Der NDR über Spekulationen, dass Bosch einen Einstieg bei Northvolt wagen könnte.
Hat einer der weltweit größten Autozulieferer Interesse am schwedischen Batteriehersteller? Obwohl Bosch nach eigenen Angaben auf ein umsatzschwaches 2024 zurückblickt, konnte der Konzern im Bereich Elektromobilität Wachstum verzeichnen – vor allem in der E-Auto-Republik China. 2018 entschied das Unternehmen zwar, nicht in die Batterieherstellung einzusteigen, doch mittlerweile sind zahlreiche Kunden des Zulieferers auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestiegen. Aktuell präsentiert Bosch auf der Hannover Messe Lösungen für die hochleistungsfähige Batterieproduktion.
Auf Nachfrage wollte Bosch den Besuch im schwedischen Skellefteå weder bestätigen noch dementieren. „Ich bitte um Verständnis, dass wir den Sachverhalt nicht kommentieren“, heißt es von der Pressestelle. Wie die Zeitung „Norran“ weiter berichtet, soll auch Mercedes-Benz Northvolt in Schweden besucht haben. Reaktion der Stuttgarter Autobauer: „Zu Spekulationen äußern wir uns nicht.“
Auch der VW-Konzern dürfte derzeit ganz genau hinschauen, was beim Insolvenzverfahren passiert: Einerseits ist Volkswagen mit etwa 21 Prozent größter Anteilseigner von Northvolt, andererseits bezieht die Lkw-Sparte Scania alle Batterien für ihre Elektro-Lastwagen von Northvolt. Scania hatte Northvolt zuletzt im Sanierungsverfahren in den USA finanziell unterstützt und auch die Schwerindustrie-Sparte von Northvolt übernommen.
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Irgendwie ein unglückliches Timing.
Nach einem sehr trockenen März spricht der Deutsche Wetterdienst davon, dass das Klima in Deutschland “heißer, nasser und extremer” wird. Nicht wärmer oder feuchter, solche Wortwahl ist verpönt.
Nun, Dauerniederschläge hatte der März nicht, aber interessant ist die Aussage des DWD zur Energie. Omega Wetterlagen haben Tiefdruckgebiete um Mitteleuropa herumgeführt, sie waren außerdem geprägt von wenig Wind.
Ass Compact:
Fuchs weist auch noch auf die Folgen der sich erwärmenden Ozeane hin: „Die Konsequenzen erleben wir. Warme Ozeane verdunsten in eine wärmere Atmosphäre bedeutend mehr Wasserdampf. Das führt zu katastrophalen Stark- und Dauerniederschlägen.“ Konsequenz dieser veränderten Wetterbedingungen sei, dass die Energieversorgung öfter und stärker beeinträchtigt und damit abhängiger vom Wetter werde.
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Das Miniatur-Wunderland ist eines der Top 10 Touristenziele in Deutschland.
Da wird sich die Telekom doch sicherlich gedacht haben, da kann man doch was Schönes draus machen. Prompt wurde ein Katastrophen-Video zum Thema Klimawandel produziert.
Bild:
Das Miniatur-Wunderland in der Hamburger Hafencity ist ein beliebtes Ziel von Schulklassen und Kindergärten. Besucher staunen über die ausgestellten Städte und Landschaften, die in Spielzeuggröße präzise nachgebaut sind. Jüngst aber zeigte die Telekom in der Miniaturwelt anhand von Computer-Animationen, wie berühmte Ortschaften in Wetter-Katastrophen untergehen und verbrennen und wie Menschen dabei sterben. Ziel der Kampagne sei es gewesen, das abstrakte Thema Klimawandel plastisch vor Augen zu führen. „Der Klimawandelist real. Es wird Zeit zu handeln“, sagt ein Leiter der Ausstellung.
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Was der Focus etwas reißerisch als „schmutzige Klima-Deals im Ausland“ framt, ist vermutlich nur das Anerkennen der Realität.
Schon in den letzten Jahren hat Deutschland mehr Geld für Gaskraftwerke oder LNG-Infrastruktur im Ausland zugesagt oder Garantien gegeben als vergleichbare westliche Staaten, wie eine neue Analyse von Oil Change International zeigt:
Deutschland hat seit Ende 2022 elf fossile Projekte mit insgesamt umgerechnet 1,5 Milliarden US-Dollar unterstützt und von den untersuchten Staaten die meisten Projekte, die noch auf Bewilligung warten.
Zu den geförderten Projekten zählen Gaskraftwerke in Usbekistan, Polen und Bangladesch, LNG-Infrastruktur in Italien und den USA sowie eine mobile Gaspipeline in Jordanien.
