzeitig existieren in den riesigen Hochgebirgsregionen bislang nur sehr wenige dauerhaft betriebene Wetterstationen. Über eine Fläche von mehr als einer halben Million Quadratkilometern liefert lediglich eine einzige langjährig arbeitende Station oberhalb von 4.000 Metern kontinuierliche Schneefalldaten. Der Bedarf an neuen Messverfahren ist daher enorm.
Nach Ansicht der Forscher gewinnen präzise Schneefallmessungen mit dem fortschreitenden Klimawandel weiter an Bedeutung. Nur wenn bekannt ist, wie viel Schnee tatsächlich fällt, können zukünftige Wasserverfügbarkeit, Hochwasser- und Dürregefahren sowie Veränderungen der Gebirgsökosysteme zuverlässig vorhergesagt werden. Die neue Messtechnik könnte deshalb einen wichtigen Beitrag leisten, die Wasserversorgung von Millionen Menschen langfristig besser zu sichern.