Leserreaktionen

Friends of Science:

Chile’s Relative Sea Level Was 3.2 Meters Higher Than Today During the Mid-Holocene

Validating future sea-level rise models requires past sea-level data. However, on tectonically active coastlines—which comprise 30% of global coasts—separating vertical land motion from climate-driven sea-level changes is difficult because both operate at similar amplitudes.

To address this, researchers developed a new framework using high-resolution LiDAR and numerical modeling to analyze Holocene marine terraces along 500 km of the Chilean coast. They discovered that Holocene terrace elevations correlate linearly with Late Pleistocene ones, proving steady-state tectonic uplift over the past 125,000 years. This allowed researchers to isolate the tectonic component and reveal that the mid-Holocene sea-level reached 3.2 ± 0.2 m above modern levels from about 7000 to 5500 years ago. Accounting for these long-term vertical land motion rates can significantly improve future relative sea-level projections. Higher sea-level during the mid-Holocene proves that global temperatures were significantly higher then than now. Temperatures varied though the Holocene indicating that natural climate variability is large.

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Leserpost von Dr. Stephan Kaula:

Sehr geehrte Redaktion,

Sie berichten dankenswerterweise häufig über die Themen rund um die Energiewende. Viele Zusammenhänge der Energiewende lassen sich in Tabellen, Einzelgrafiken oder kurzen Texten nur schwer vermitteln. Um die Entwicklungen dagegen Schritt für Schritt sichtbar zu machen und mit einer neuen Darstellung in Form von Häufigkeitsdiagrammen werden selbst komplexe technische und wirtschaftliche Zusammenhänge für jeden anschaulich und intuitiv verständlich. Das haben wir versucht in unserem neuen Video umzusetzen.

Energiewende – Vom Ausbau zur Systemintegration: https://www.youtube.com/watch?v=GVkDq13_Xjw
Grundlage dieses Videos sind ausschließlich die offiziellen Daten von SMARD und der Bundesnetzagentur. Die Entwicklung der Wind- und PV-Stromerzeugung von 2015 bis 2025 sowie Projektionen bis 2030 werden in einer einheitlichen Darstellung aufbereitet.

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Leserpost von Horst Wetzel:

Dr. Gerhard Reinmüller schreibt in den KlimaNachrichten:

„Interessant ist, dass vor dem Kampf gegen CO2 schon in den 60-er Jahren eine Anti-Atombewegung geschaffen wurde, so dass in Summe in den europäischen Ländern seit Jahrzehnten die verlässlichen Energieversorger wie Kern KW und kalorische KW bekämpft werden und durch Flatter Energien, Wind- und Solar KW ersetzt werden sollen. Auf die daraus folgenden Nachteile – wie De-Industrialisierung mit Wohlstandsverlusten – wird von Herrn Prof. Vahrenholt schon seit Jahren hingewiesen.“

Hierzu möchte ich kommentieren:

Es war ein kleinwenig anders! Es war die Friedensbewegung, die gegen Atomraketen gekämpft hat. Die Atomraketen sind auch in Westdeutschland stationiert worden. Dem Kampfgeist wurde die Spitze gebrochen, indem man ihn auf ein Nebenfeld, dem Kampf gegen Kernkraftwerke umgeleitet hat. Mit diesem neuen Dämon ist der Spitzenstellung deutscher Ingenieurkunst bei der friedlichen Kernkraftnutzung ein erheblicher Schaden zugeführt worden.

Als Projektentwickler für regenerative Energien weiß ich was diese in Deutschland eben nicht können: Eine sichere, preiswerte und umweltfreundliche Versorgung mit Elektroenergie aufbauen!

Die Dosis macht das Gift, mahnte schon Paracelsus!

Horst Wetzel
Dipl.-Physiker im Unruhestand

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Leserpost von Gerold Fischer:

Ich würde gerne einen neuen Begriff bei Ihnen urheberechtlch anmelden: Tropenflaute. Das beschreibt eine Wetterlage in der kaum Wind weht und durch die hohe Luftfeuchtigkeit (Dunst oder hochnebelartige Bewölkung)  auch die Photovoltaikanlagen gantägig nur geringe Gesamtleistungen aufweisen  und es andererseits aber durch die in den nächsten Jahren zu erwartende massenhafte Installation von Kimaanlagen zu dramtischen akuten Mangelsituationen kommen wird, insbesondere deshalb, weil dann auch schon bei moderaten, gewöhnlichen sommerlichen Temperaturen elektrisch gekühlt werden wird. wahrscheinlich ist das auch ein Grund, warum sich Grüngesinnte aller Parteien gegen Klimaanlagen gewehrt haben. Ich bitte Sie, den Begriff in die Reihe Hellbrise, Dunkelflaute, Hitzeflaute und als deren verschärfte Sonderform jetzt die Tropenflaute aufzunehmen.

