Energieinsel  Bornholm

Große Ambitionen hat die dänische Ostseeinsel Bornholm. Die Fischerei, einst ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, spielt mittlerweile kaum noch eine Rolle. Der NDR-Podcast Mission Klima stellt die Pläne der Insel vor. Sie will eine Energieinsel werden, die bis zu 3 Millionen Haushalte mit Strom versorgen kann, auch in Deutschland. So soll auch der Bevölkerungsschwund aufgehalten werden.

“Dänemark baut Bornholm zur Energieinsel um – ein Projekt der Superlative: Vor der Küste entstehen Offshore-Windparks mit Anlagen der neuesten Generation. Ab 2030 sollen sie Strom für rund drei Millionen Haushalte liefern. Ein Großteil davon fließt nach Deutschland. Die Windräder: mehr als 250 Meter hoch. Eine einzelne Umdrehung der Flügel lädt 1600 Smartphones. Vieles an dem Konzept ist innovativ: Der erzeugte Strom wird auf der Insel zunächst gebündelt, dann umgewandelt und grenzüberschreitend verteilt. Mit überschüssigem Strom soll auf der Insel auch Wasserstoff produziert werden. Auf die Bornholmer kommen große Veränderungen zu. Viele sehen das Projekt aber als historische Chance! Seit dem Ende des Fischfangs ist die Einwohnerzahl deutlich geschrumpft. Die Bevölkerung altert. Die finanziellen Probleme der Kommune wachsen. Die grüne Energie soll die Insel nun auch wirtschaftlich wieder nach vorne bringen. Wie das konkret klappen kann, erzählen Susanne Tappe und Arne Schulz zum Auftakt der neuen Reportage-Staffel.”

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7 Kraftwerksblöcke, die mit Braunkohle betrieben wurden, mit einer Leistung von 3,1 GW sollen in Kürze stillgelegt werden. Die Bundesnetzagentur sieht keine Kapazitätsprobleme. FAZ:

“Wie geplant werden Ende März in Deutschland sieben weitere Braunkohle-Kraftwerksblöcke endgültig stillgelegt. Die Stilllegung war bei allen Blöcken schon früher geplant gewesen. Um in der Energiekrise Erdgas in der Stromerzeugung zu sparen, waren von der Bundesregierung fünf Blöcke aus der sogenannten Versorgungsreserve geholt worden. Zwei weitere Blöcke durften über den ursprünglich geplanten Stilllegungszeitpunkt weiterlaufen. Alle durften ihren Strom im Großhandel verkaufen. Zum Ende des Winters 2023/24 ist nun endgültig Schluss.”

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Forscher der Helmholtz Institut Hereon aus Geestacht haben die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf das Ökosystem Meer untersucht. NDR:

“Wissenschaftler Naveed Akhtar sagte dazu NDR 1 Welle Nord: „Die größeren Windkraftanlagen sind besser für das Ökosystem der Meere, weil sie größer sind und die Rotorblätter damit weiter von der Meeresoberfläche entfernt sind. Kleinere Windkraftanlagen halten mit ihren tiefhängenden Rotorblättern den Wind von der Meeresoberfläche fern.“ Dies wiederum sei schlecht für das Ökosystem. Wind durchmische die obere Wasserschicht und bringe lebenswichtigen Sauerstoff für Fische und Algen ins Meer, erklärte der Forscher.”

Wer den kurzen TV-Beitrag im NDR sieht, der kann unschwer feststellen, wie sorgsam die Forscher ihre Worte abwägen. Eher nebenbei werden andere Forscher ermuntert in diesem Bereich zu forschen. Was ja bedeutet, dass es bisher nicht oder nicht ausreichend genug getan wurde. Was indirekt auch ausgesagt wird: Die bisherigen Windkraftanlagen, die deutlich kleiner sind als die von den Forschern empfohlenen Anlagen haben Auswirkungen auf das Ökosystem Meer. Diese Anlagen werden ja noch einige Jahre im Betrieb sein.

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Der US-Wahlkampf wird auch an den Tankstellen entschieden. T-Online:

“Es gibt Gründe, weshalb die immense Produktionssteigerung Joe Biden und den Demokraten zumindest nicht ungelegen kommt: Je mehr Öl weltweit gefördert wird, desto stärker können die Preise insgesamt sinken. Denn die Höhe des Rohölpreises hat Auswirkungen nicht nur auf amerikanische Tankstellen, sondern als wirtschaftlicher Grundstoff bis in nahezu jede Lieferkette und jedes Konsumprodukt. Ein niedriger Ölpreis begünstigt darum eine niedrige Inflationsrate. Die noch immer hohen Preise in den USA sind Joe Bidens nach wie vor größtes Problem im Wahlkampf gegen Donald Trump. Die Menschen erinnern sich vielfach sehr genau, dass sie unter Trump viel weniger bei ihrem Supermarkteinkauf bezahlen mussten als unter Biden. Das Schlimmste, was dem Präsidenten bis November passieren könnte, wären also weiter steigende Preise. Dazu passt eine merkwürdige Meldung, die vor einigen Tagen in der britischen „Financial Times“ zu lesen war. Demnach soll die US-Regierung die Ukraine aufgefordert haben, Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur einzustellen. Die Begründung dazu war offenbar: Ukrainische Drohnenangriffe könnten die globalen Ölpreise in die Höhe treiben.”

