Was wird aus der deutschen Autoindustrie?

Verfolgt man die Nachrichten der letzten Zeit, dann sind das keine gute Vorzeichen. Deutsche E-Auto-Hersteller haben sehr hohe Preise für ihre Fahrzeuge, wie die Tagesschau berichtet

“Elektroautos sind nach wie vor besonders teuer in der Anschaffung. Branchenexperten zufolge belasten die hohen Preise die Nachfrage – obwohl die Reichweite der E-Modelle steigt und das Ladenetz zuverlässiger wird. 

Die gezahlten Preise für Elektroautos steigen in Deutschland weiter an. Der nach Neuzulassungen gewichtete Durchschnittspreis für ein E-Auto ist laut dem Center of Automotive Management (CAM) im Vergleich zum Vorjahr um gut 4000 Euro auf 52.700 Euro gestiegen. Sonderausstattung und Förderungen wurden dabei nicht mitgerechnet. Laut dem CAM betrifft der Anstieg fast alle Fahrzeugsegmente. 

So sei etwa der Preis für einen VW ID.3 in der Basisversion von 38.060 auf 39.995 Euro gestiegen. In der teuersten Ausstattungslinie kostet der Kleinwagen mittlerweile 47.595 Euro. Auch mit Förderprämie sei er noch immer “deutlich teurer als ein vergleichbarer VW Golf, dessen Startpreis bei 29.275 Euro liegt”.” 

Neben dem hohen Preis wird aber auch die Förderung sinken. Das Loch in der Kasse des Bundes, nachdem gescheiterten Versuch Geld umzuleiten, macht Einsparungen nötig. Virta.global

“Hat man bis Ende 2022 bei der Neuzulassung eines Elektroautos und Plug-in-Hybridesnoch von einer üppigen Gesamtförderung von bis zu 9.000 Euro profitiert, sind es 2023 nur noch bis zu 6.750 Euro. Auch mit Beginn des Jahres 2024 werden die Förderungen für E-Autos nochmals deutlich um ein Drittel reduziert. Nach den jetzigen Plänen der Bundesregierung wird die E-Auto Förderung mit dem Jahr 2025 auslaufen. Das Jahr 2024 bietet also noch die letzte Chance, von den staatlichen Förderungen beim Kauf eines E-Autos zu profitieren.”  

Ob diese Kombination für die Autobauer in Deutschland von Vorteil ist, dürfte nicht schwer zu prognostizieren sein. Volkswagen hat laut Tagesschau in seinem Werk in Zwickau bereits die Schichten reduziert. Als Grund wird die mangelnde Nachfrage genannt. 

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Die gefährliche Besessenheit von Net Zero 

Kein Geringerer als Mike Hulme warnt davor in einem Artikel. Er sieht ungewollte Nebeneffekte und Kollision mit anderen Menschheitszielen. 

“At various times in human history, the world’s community of nations has been urged by campaigners to come together around a universal moral goal.  Examples might include ‘the rights of man’, the abolition of slavery, the Universal Declaration of Human Rights, or ‘making poverty history’.  Within the last 10 years a new goal has gained global recognition and ascendancy: securing ‘net-zero emissions’.  I believe collapsing global policymaking for the future around this singular goal is both misguided and dangerous: misguided because ‘net-zero’ obscures many important welfare and ecological goals; and dangerous because such a narrow policy focus creates unwelcome secondary consequences. 

Towards the end of the 2000s, a change occurred in the way in which future emissions of greenhouse gases were imagined by scientists.  Rather than focusing on different emissions pathways into the future – for example, ‘high’ or ‘low’ emissions paths – the argument gained traction that it was the total cumulative emissions of carbon dioxide that would largely determine future global temperature.  It was thence only a short step from cumulative emissions to the notion of an ‘allowable carbon emissions budget’ for a given temperature target.  In other words, the question could now be asked, ‘How much of this emissions budget is there left to “spend” if 2°C, or 1.5°C, of warming is the desired global temperature?’” 

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Spanien muss nach einem Bericht in den nächsten Jahren 7.500 Windräder abbauen. Die Zementindustrie dürfte sich freuen über neues Brennmaterial für die Öfen. Andere Verwertungen gibt es bisher fast nicht. Wir hatten bereits mehrere Artikel zum Müllproblem der Windradflügel. Es dürfte nicht kleiner werden in Zukunft – wird aber gekonnt weggelächelt. 