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Leserpost von Michael Logies zum Artikel „Die Sonne als Klimaregisseur“: https://klimanachrichten.de/2026/07/13/neue-studie-die-sonne-als-klimaregisseur-2-000-jahre-klimageschichte-zeigen-solare-spuren-im-mittelmeerraum/

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Artikel zur neuen Studie von Graziano et al. (2026) beleuchtet wichtige Aspekte solarer Klimaeinflüsse und die Rolle der Nordatlantischen Oszillation (NAO). Bei der Lektüre sind mir jedoch einige Punkte aufgefallen, die die wissenschaftliche Ausgewogenheit der Darstellung betreffen. Ich möchte diese konstruktiv anbringen:

1. Einschätzung der Primärstudie

Die Arbeit von Graziano et al. (2026) wird als Beleg für einen solaren „Klimaregisseur“ präsentiert. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Autoren in der Originalpublikation selbst die kausale Ursache-Wirkung als „spekulativ“ und „Arbeitshypothese“ bezeichnen. Eine stärkere Differenzierung zwischen Korrelation und nachgewiesenem Kausalzusammenhang würde der methodischen Vorsicht der Forscher gerecht.

2. Zitierung von Gray et al. (2010)

Sie führen das Review von Gray et al. in Reviews of Geophysics als umfassende Übersicht an. Richtig ist, dass diese Arbeit verschiedene Mechanismen diskutiert. Das zentrale Fazit des Reviews wird jedoch nicht erwähnt: Die Autoren bewerten den Link zwischen kosmischer Strahlung und Wolken als „unsubstantiated“ (nicht ausreichend belegt) und führen aus, dass der solare Beitrag zur Erwärmung seit 1750 „very small“ im Vergleich zu Treibhausgasen sei. Ohne diesen Kontext entsteht beim Leser ein anderer Eindruck vom Forschungsstand.

3. Zitierung von Solanki et al. (2004)

Sie konstatieren zu Recht, dass die Sonne im 20. Jahrhundert ungewöhnlich aktiv war. Dass dieselben Autoren jedoch ausdrücklich darauf hinwiesen, selbst unter extremen Annahmen seien maximal 30 % der Erwärmung seit 1970 solaren Ursprungs und die solare Variabilität „unlikely to have been the dominant cause“, fehlt in Ihrer Darstellung. Diese Einschränkung ist für die Einordnung der aktuellen Erwärmung zentral.

4. Zitationsfehler bei Bond et al.

Unter der Überschrift „Bond-Zyklen“ wird eine Quelle als „Bond et al. (1997): Persistent Solar Influence on North Atlantic Climate During the Holocene – Science“ geführt. Dieser Titel gehört jedoch zur Publikation von Bond et al. aus dem Jahr 2001; die Arbeit von 1997 trug den Titel A Pervasive Millennial-Scale Cycle in North Atlantic Holocene and Glacial Climates. Eine Korrektur wäre wünschenswert, um Verwechslungen zu vermeiden.

5. Fehlende Kontextualisierung zentraler methodischer Kontroversen

Der Artikel lässt wichtige methodische Unsicherheiten unerwähnt, die die gesamte Debatte prägen:

  • Der fundamentale Streit um die Rekonstruktion der gesamten Sonneneinstrahlung (TSI) zwischen den Kompositen PMOD („low variability“) und ACRIM („high variability“). Solange dieser Eingangsparameter nicht konsensfähig feststeht, sind statistische Attributionen von Sonne versus CO₂ methodisch unsicher.
  • Das CLOUD-Experiment und nachfolgende Modellierungen (z. B. Pierce & Adams 2009; Kulmala et al. 2010) fanden, dass kosmische Strahlung zwar die Bildung kleinster Aerosolpartikel beeinflussen kann, der resultierende Effekt auf Wolkenkondensationskerne jedoch zwei Größenordnungen zu klein ist, um einen signifikanten Klimaeinfluss zu erzeugen.
  • Neuere Arbeiten zeigen, dass die Einbeziehung interaktiver stratosphärischer Chemie den vermeintlichen UV-Verstärkungseffekt um etwa ein Drittel reduziert (Chiodo & Polvani 2016).

6. Einordnung der aktuellen Erwärmung

Sie weisen am Ende zu Recht darauf hin, dass menschliche Treibhausgasemissionen „einen wesentlichen Beitrag“ leisten. Dieser Hinweis bleibt jedoch ohne quantitative Einordnung. Angesichts der in Ihrem Artikel ausführlich dargestellten solaren Mechanismen wäre es hilfreich, den Lesern deutlicher zu vermitteln, warum die Klimaforschung den solaren Faktor trotz dieser langfristigen Zusammenhänge für die rasche Erwärmung der letzten Jahrzehnte als untergeordnet einstuft.

Ich hoffe, diese Anmerkungen sind für Sie hilfreich. Eine differenziertere Darstellung der wissenschaftlichen Unsicherheiten und konträren Evidenzlinien würde den Artikel methodisch noch robuster machen, ohne die Bedeutung solarer Forschung zu schmälern.

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