Die Bundesrepublik ist damit vor der Schweiz (1,4 Milliarden Euro) und Italien (1,1 Milliarden Euro) der größte Geber unter den CETP-Staaten. Die USA sind mittlerweile aus der Partnerschaft ausgestiegen und haben in den letzten Jahren noch größere Summen vergeben.Vergleichbare Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Kanada, Spanien, Neuseeland, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Australien, aber auch die Europäische Investitionsbank hielten ihre CETP-Zusagen viel besser ein, so Oil Change International.
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Die Mehrheit der Deutschen ist für die Nutzung der Kernenergie.
Tech For Future:
Nach dem Unfall von Fukushima war die deutsche Meinung zur Kernkraft überwiegend ablehnend.
Selbst die Klimakrise überzeugte nur wenige Menschen von der klimafreundlichen Kernenergie.
Deutlich zugenommen hat die Akzeptanz der Atomenergie dann mit den steigenden Preisen der Energiekrise im Jahr 2021.
Aus dieser leichten Mehrheit wurde durch Putins Invasion der Ukraine eine deutliche Mehrheit pro Atomkraft.
Der gesellschaftliche Rückhalt für eine Weiternutzung der deutschen Kernkraftwerke ist heute höher als er jemals war – selbst verglichen mit vor Tschernobyl.
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Annika Joeres, eine Journalistin, die u. a. auch für die Zeit schreibt oder schrieb, lernt es nicht mehr in ihrem Leben.
Die Zeit musste z. B. eine juristische Schlappe hinnehmen, als Joeres versuchte Anna Veronika Wendland zu diskreditieren, weil ihr deren Eintreten für Kernenergie missfiel.
Fast genauso schlimm ein Artikel in der Zeit, wo Joeres sich bei Subventionen für Kernenergie um die Faktor 200-300 “vertan” hatte.

Für eine Journalistin ist das eigentlich das Aus. Was bitte wurde da recherchiert?
Wie kann die eigene Einstellung solche schlampigen ”Erkenntnisse” ermöglichen?
Sie versucht es wieder, nicht bei der Zeit (vielleicht hat man dort genug von ihr?) sondern bei Correctiv, wie sie auf X meldet.

Das neue Werk von Joeres wird hier bestimmt noch Thema sein. Es könnte interessant sein, wo sie sich diesmal ”vertan” hat.
We keep you updated.
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Rupert Pritzl beim Austrian Institute:
„Grüner“ Lobbyismus in der deutschen Energie- und Klimapolitik
Es steht weitgehend außer Frage, dass die gescheiterte Energie- und Klimapolitik in Deutschland einer grundlegenden Neuausrichtung bedarf. Doch zuvor sollten wichtige politökonomische Aspekte des „grünen Klima-Lobbyismus“ aufgearbeitet werden, der erheblich zum Scheitern der deutschen Energiewende (basierend allein auf PV- und Windkraft) beigetragen und zu einer Unehrlichkeit im Handeln der staatlichen Akteure geführt hat. Es wird immer deutlicher, dass der „grüne Klima-Lobbyismus“ in Deutschland wirtschaftlichen Wohlstand gefährdet, zu einer Polarisierung der Gesellschaft beiträgt und den demokratischen Rechtsstaat bedroht.
Lobbyismus und gesellschaftliche Entwicklung
Lobbyismus ist eine Form der gesellschaftlichen Vertretung und Durchsetzung von privaten Interessen, die grundgesetzlich erlaubt und im Sinne der Pluralität der Meinungen erwünscht ist. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Verhältnis zwischen Staat und Interessengruppen grundlegend verändert, was sich mit den Schlagworten Pluralisierung, Spezialisierung und Professionalisierung der Lobbyarbeit sowie mit Mediatisierung und Digitalisierung kennzeichnen lässt. Der Einfluss von Gruppen, die nicht-erwerbswirtschaftliche oder öffentliche Interessen aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz vertreten, hat zugenommen. Durch den politisch forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien haben sich mittlerweile mächtige Akteure herausgebildet, die mit hehren Klimaschutzzielen argumentieren und damit Gemeinwohlinteressen vorgeben.
Politik als Markt für politische Dienstleistungen
In der ökonomischen Public Choice-Theorie lässt sich Politik als Markt für politische Dienstleistungen auffassen, der die Bereitstellung öffentlicher Güter, politische Regulierungen und Subventionen umfasst. Politiker sind Anbieter von politischen Dienstleistungen, während Bürger, Unternehmer und andere Akteure (wie insbesondere spezifische Interessen- und Lobbygruppen, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Einzelinteressen oder spezifische ideologische Interessen vertreten) die Nachfrager nach politischen Dienstleistungen sind. Politische Dienstleistungen werden gegen Wählerstimmen, Geld und weitere Tauschmittel wie Informationen, Einfluss und Vertrauen oder Zeitressourcen getauscht.
Der Artikel erschien auch auf der Plattform „Wirtschaftliche Freiheit„.