Thema heute: Windkraft
Windkraft bleibt teuer – staatliche Hilfen sichern den Ausbau
Der Ausbau der Windkraft läuft weiter, doch die wirtschaftliche Realität widerspricht den politischen Versprechen. Trotz jahrelanger Förderung, garantierter Vergütungen und milliardenschwerer staatlicher Hilfen bleiben die Strompreise hoch, während steigende Kosten und hohe Zinsen viele Vorhaben unwirtschaftlich machen. Der entscheidende Risikofaktor liegt in der dauerhaften Abhängigkeit von politischen Eingriffen, ohne die die Wirtschaftlichkeit zahlreicher Projekte nicht tragfähig wäre. Betroffen sind Verbraucher, Unternehmen und die Industrie, die weiter hohe Energiepreise zahlen. Zugleich brechen viele Projekte wirtschaftlich ein, weil sinkende Renditen und vorsichtige Investoren neue Investitionen bremsen.
+++
ad-hoc.news via Blackout News:
Betrug mit Windparks: Millionen-Schäden und Subventionsskandale erschüttern die Branche
Anfang April 2026 trifft Betrug die Windkraft-Branche in einer Phase hohen Ausbaudrucks mit voller Wucht. In Deutschland rückt der Fall um fiktive Windparks nach der ARD-Dokumentation „Holt – Der Windkraft-Schwindler“ erneut in den Mittelpunkt, während parallel ein großer EU-Subventionsskandal in Griechenland den gesamten Sektor belastet. Der Auslöser ist in beiden Fällen derselbe: Entscheider verließen sich auf Papiere, Angaben und Konstruktionen, die einer harten Prüfung nicht standhielten. Genau darin liegt der gefährlichste Risikofaktor für Investoren und Behörden. Wo Projekte, Flächen und Rechte nicht sauber kontrolliert werden, drohen Millionenschäden, politische Gegenreaktionen und ein massiver Vertrauensverlust für die Energiewende (ad-hoc-news: 07.04.26).
+++
taz via Blackout News:
Regelmäßige Frequenzeinbrüche um 22 Uhr: Windrad-Drosselung als wahrscheinliche Ursache
Im kontinentaleuropäischen Stromnetz kommt es an windstarken Tagen regelmäßig kurz nach 22 Uhr zu deutlichen Frequenzeinbrüchen. Als wahrscheinliche Ursache gilt die zeitgleiche Drosselung zahlreicher Windkraftanlagen in Deutschland, die wegen nächtlicher Lärmschutzauflagen ab diesem Zeitpunkt nur noch eingeschränkt laufen dürfen. Am 24. März 2026 fiel die Netzfrequenz binnen 62 Sekunden um 0,193 Hertz, was rechnerisch einem Verlust von 3,2 Gigawatt Erzeugungsleistung entsprach. Da die verfügbare Primärregelleistung in Europa aktuell bei 3,45 Gigawatt liegt, blieb in dieser Phase nur wenig Reserve. Eine unmittelbare Gefährdung der Netzstabilität sehen Fachleute derzeit nicht, jedoch wird das System in solchen Momenten deutlich anfälliger für zusätzliche Störungen (taz: 29.03.26).
+++
Neue Studie belegt massive Veränderung der Sedimentablagerung durch Offshore-Windparks
In der Nordsee, besonders in der Deutschen Bucht, zeigen aktuelle Studien aus dem Jahr 2026, dass Offshore-Windparks die natürlichen Strömungen deutlich verändern und damit die Sedimentablagerung großräumig verschieben. Forscher des Helmholtz-Zentrums Hereon analysierten Messdaten und Modellrechnungen. Sie stellten fest, dass die Fundamente der Anlagen den Transport von feinkörnigem Material und organischem Kohlenstoff beeinflussen. Auslöser ist die Umleitung von Strömungen durch die Bauwerke. Die Folgen reichen über einzelne Standorte hinaus. Betroffen sind Meeresboden, Lebensräume und zentrale Stoffkreisläufe. Besonders kritisch ist die Veränderung der Kohlenstoffspeicherung im Sediment.
+++
BR24 am 25.5.2026:
Feuer am Windrad inzwischen erloschen – Absperrbereich bleibt
Das Windrad, das an der A7 bei Kitzingen Feuer gefangen hat, brennt nicht mehr. Das hat die Polizei am Montagvormittag mitgeteilt. Das mehr als 100 Meter hohe Windrad war am Samstagabend in Brand geraten.