Welt:
„Mieter sind die Verlierer der Energiewende“ – Eon-Chef fordert Stopp von Solardach-Förderung
Der Chef des Energiekonzerns Eon hält staatliche Zuschüsse für private Solaranlagen für überholt. Dach-Photovoltaik rechne sich inzwischen auch ohne Förderung – und belaste sozial vor allem Mieter. Die würden zwar kaum profitieren, müssten aber die Netzkosten tragen.
Eon-Chef Leonhard Birnbaum fordert einen Stopp der staatlichen Förderung von Solaranlagen in Deutschland. „Dachflächen-Photovoltaik-Anlagen können und müssen sich am Markt bewähren, die Solar-Subvention ist nicht mehr notwendig“, sagte Birnbaum der „Rheinischen Post“. Photovoltaik rechne sich heute auch ohne Förderung. „Das ist doch ein toller Erfolg für die Energiewende.“
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Neue Netzentgelte geplant – Solarbetreiber sollen für Strom-Einspeisung ins Netz zahlen
Die Bundesnetzagentur hat eine Leitlinien für die Reform der Stromnetzentgelte vorgelegt, nach denen Betreiber von Solaranlagen ab 2029 eine Gebühr zahlen sollen, sobald sie selbst erzeugten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen. Auslöser ist das Auslaufen der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) Ende 2028, während danach eine neue StromNEV gelten soll. Kern des Vorschlags ist ein regional differenziertes Einspeiseentgelt von bis zu fünf Cent pro Kilowattstunde. Die Behörde reagiert damit auf den wachsenden Netzausbaubedarf und sieht zugleich eine Verteilungsfrage, weil Verbraucher ohne PV-Anlage die Netzkosten bislang allein über den Strompreis tragen. Als Folgen stehen zusätzliche laufende Kosten für Einspeiser im Raum, während andere Kunden perspektivisch entlastet werden sollen. Bis Ende März läuft eine Konsultation, deshalb können Verbände, Unternehmen und Bürger noch Stellung nehmen (t-online: 20.02.26).
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Gegenwind: 05 Gefahren durch Windkraftanlagen für den Menschen: Schall, Infraschall, Erholung
Im neuen Video „Gefahren durch Windkraftanlagen für den Menschen: Schall, Infraschall, Erholung und Tourismus“ geht es um Lärm durch den Umbau von Waldkulturlandschaften in Industriegebiete – seine Größenordnungen und vielfältigen Auswirkungen, insbesondere auf den Menschen direkt, mit Lärmverschmutzung um ein einziges Windrad herum von bis zu 300 Hektar. Nein, kein Hörfehler und übrigens mit Zahlen berechnet, die auf denen von Produzenten und Betreibern von Windenergieanlagen beruhen. Und: Indirekt auf die Wertschöpfung und Arbeitsplätze durch Naherholung und Tourismus insbesondere auch in unseren 104 deutschen Naturparken, die vor allem in Süddeutschland zwar ausgesprochene Schwachwindregionen sind, aber dank zusätzlicher Subvention mit Steuergeldern extrem lukrative Standorte darstellen – für die Entwickler & Betreiber, nicht die Menschen vor Ort.
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Avenes will deutsche Kernkraftwerke reaktivieren
Ein Düsseldorfer Unternehmen will stillgelegte deutsche Kernkraftwerke wieder in Betrieb nehmen. Die Avenes Europe GmbH stellt die Reaktivierung als zentrales Projektziel dar. Damit rückt ein Thema zurück, das Deutschland mit dem letzten Abschaltdatum eigentlich erledigt hatte. Denn am 15. April 2023 gingen die letzten drei AKW vom Netz (ruhrbarone: 12.02.26).