Der große Geldhaufen

Auf eine Sache ist seit Jahren Verlass: Die regelmäßigen Spendenaufrufe von Wikipedia. Pünktlich zum Ende des Jahres öffnen sich auf der Seite des Mitmach-Lexikons Spendenaufrufe. Und jedes Jahr schreiben wir hier etwas über den unvorstellbaren Reichtum der Wikimedia-Foundation. 

(Abbildung: Screenshot wikipedia.org)  

Wer sich die Zahlen von Wikimedia ansieht, der kann seit Jahren einen steigenden Reichtum erkennen. Etwa 10% hat sich die Summe der Assets im letzten Jahr erhöht, wenn man sich den Finanzbericht ansieht. 

(Abbildung: Screenshot wikipedia.org) 

Schaut man sich allerdings den Wortlaut der Spendenaufrufe statt, dann hat man den Eindruck, Wikipedia steht kurz vor der Schließung aus Geldmangel. Die Deutschen sind übrigens die bravsten Spender. Wie sich das mit Steuer-Absetzbarkeit verträgt, dass ein Großteil der deutschen Spenden auf dem großen Geldberg in den USA landen, das verwundert jedes Jahr wieder. 

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Wird Münster ein Schwerpunkt für Geothermie in Deutschland? Der WDR

“Unter Münster könnte bis zu einer Tiefe von 6.000 Metern gebohrt werden. Je tiefer die Bohrung, desto höher ist die Temperatur, die in das Fernwärmenetz eingespeist werden kann. Pro 100 Meter Tiefe steigt die Temperatur des Untergrundes um etwa drei Grad Celsius.  

Vibo Trucks untersuchen das geothermisches Potenzial 

Die Technik der Vibrationsseismik basiert auf dem Prinzip der Reflexion von Schallwellen, die die Trucks per Vibrationen aussenden. Die Schallwellen werden von den Schichtgrenzen der verschiedenen Gesteinsarten zurückgeworfen, ähnlich einer Ultraschalluntersuchung in der Medizintechnik.” 

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An China scheiden sich die Geister. Deutschland zahlt an das Land immer noch Entwicklungshilfe. Ein Blick ins Transparenz-Portal des BMZ offenbar interessante Details. Wer weiß schon von Projekten wie “Kapazitätsaufbau und Gender-Training für zivilgesellschaftliche Basis-Organisationen und Sozialarbeiterstationen in einer Provinz Chinas”? Das lässt sich auch gut beim Thema Klima fortsetzen. Julia Ruhs in einem Gastkommentar im Focus

“Im Klima-Kampf müssen wir uns wegen China ein Eingeständnis machen. 

Ich weiß, das China-Argument darf man eigentlich nicht bringen, das regt klimabesorgte Kreise zu sehr auf. In den Kommentarspalten kommt dann nur ein entnervtes „Aber China!!!11!1!!1“ zurück, die Schreibweise eines Wutbürgers imitierend, der sich vor lauter Rage nicht mehr im Griff hat. Für mich auch ein Zeichen dafür, dass China durchaus ein wunder Punkt ist. 

Denn was will man gegen den größten Klima-Sünder der Welt tun, ein Land, das erst bis 2060 klimaneutral werden will, neue Kohlekraftwerke baut, alles mit dem Argument, sich erst einmal industriell entwickeln zu wollen? Über 30 Prozent verursacht China am weltweiten CO2-Ausstoß, die knapp zwei Prozent, die Deutschland ausstößt, sind dagegen lächerlich. 

Das heißt nicht, dass man nichts tun soll. Aber wenn Deutschland als Staat schon wenig ausrichten kann, dann ist das, was jeder Einzelne von uns tun kann, verschwindend gering.” 

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Deutschlands Energieverbrauch auf Rekordtief. Bei jedem anderen Wirtschaftsminister würden jetzt vermutlich alle Alarmglocken läuten. En-former über die Ursachen: Sinkende Wirtschaftsleistung. 

“Den Hauptgrund für den Rückgang sehen die Experten in der Entwicklung der wirtschaftlichen Leistung Deutschlands. Diese könnte 2023 um 0,5 Prozent zurückgehen. Insbesondere die energieintensiven Industrien haben ihre Produktionen zurückgefahren. Dieser Trend setzt sich aus dem Vorjahr fort. 

Bereits 2022 lag der Energieverbrauch der deutschen Industrie 9,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, so Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Der vorherrschende Grund: Hohe Energiepreise nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022. 

Zwar sind die Preise 2023 wieder deutlich gesunken, noch liegen sie aber stark über dem Niveau von 2021. Dies regt sowohl die Industrie als auch private Haushalte weiterhin zu Einsparungen an, so die AGEB.” 

