Methanol statt Wasserstoff?

Methanol statt Wasserstoff? Der Focus berichtet über das Thema. Wasserstoff ist in vielfacher Hinsicht problematisch in der Behandlung. Sei es die Lagerung oder der Transport. Dort entstehen erhebliche Kosten beim Wasserstoff. Könnte Alkohol eine Alternative sein? Dort wäre die Kostensituation bei der Lagerung und Distribution deutlich besser, auch wenn bei der Produktion weitere Kosten entstehen. Wasserstoff bräuchte eine eigene Pipeline-Infrastruktur. Methanol ließe sich einfacher lagern und transportieren. 

“Im Fokus standen dabei zum einen die Kosten für die Speicherung von Methanol und Wasserstoff. „Was in den Diskussionen und auch in der Kraftwerksstrategie der Bundesregierung bisher zu kurz kommt, ist der Einbezug der Speicherorte in die Überlegungen“, sagt Brown. Den Berechnungen der beiden Forscher nach ist Wasserstoff als kurzzeitiger Puffer und Zwischenspeicher dann im Vorteil, wenn das Gas unterirdisch gelagert werden kann – beispielsweise in alten Salzbergwerken und Erdgaskavernen. Weil der Wasserstoff für diese unterirdische Lagerung nicht gekühlt und komprimiert werden muss, liegen die Kosten bei nur 0,1 bis 0,5 Euro pro Kilowattstunde, wie das Team berichtet. Allerdings existieren geeignete Lagerkavernen nicht überall. In Deutschland kommen sie vorwiegend in Norddeutschland vor. Das aber bedeutet: „Dort, wo es keine Salzkavernen gibt, muss Wasserstoff in Stahltanks gespeichert werden. Aufgrund des hohen Drucks des verdichteten Wasserstoffs müssen diese besonders dickwandig sein und sind deshalb um ein Vielfaches teurer als einfache Tanks für Methanol“, erklärt Brown. Allein die Lagerung des Wasserstoffs in solchen Drucktanks würde 10 bis 40 Euro pro Kilowattstunde kosten, wie die Forscher berichten. Dazu kämen die Kosten für den Transport des Wasserstoffs von diesen Großspeichern zu den Verbrauchsorten – beispielweise den Stahlwerken und Industriezentren in anderen Teilen Deutschlands. Im Vergleich dazu ist die Lagerung von Methanol deutlich billiger: Das Team rechnet mit 0,01 bis 0,05 Euro pro Kilowattstunde.” 

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Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Das übernehmen die Netzbetreiber, die für den Betrieb der Netze immer mehr Geld aufwenden müssen. Die Kosten tragen die Stromkunden. n-tv

“Allein auf die sogenannten Redispatch-Kosten, die die Stromkunden tragen müssen, entfallen bei den Übertragungsnetzbetreibern nach Auskunft des Ministeriums im kommenden Jahr 27 Prozent der gesamten Netzentgelte. Dies entspricht drei Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert. Im vergangenen Jahr hatten die Redispatch-Kosten noch 2,2 Milliarden Euro betragen. Redispatch meint Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber in die Erzeugungsleistung von Kraftwerken. Sie weisen Kraftwerksbetreiber dort, wo zu viel Strom anfällt, zur Reduzierung ihrer Erzeugung an und dort, wo Strom fehlt, zur Mehrerzeugung. Diese Eingriffe müssen sie entschädigen, die Kosten zahlen die Stromkunden.” 

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Fritz Vahrenholt im Interview mit Eduard Heindl. Das Video ist jetzt auf YouTube verfügbar. Die Themen: Umweltschutz, CO₂-Zoll, Kernenergie. 

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Der EU-Wetter und Klimadienst Copernicus gibt weitere Daten zum Oktober 2023 und dem Jahr 2023 bekannt. 

“Asked about the global surface air anomalies for September, the C3S deputy director noted that the analysis showed that September 2023 was not only the warmest September on record globally, but it was different by the largest margin from any other month of any year in the data record, going back to 1940. 

“This makes me nervous about what is to come. When we combine all the data together, the global air temperature records, the global sea surface temperature records, the global sea ice records, all of these indications together really show us that our climate is changing at a very rapid pace and we have to adapt to the climate that we are facing right now,” Burgess said. “We can say with virtual certainty that 2023 will be the warmest year on record,” she added.” 

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Tesla plant offenbar den Bau eines E-Autos für 25.000 Euro. Efahrer.com

Musk erklärte, dass Tesla ein 25.000-Dollar-Elektroauto in der Giga Berlin bauen würde, berichtet der Account „Gf4Tesla“ auf X (ehemals Twitter). Der Account postet regelmäßig Neuigkeiten rund um die deutsche Gigafactory. Musks Aussagen lassen sich nicht überprüfen: Sie sind nicht auf dem Video zu sehen, das der Account gemeinsam mit seiner Meldung teilte. Auf Anfrage des Branchenportals Teslamag erklärte der Nutzer hinter dem Account „Gf4Tesla“, dass er die Ankündigung von zwei unterschiedlichen Personen gehört habe, die ihrerseits den Musk-Auftritt verfolgt haben wollen. Auch der X-Nutzer „andre4fink“meldete, dass Musk das 25.000-Euro-Auto in Grünheide bauen wolle. 