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Die Kuh hat kein gutes Klima-Image. Zu Unrecht, wie jetzt ein Artikel in Fleischbranche.de zeigt.

“Das heißt in der Konsequenz: der Debatte „Teller oder Trog“ wäre hiermit einiger Wind aus den Segeln genommen, denn es würde ja so wenig wie möglich extra angebautes Getreide, Raps oder Soja verfüttert. Aber auch das erfordert ein Umdenken in den ökonomischen Strategien der Landwirtschaft. Im Vorteil sind alle Betriebe, die das Grünland so bewirtschaften, dass CO2 gebunden und die Artenvielfalt gefördert wird. Das sind vor allem Bio-Betriebe, aber auch konventionelle Landwirte arbeiten zum Teil so. Dann wird Nahrungskonkurrenz weitgehend vermieden und das würde die Debatte um die klimaschädliche Kuh auf sachlichere Füße stellen.”

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Das endgültige Aus für den Hersteller Meyer Burger mit der Produktion in Freiberg. Bis zuletzt hatte das Unternehmen gekämpft für neue Subventionen und sogar ein neues Wort dafür erfunden “Resilienzbonus”. Die Welt:

“Das endgültiges Aus für die Solarmodulherstellung von Meyer Burger in Freiberg ist besiegelt. Die rund 500 Mitarbeiter hätten am Dienstag ihre Kündigung erhalten, sagte eine Unternehmenssprecherin. Mehr als 400 Menschen verlören damit ihren Arbeitsplatz. Den anderen seien Verträge in anderen Gesellschaften des Schweizer Konzerns angeboten worden. Sachsens Energieminister Wolfram Günther sprach von einer bitteren Nachricht. Vorausgegangen war die Absage von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) an den sogenannten Resilienzbonus, mit dem die unter Druck stehenden Hersteller in Europa geschützt werden sollten. Meyer Burger hatte die Zukunft des Standorts in Freiburg von dieser Unterstützung abhängig gemacht. Lindner hatte sein Nein zu großen Subventionen für die heimische Solarindustrie am Sonntagabend bekräftigt. Am Dienstag reagierte nun Meyer Burger mit den Kündigungen. Man habe noch gehofft, dass in Berlin die Einsicht reife, dass die Unterstützung nötig sei, sagte die Sprecherin. Dies habe sich endgültig zerschlagen.”

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Pressemitteilung der Beratungsstelle für Nachhaltige Entwicklung und Change Management:

Das Narrativ des anthropogen verursachten Klimawandels hält der kritischen Betrachtung nicht stand!

Berater für Nachhaltige Entwicklung kritisiert die alleinige Fokussierung auf die Kohlenstoffdioxid-Hypothese

Dass wir auf dem Globus einen Klimawandel erleben, scheint weitgehend unbestritten. Doch es ist nicht das erste Mal, dass sich die Temperaturen auf dem Globus verändern. Trotz dieses nachweisbaren Faktums geht die Wissenschaft in ihrem vermeintlichen Konsens weiterhin von einer ausschließlich anthropogenen Kausalität der momentanen Erderwärmung aus. Dabei hat die CO2-Hypothese bei genauerer Betrachtung keine Substanz, meint der Berater für Nachhaltige Entwicklung und Change Management, Dennis Riehle (Konstanz). Er erklärt wie folgt:

Entweder habe ich im Physikunterricht nicht richtig aufgepasst – oder das Narrativ der vermeintlichen anthropogenen Ursache mit Blick auf den Klimawandel stellt sich letztendlich als bloße Ideologie einer zeitgeistigen Ökobewegung unter den Wissenschaftlern heraus, die in ihrer Arbeit massiven Fehler gemacht und ihre Erkenntnisse weder unter der Prämisse der Ergebnisoffenheit, noch unter der Anwendung deduktiver und induktiver Schlusstechniken gewonnen haben. Das bloße Fokussieren auf einen vorgegebenen Betrachtungszeitraum, der zumeist nicht weiter reicht als zurück in die industrielle Epoche – unter dem gleichzeitigen Negieren natürlicher Schwankungen und Anomalien -, kann dem Widerspruch nicht standhalten und zu keiner zweifelsfreien Konklusion führen. Stattdessen erhebt die Forschung mittlerweile einen Absolutheitsanspruch, der mit einem demokratischen Verständnis nicht vereinbar ist. Denn natürlich muss sich auch die Evidenz der Kritik stellen. Automatische Wahrhaftigkeit gibt es nicht – auch wenn man sich als allmächtige Instanz der Fakten versteht.