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Stück für Stück blickt Robert Habeck der Realität mehr ins Auge. Kohlekraftwerke könnten auch nach 2030 noch Laufen. Focus

“Die Versorgungssicherheit bis 2030 sei absolut gesichert. Das sei aber an Voraussetzungen gebunden: der Netzausbau und Ökostrom-Ausbau müsse wie geplant stattfinden. Ansonsten sei die Konsequenz „natürlich genau die, die Sie sagen“, antwortet Habeck laut Ausschussprotokoll: „Wenn wir nicht in einer sicheren Versorgungslage sind, dann müssen fossile Kraftwerke länger laufen. Wir werden niemals die Versorgungssicherheit gefährden.“” 

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Die Posse um das geschlossene Kohlekraftwerk Moorburg geht weiter. Nachdem das relativ junge und saubere Kraftwerk geschlossen wurde, gab es Pläne dort Wasserstoff zu produzieren. Aber auch das steht jetzt in Frage, wie die Welt berichtet. 

“Shell gab sich in diesem Sommer gar nicht erst die Mühe, die Gründe für den Ausstieg schönzureden. Bei dem Weltkonzern glaubte man nicht an die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Hamburger Projektes. „Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse und deren Vergleich mit anderen Shell-Wasserstoffprojekten hat Shell beschlossen, den Hamburg Green Hydrogen Hub in Moorburg zu verlassen und sich aus dem HGHH-Konsortium zurückziehen“, hieß es seinerzeit. „Bei jeder Projektentwicklung prüfen wir mit viel Aufwand alle Anforderungen, bevor wir Entscheidungen treffen – von Technik, Sicherheit, Vorschriften, Stakeholder-Unterstützung bis hin zu Finanzen. So auch in Hamburg.“  

Stattdessen investiert Shell nun in andere Großprojekte für den Aufbau einer regenerativen Wasserstoffwirtschaft. In Europas größtem Hafen Rotterdam – Hamburgs wichtigstem Konkurrenzhafen – realisiert Shell derzeit das Projekt „Holland Hydrogen 1“, Europas größten Elektrolyseur mit 200 Megawatt Leistung: „Gleichzeitig arbeiten wir an mehreren Projekten in früheren Phasen rund um den Globus, darunter auch in Deutschland an ,Refhyne II‘ im Rheinland.“” 

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An der diesjährigen Klimakonferenz wird es voraussichtlich fast doppelt so viele Teilnehmer wie 2022 geben – Rekord. Kein Wunder: In Dubai lässt sich das Leben geniessen. Alex Reichmuth hat darüber im Nebelspalter (https://www.nebelspalter.ch/themen/2023/12/fast-doppelt-so-viele-teilnehmer-wie-jemals-zuvor) berichtet.

Klimakonferenz in Dubai

Fast doppelt so viele Teilnehmer wie je zuvor

Die Fakten: An der diesjährigen Uno-Klimakonferenz in Dubai, die ab Donnerstag in Dubai stattfindet, werden rund 70’000 Teilnehmer erwartet. Es sind vor allem Politiker, Unterhändler, Aktivisten und Journalisten.

Warum das wichtig ist: Die Teilnehmer reisen nicht mit dem Velo an. Sondern fast ausnahmslos mit dem Flugzeug. Entsprechend ist der CO-Ausstoss riesig. Dabei geht es an dieser Konferenz ja eigentlich darum, die CO-Emissionen zu reduzieren.

O-Ton: «Das Fest der Klima-Schickeria» («Die Welt»)

Mehr dazu im Nebelspalter (https://www.nebelspalter.ch/themen/2023/12/fast-doppelt-so-viele-teilnehmer-wie-jemals-zuvor). Der Artikel kann nach 20 Sekunden Werbung freigeschaltet werden.

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Leserpost von Bocek Jaroslav:

Betreff: Statistics Norway veröffentlicht kritische Studie zur Klima-HysterieStaatliche Zweifel an CO2-Narrativ?

Sehr geehrte Redaktion,

ich freue mich, dass Sie den Beitrag von Reitschuster.de übernommen haben.

Gerne möchte ich Sie zu diesem Thema auf die folgenden Beiträge verweisen:

180 Years of CO2 Analysis by Chemical Methods  / https://fackel.substack.com/p/180-years-of-co2-analysis-by-chemical?utm_source=pocket_saves

CO2-Messungen in den 1820ern (mit Update)   /  https://tkp.at/2023/07/07/co2-messungen-in-den-1820ern/?utm_source=pocket_saves

Science of Climate Change About Historical CO2-Data since 1826: Explanation of the Peak around 1940  /https://www.researchgate.net/publication/373256379_Science_of_Climate_Change_About_Historical_CO2-Data_since_1826_Explanation_of_the_Peak_around_1940

“Klimawandel”, erklärt durch falsche Datensätze?  / https://tkp.at/2023/10/10/klimawandel-erklaert-durch-falsche-datensaetze/

‚Climate Change‘ as ‚Paradigm Shift‘  / https://fackel.substack.com/p/climate-change-as-paradigm-shift   in diesem Beitrag beschreibt Prof. Stephan Sander-Faes aus Bergen, die Hintergründe der Veröffentlichung der Arbeit auf die Sie in Ihrem heutigen Newsletter bezugnehmen. Interessant ist, dass der Verlag beschlossen hat, die Annahmerichtlinien zu ändern. Es lohnt sich den Beitrag zu lesen.

Mit freundlichen Grüßen
Jaroslav Bocek

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