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Das Energieunternehmen E.ON steigert seine Geschäftszahlen. Die Wirtschaftswoche: 

“Der Energiekonzern Eon erhöht nach Zuwächsen in den ersten neun Monaten seine Investitionen. Von Januar bis Ende September sei der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 27 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Versorger am Mittwoch mit. Der Konzern habe dabei von besseren Ergebnissen in beiden Geschäftsbereichen – dem Netzbetrieb und Kundenlösungen – profitiert. Für das Gesamtjahr weite E.ON seine Investitionen um 300 Millionen Euro auf 6,1 Milliarden Euro aus.” 

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Der Erdgasmarkt ist in Bewegung. Nachlassende Nachfrage trifft auf steigende Förderung, wie Montel berichtet. 

“Die Gasnachfrage war im vergangenen Jahr im Jahresvergleich um 13% auf 543 TWh gesunken, zeigten Daten des Branchenverbandes BDEW. Bis zum 19. Oktober lag der Verbrauch im laufenden Jahr bei 487 TWh. Im März hatte die EU Maßnahmen verlängert, um die Gasnachfrage um 15% gegenüber den Vorjahren zu senken und so die Versorgung für den Winter sicherzustellen. 

Dramatisches Überangebot 
Es sei zu erwarten, dass die Industrie weiterhin weniger Gas benötige, sagte auch Georg Zachmann von der Brüsseler Denkfabrik Bruegel, entweder weil sie effizienter geworden sei oder da die hohen Gaspreise zu einer Nachfragezerstörung geführt hätten. „Wir haben die Nachfragekurve strukturell gesenkt. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass wir auf der Gasseite in ein dramatisches Überangebot geraten.“” 

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Dentelski et al. 2023 zum ominösen Konsens beim anthropogenen Anteil am Klimawandel:

Ninety-Nine Percent? Re-Examining the Consensus on the Anthropogenic Contribution to Climate Change

Anthropogenic activity is considered a central driver of current climate change. A recent paper, studying the consensus regarding the hypothesis that the recent increase in global temperature is predominantly human-made via the emission of greenhouse gasses (see text for reference), argued that the scientific consensus in the peer-reviewed scientific literature pertaining to this hypothesis exceeds 99%. This conclusion was reached after the authors scanned the abstracts and titles of some 3000 papers and mapped them according to their (abstract) statements regarding the above hypothesis. Here, we point out some major flaws in the methodology, analysis, and conclusions of the study. Using the data provided in the study, we show that the 99% consensus, as defined by the authors, is actually an upper limit evaluation because of the large number of “neutral” papers which were counted as pro-consensus in the paper and probably does not reflect the true situation. We further analyze these results by evaluating how so-called “skeptic” papers fit the consensus and find that biases in the literature, which were not accounted for in the aforementioned study, may place the consensus on the low side. Finally, we show that the rating method used in the study suffers from a subjective bias which is reflected in large variations between ratings of the same paper by different raters. All these lead to the conclusion that the conclusions of the study does not follow from the data.

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Michael Shellenberger:

Why Everything They Said About The Environment Was Wrong

My speech to the promising new Alliance for Responsible Citizenship (ARC) in London

Hier geht es zum Video.

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Science China Press:

New method proposed to improve the ocean observational network in the tropical western Pacific

ENSO, short for the El Niño and Southern Oscillation, is the most influential interannual oscillation, and significantly impacts global climate. The Tropical Pacific Observation System (TPOS), including moored buoys, plays an important role in understanding, monitoring, and forecasting ENSO events.

Unfortunately, many of the moorings in the western Pacific have deteriorated, hindering our ability to model and predict ENSO accurately. To address it, an international project called TPOS 2020 has been launched. In the project, the regional observation program undertaken by China seeks to design a buoy layout scheme in the western Pacific.

The study aims to enhance the prediction of ENSO by strategically deploying expensive and limited moored buoys in the most favorable locations. The research team, led by Hohai University in China, introduces an innovative approach for optimal long-term array design. Their new method allows the observed region/variables to differ from the prediction target, effectively surmounting the limitations of traditional techniques.

Based on the requirements of the TPOS 2020, the study applies the new approach to identify an optimal mooring array in the western Pacific. This optimal array considerably reduces the uncertainty associated with ENSO predictions, enhancing their accuracy and reliability. Given its efficacy, the proposed approach is expected to be widely used in establishing stationary observation networks.

Paper: Weixun Rao et al, A new ensemble-based targeted observational method and its application in the TPOS 2020, National Science Review (2023). DOI: 10.1093/nsr/nwad231

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