Quelle: https://phys.org/news/2026-02-solar-eruptions-sun-side-validate.html – Autor: Science X Staff – veröffentlicht am 24. Februar 2026
Überraschende Sonneneruptionen auf der Rückseite der Sonne bestätigen neue Vorhersagemethode
Ein internationales Forscherteam hat erstmals ein System entwickelt, mit dem sich abschätzen lässt, wann und wo besonders starke Sonnenstürme – sogenannte Superflares – am wahrscheinlichsten auftreten. Solche Ereignisse können Stromnetze, Satelliten und Kommunikationssysteme stören und sogar Astronauten im Weltraum gefährden.
Statt den exakten Zeitpunkt einer Sonneneruption vorherzusagen – was äußerst schwierig ist – konzentriert sich der neue Ansatz darauf, Zeitfenster zu bestimmen, in denen das Risiko besonders hoch ist. Diese Zeiträume können mehrere Monate bis zu einem Jahr umfassen.
Das System identifiziert außerdem Regionen auf der Sonnenoberfläche, in denen solche extremen Ereignisse besonders wahrscheinlich entstehen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Journal of Geophysical Research: Space Physics“ veröffentlicht.
Der Ansatz wurde durch Beobachtungen im Februar 2026 bestätigt, als mehrere starke Sonneneruptionen auf der von der Erde abgewandten Seite der Sonne auftraten.
Diese Eruptionen konnten nicht direkt von der Erde aus beobachtet werden, lieferten jedoch wichtige Daten, um die neue Vorhersagemethode zu überprüfen.
Die Forscher betonen, dass die Sonne ein komplexes magnetisches System ist, dessen Aktivität stark schwanken kann.
Durch statistische Methoden und die Analyse der magnetischen Aktivität lassen sich jedoch Perioden identifizieren, in denen extreme Ausbrüche besonders wahrscheinlich sind.
Die neue Methode könnte künftig dazu beitragen, kritische Infrastruktur besser auf extreme Weltraumwetterereignisse vorzubereiten.
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Quelle: https://phys.org/news/2026-02-climate-monsoon-decade-early-super.html – Autor: Institute of Atmospheric Physics, Chinese Academy of Sciences – veröffentlicht am 27. Februar 2026
Erkennen Klimamodelle Veränderungen der Monsune ein Jahrzehnt zu früh? „Super-Simulationen“ sagen ja
Um zukünftige Veränderungen der Monsunsysteme besser zu verstehen, reichen einzelne Klimamodelle nicht aus. Wissenschaftler setzen deshalb zunehmend auf sogenannte „Super-Simulationen“, bei denen viele Modelle sehr häufig und mit leicht veränderten Ausgangsbedingungen gerechnet werden.
Mit dieser Methode können Forscher besser unterscheiden, welche Veränderungen tatsächlich durch den menschgemachten Klimawandel verursacht werden und welche lediglich natürliche Schwankungen darstellen.
Die Ergebnisse zeigen, dass einige Klimamodelle Veränderungen in den Monsunsystemen offenbar etwa ein Jahrzehnt früher erkennen, als sie tatsächlich auftreten.
Das liegt daran, dass natürliche Klimavariabilität – etwa durch Ozean-Atmosphäre-Schwankungen – die langfristigen Trends teilweise überlagert.
Erst durch sehr große Ensembles von Simulationen lässt sich das Klimasignal klar von diesem „Hintergrundrauschen“ trennen.
Die Studie betont, dass solche groß angelegten Modellrechnungen eine deutlich zuverlässigere Grundlage für politische Entscheidungen im Bereich Klimaschutz liefern können.
Der Ansatz hilft außerdem, regionale Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen, insbesondere in stark vom Monsun abhängigen Regionen.
Damit könnten künftig präzisere Prognosen für Niederschlagsmuster und extreme Wetterereignisse möglich werden.
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Quelle: https://phys.org/news/2026-02-satellite-enable-global-aerosol-cloud.html – Autorin: Susann Sika – veröffentlicht am 27. Februar 2026
Satellitendaten ermöglichen erste globale Abschätzung der kühlenden Wirkung von Aerosolen in Wolken
Partikel in der Atmosphäre, sogenannte Aerosole, können das Klima abkühlen, weil sie als Kondensationskerne für Wolkentröpfchen wirken. Je mehr solcher Partikel vorhanden sind, desto mehr kleine Tröpfchen bilden sich in Wolken – und desto stärker wird einfallendes Sonnenlicht reflektiert.
Bisher war es jedoch schwierig, den globalen Einfluss dieses Effekts zuverlässig zu bestimmen.
Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Leipzig hat nun erstmals eine globale Abschätzung der kühlenden Wirkung von Aerosolen auf Wolken erstellt.
Dazu kombinierten die Wissenschaftler Satellitenbeobachtungen mit Klimasimulationen und Messungen der Aerosolkonzentration nahe der Erdoberfläche.
Ein wichtiger Ansatz der Studie bestand darin, Unterschiede zwischen der Nord- und Südhalbkugel auszunutzen.
Da sich die meisten Industriegebiete und damit auch höhere Aerosolkonzentrationen auf der Nordhalbkugel befinden, lassen sich daraus Rückschlüsse auf die Rolle von Luftverschmutzung bei der Wolkenbildung ziehen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Aerosole einen Teil der vom Menschen verursachten Erwärmung ausgleichen.
Nach Schätzungen der Forscher hat dieser Effekt etwa ein Viertel des anthropogenen Treibhauseffekts kompensiert.
Allerdings nimmt diese kühlende Wirkung mit zunehmender Luftreinhaltung ab, da Aerosole nur etwa eine Woche in der Atmosphäre verbleiben, während Kohlendioxid über Jahrhunderte bestehen bleibt.
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