Die minimale Zunahme an CO2 in der Erdatmosphäre kann kein hinreichender Argumentationsstrang sein – selbst wenn man von der Überzeugung ausgeht, dass die Teilchen die Abstrahlung von Sonnenlicht von der Erde Richtung Universum verhindern. Denn es fehlt vor allem an einer entsprechenden Dichtigkeit des Kohlenstoffdioxids in der Luftschicht, um diese Behauptung unterstützen zu können. Auf niedrigem Niveau änderte sich die Konzentration über die Jahrmilliarden immer wieder. Und tatsächlich gibt es auch seit jeher entsprechende Extremereignisse und Naturkatastrophen. Abschließende Aussagen über die Kausalität verbieten sich aber auch mit Blick auf die Notwendigkeit der menschlichen Demut vor der Natur. Mit dem krampfhaften Versuch der Kompensierung von CO2 versuchen wir einen Eingriff in das evolutionäre Geschehen, der angesichts der Komplexität des Kreislaufs der Erde eine transhumanistische Anmaßung darstellt. Der Globus hat sich immer wieder durch Selbstregulierung in ein Gleichgewicht zurückgebracht. Ich bin überzeugt: Die Schöpfung ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Einbezogen ist dabei auch der Grundsatz, dass sich der Mensch den Planeten untertan macht – und ihn hegt und pflegt. Ein Verbot, die vorhandenen Lebensgrundlagen zu nutzen, lässt sich weder ethisch noch ökologisch begründen. Ja, ich bin durchaus für Umweltschutz und einen sparsameren Umgang mit den Ressourcen. Aber nicht aus einem ideologisch fanatisierten Klimaaktivismus heraus.

Sondern aus Respekt vor dem Geschenk, das unsere Spezies mit dem Leben im Hier und Jetzt erhielt – und das wir nicht bis zur letzten Ausbeutung an die nächsten Generationen übergeben sollten. Letztendlich bedeutet dies aber auch: Die Wirklichkeit umzingelt Habeck immer mehr – und man ist durchaus erstaunt, dass er in seinem enger werdenden Wolkenkuckucksheim weiterhin nicht in der Situation scheint, selbstreflektierend zu erkennen, dass seine Energiewende in diesen Tagen vor seinen Augen in sich zusammenkracht. Nachdem das internationale Parkett und auch die Verfassungsrichter in ihrem Urteil zum Nachtragshaushalt 2021 die vom Klimaminister anvisierten Maßnahmen und Konzepte für eine Transformation offenbar als nicht geeignet angesehen haben, um künftige Wirtschaftlichkeit zu sichern, sollte es den grünen Verantwortlichen eigentlich wie Schuppen von den Augen fallen. Doch dafür bräuchte es Rückgrat und die Fähigkeit zur Eigenkritik. Was man eigentlich von einem Philosophen erwarten sollte, scheint für ihn ein Fremdwort zu sein. Er bewegt sich vornehmlich in seinem Dunstkreis – und kommt mit der Realität nicht in Berührung.

Wer unter Phobien leidet, kann davon ein Lied singen: Solange man sich nicht mit der Tatsächlichkeit konfrontiert, wird die Angst vor der Wahrhaftigkeit immer größer. Mit seinen Einlassungen in der Talksendung „Anne Will“ hatte der Politiker bereits durchblicken lassen, wie sehr er scheinbar unter der Paranoia leidet, vom Hier und Jetzt verfolgt zu sein. Offenbar ist sein Leben in der Parallelwelt noch sehr viel abgeschotteter, als man es anfangs zu denken vermochte. Und nun kommen sogar Behörden aus dem eigenen Umfeld zum Schluss, dass sich auch der Kohleausstieg nicht mehr rechtzeitig umsetzen lässt. Damit nimmt die Doppelmoral der Ökopartei immer groteskere Züge an. Während wir Atomkraftwerke abbauen, halten wir an der Luftverpestung durch die Stromerzeugung aus dem „schwarzen Gold“ fest. Absurder geht es nicht mehr – und die Verrenkungen, die der Minister mittlerweile machen muss, um sich selbst einzureden, das Unmögliche möglich machen zu können, sind sicherlich kaum noch gelenkschonend. Viel eher rennt er mit seinen Visionen vor die Wand, Hauptsache, die Scheuklappen sitzen. Eine Ideologie fliegt ihm um die Ohren – und wieder einmal beweist sich: Plangesellschaftliches Vorgehen führt zu Ruinen, aus denen Deutschland so schnell nicht wieder auferstanden sein wird. Letztlich nimmt uns eine ganze Regierung in Geiselhaft, um die Traumfantasien eines Utopisten mit lebensverlängernden Maßnahmen nicht sterben zu lassen.

Weitere Informationen auf www.riehle-news.de.

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