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Die EU will Verbraucher vor hohen Strompreisen schützen. Ein Mittel soll eine transparente Rechnung sein, die es aber schon sehr lange gibt. Was soll an einer verständlichen Rechnung besser sein, wenn die Summe immer größer wird? Am Merit-Order-Prinzip soll sich nichts ändern. Die Tagesschau

“Grundsätzlich wird der Strommarkt in der EU auch weiter nach dem sogenannten Merit-Order-Prinzip funktionieren. Dies bezeichnet die Einsatzreihenfolge der an der Strombörse anbietenden Kraftwerke. Kraftwerke, die billig Strom produzieren können, werden zuerst herangezogen, um die Nachfrage zu decken. Das sind zum Beispiel Windkraftanlagen. Am Ende richtet sich der Preis aber nach dem zuletzt geschalteten, also teuersten Kraftwerk – oft Gaskraftwerke.” 

Derweil steigen die Netzentgelte, was nicht wirklich verwundert. Sie werden in den o. g. Rechnungen auftauchen und der Posten wird immer weiter steigen. Das Handelsblatt

Die Entgelte werden über die Stromrechnung eingezogen. Lediglich für bestimmte Großverbraucher gelten Ausnahmeregelungen. Sie zahlen reduzierte Netzentgelte. Große Teile des industriellen Mittelstands und die privaten Verbraucher dagegen trifft die Erhöhung mit voller Härte. Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden erhöht sich die Stromrechnung damit um 115,85 Euro. Im Zuge der Energieversorgungskrise des vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung bereits einen ersten Milliardenzuschuss gewährt, um die Netzentgelte zu senken. 

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Mit vielen rechtlichen Mitteln wurde das Kohlekraftwerk Datteln IV bekämpft. Ein Urteil des BVerwG stellt jetzt erst einmal wieder alles auf Null. Die WAZ

“Die Bundesrichter sahen das nun eindeutig anders. „Das Oberverwaltungsgericht ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Standortalternativenprüfung für das Kraftwerk im Regionalplan fehlerhaft ist und die angenommenen Mängel unmittelbar auf die bauleitplanerische Abwägung durchschlagen“, urteilte Leipzig. Zu Unrecht habe das OVG angenommen, „dass der Suchraum für alternative Standorte auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Regionalverbands Ruhr zu erstrecken ist“.  

Damit heißt es für den Kampf um „Datteln IV“: Alles zurück auf Anfang. Das OVG muss jetzt von der Standortauswahl über den Immissionsschutz bis hin zu den Naturschutzfragen die Genehmigung noch einmal von vorn prüfen. Verfahren, die sich mit der Betriebsgenehmigung befassen, wurden erst einmal zurückgestellt, bis die Kernfrage des Bebauungsplans geklärt ist. Das dürfte alles Jahre dauern. Das Urteil sei „kein Freibrief für das Kraftwerk“, erklärte Krämerkämper kämpferisch. Man werde nicht aufgeben. Auch in der Nachbarschaft dürfte es so schnell kein Einlenken geben, schließlich reicht das Kraftwerk bis 400 Meter an Wohnhäuser heran.” 

Info hierzu auf datteln.de.

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The Telegraph:

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Jim Steele auf WUWT:

United Nations International Children’s Emergency Fund (UNICEF) Covers-up UN failures by Blaming Climate Change!

United Nations International Children’s Emergency Fund, responsible for providing humanitarian and developmental aid to children worldwide, is covering-up its abject failures by telling “heart-wrenching stories” that support the UN’s climate crisis propaganda. For example, a UNICEF study recently and deceptively announced from 2016 to 2021, “Weather disasters caused by climate change displaced 43 million children.”

UNICEF’s study focused on 4 climate related disasters finding “ninety-five percent of those displacements were caused by floods and storms.”  They further paved the way for future cover-ups by projecting, “Floods linked to overflowing rivers could spark 96 million child displacements in the next 30 years.” 

But climate changed has not caused more flooding! In fact overall, flooding has decreased!

Wasko (2019) reported, “Despite more sites around the world presenting increases in rainfall extremes than decreases, the opposite is true for flood magnitudes, with more sites exhibiting decreases rather than increases in flooding.” From the attached illustration, graphic (C), reveals the total area inundated by flooding has decreased over the past 2 decades despite rising CO2. Based on that and other contradictory statistics, Wasko concluded, “changes in rainfall may not be very well related to changes in flooding.” 

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The Baltimore Sun (via phys.org):

This year’s Chesapeake Bay ‘dead zone’ was the smallest on record, going back to 1985

This summer’s oxygen-poor “dead zone” in the Chesapeake Bay was the smallest since scientists started monitoring it in 1985, according to estimates by researchers in Maryland and Virginia.

The good news for the bay could reflect the lower-than-average rainfall in the bay watershed this year, experts said. Rainwater carries pollutants into the Chesapeake, inundating the estuary with nutrients such as nitrogen and phosphorous from farm fields, lawns and city streets, which trigger the growth of algae blooms that draw oxygen from the water as they decompose, creating the dead zones.

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