Wissenschaftler erklären, warum Methan in den frühen 2020er Jahren stark anstieg

Quelle: https://phys.org/news/2026-02-scientists-methane-spiked-early-2020s.html, Autor: Phys.org, veröffentlicht am 5. Februar 2026

Wissenschaftler erklären, warum Methan in den frühen 2020er Jahren stark anstieg

Der starke Anstieg der Methankonzentrationen in der Atmosphäre zu Beginn der 2020er Jahre hat Forscher lange vor ein Rätsel gestellt. Neue Studien zeigen nun, dass die Ursachen komplexer sind als zunächst angenommen. (Phys.org)

Eine wichtige Rolle spielte der Rückgang von Stickoxiden während der COVID-19-Lockdowns. Dadurch verringerte sich die Konzentration von Hydroxylradikalen in der Atmosphäre, die normalerweise Methan abbauen, sodass sich das Gas schneller ansammeln konnte. (Phys.org)

Zusätzlich trugen klimatische Faktoren erheblich zum Anstieg bei. Besonders feuchte Bedingungen während einer langanhaltenden La-Niña-Phase zwischen 2020 und 2023 führten zu erhöhten Methanemissionen aus Feuchtgebieten und Binnengewässern, insbesondere in tropischen Regionen sowie teilweise auch in der Arktis. (Phys.org)

Im Gegensatz dazu spielten Emissionen aus fossilen Brennstoffen oder Biomassebränden eine vergleichsweise geringe Rolle. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass viele bestehende Modelle die Dynamik natürlicher Methanquellen bislang unterschätzt haben, was den Bedarf an besseren Messmethoden unterstreicht. (Phys.org)

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Quelle: https://phys.org/news/2026-01-boreal-trees-deep-arctic-ocean.html, Autor: Paul Arnold, veröffentlicht am 12. Januar 2026

Versenkte boreale Bäume im tiefen Arktischen Ozean könnten jedes Jahr Milliarden Tonnen Kohlenstoff entfernen

Globale Bemühungen zur Reduzierung von Verschmutzung werden laut Wissenschaftlern nicht ausreichen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Wir werden außerdem über 10 Gigatonnen Kohlendioxid pro Jahr aus der Atmosphäre entfernen müssen, und das über das nächste Jahrhundert hinweg. Derzeit werden jedoch nur etwa zwei Gigatonnen jährlich entfernt, weshalb bestehende Methoden schnell ausgeweitet oder neue Ansätze entwickelt werden müssen. (Phys.org)

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift veröffentlichte Studie schlägt eine neuartige, von der Natur inspirierte Lösung vor: Holz aus borealen Wäldern in die Tiefen des Arktischen Ozeans zu versenken. Bäume binden durch Photosynthese Kohlenstoff und speichern ihn im Holz, doch wenn sie verrotten oder verbrennen, wird dieser Kohlenstoff wieder freigesetzt. (Phys.org)

Im Arktischen Ozean soll das Holz auf den Meeresboden sinken und dort über Tausende Jahre konserviert bleiben. Die extrem kalten und sauerstoffarmen Bedingungen verhindern weitgehend den Abbau durch Mikroorganismen. Gleichzeitig sollen die abgeholzten Flächen sofort wieder aufgeforstet werden, um den Kohlenstoffkreislauf erneut zu starten. (Phys.org)

Modellrechnungen zeigen, dass bereits bei Nutzung von nur einem Prozent der borealen Wälder etwa eine Gigatonne Kohlendioxid pro Jahr gebunden werden könnte. Die Forscher schlagen daher vor, das Potenzial dieser Methode zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung weiter zu untersuchen. (Phys.org)

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Quelle: https://phys.org/news/2026-02-widespread-weathering-global.html, Autor: Phys.org, veröffentlicht am 16. Februar 2026

Weit verbreitete „beschleunigte Gesteinsverwitterung“ könnte die globale Erwärmung verlangsamen

Forscher untersuchten Szenarien, in denen die globale Erwärmung kritische Kipppunkte erreicht und dadurch politischen sowie wirtschaftlichen Druck erhöht, verstärkt Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. In solchen Situationen könnte die beschleunigte Gesteinsverwitterung eine wichtige Rolle spielen. (Phys.org)

Diese Methode gehört zu einem Portfolio von Strategien zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Dabei wird fein gemahlenes silikatisches Gestein auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, wo es chemisch mit CO₂ reagiert und dieses langfristig bindet. (Phys.org)

Der Prozess basiert auf natürlichen geochemischen Reaktionen, bei denen Kohlendioxid in stabile Verbindungen umgewandelt wird, die schließlich über Flüsse in die Ozeane gelangen und dort gespeichert bleiben. Durch das Mahlen des Gesteins wird dieser ansonsten sehr langsame Prozess erheblich beschleunigt. (Phys.org)

Allerdings bestehen noch erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der großskaligen Umsetzbarkeit. Es ist unklar, ob ausreichend geeignetes Gestein verfügbar ist, und der Abbau könnte erhebliche ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen haben. Auch die tatsächliche Menge dauerhaft gebundenen Kohlenstoffs lässt sich bisher nur schwer quantifizieren. (Phys.org)

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