Die Abscheidung und Einlagerung von Kohlendioxid (CCS) ist eine zentrale Technologie, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Doch die CCS-Projekte sind weltweit von technischen Problemen, verpassten Fristen und explodierenden Kosten gezeichnet. Alex Reichmuth hat im Nebelspalter dargelegt, wie tief die Krise bei CCS ist: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/05/co2-abscheidung-und-speicherung-steckt-in-tiefer-krise
Klimaschutz
CO₂-Abscheidung und -Speicherung steckt in tiefer KriseDie Fakten: Der Energiekonzern BP zieht sich aus der Finanzierung von zwei wichtigen britischen Projekten zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) zurück. Auch sonst häufen sich in der ganzen Welt Misserfolgs-Meldungen bei CCS-Projekten .
Warum das wichtig ist: Die Abscheidung und Speicherung von CO₂ gilt als zentrale Technologie, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Für manche Branchen wie die Zementindustrie ist es faktisch die einzige Möglichkeit, klimaneutral zu werden. Doch die CCS-Projekte sind immer mehr von technologischen Schwierigkeiten, verpassten Zeitlimits und überbordenden Kosten geprägt.
Das Zitat: «Viele Wissenschaftler gehen (…) inzwischen davon aus, dass CCS eine Verschwendung von Geld sein könnte, da die Technologie weniger effektiv arbeitet als erwartet und gleichzeitig Mittel von langfristigen Investitionen in erneuerbare Energien abziehen könnte.» (Onlineportal oilprice.com, im Oktober 2025, siehe hier)
Den ganzen Beitrag kann man hier nachlesen: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/05/co2-abscheidung-und-speicherung-steckt-in-tiefer-krise
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Die CO2-Lüge – Was Kompensationsgeschäfte wirklich für das Klima bringen
Weltweit inszenieren sich große Unternehmen als grün und sauber. Ihr Versprechen: Wo unvermeidbare Emissionen entstehen, können diese andernorts wieder ausgeglichen werden. Doch tragen die dahinterstehenden Umweltprojekte wirklich etwas zum Weltklima bei? Martin Voill zeigt, was der Kompensationsmarkt wirklich bringt – und wem.
Die EURO 24, der Kosmetikriese L‘Oréal oder der Lebensmitteldiscounter Hofer – sie alle inszenieren sich als grün und sauber. Ihr Versprechen: Wo unvermeidbare Emissionen durch ihr Geschäftsmodell entstehen, können diese andernorts wieder ausgeglichen werden. Doch tragen die dahinterstehenden Umweltprojekte im globalen Süden wirklich etwas zum Weltklima bei? Kritiker sprechen in dem Zusammenhang von Greenwashing, also minimalem Klimanutzen bei maximaler Imagepflege.
Gemeinsam mit Martin Voill besucht ARTE unter anderem ein Waldaufforstungsprojekt im honduranischen Dschungel und reist nach Bangladesch, wo Projektbetreiber ein Dorf auf solare Wasserdesinfektion umstellen. Oft wissen die Einheimischen nicht, dass sie Teil eines Klimaprojekts sind, zumal die Maßnahmen weder einen persönlichen Vorteil für die lokale Bevölkerung noch einen nennenswerten globalen Umweltnutzen haben. Trotzdem wächst der Kompensationsmarkt stetig und hat sich allein zwischen 2020 und 2021 vervierfacht, mit weiterhin steigender Tendenz.
Ein ausgesprochener Kritiker der CO2-Zertifikate ist der Wiener Klimawissenschaftler und Modellrechner Daniel Huppmann, der die Ansicht vertritt, zumindest in der Theorie müsse die Kompensation zwischen Ausstoß und Gehalt ansetzen, um ihrem Anspruch gerecht zu werden. Aber ist das so? Huppmann sucht messbare Antworten in einem System, das davon lebt, nicht messbar zu sein. Dabei stellt sich heraus: Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist so hoch wie nie.
Dokumentation von Martin Voill und Paul Peraus (A/F/D 2024, 52 Min)