Fritz Vahrenholt: Die Energiekrise ist politisch gemacht: Deutschland hat genug Gas für 25 Jahre

Interview mit Fritz Vahrenholt in Tichys Einblick:

Die Energiekrise ist politisch gemacht: Deutschland hat genug Gas für 25 Jahre

Die Spritpreise explodieren, Arbeitsplätze gehen verloren, die Inflation zieht an: Die Sperrung der Straße von Hormus treibt Deutschland tiefer in die Krise. Doch: Deutschland muss nicht in der Krise sein; eine Förderung von Öl und Gas wäre in Niedersachsen möglich. Wenn die Politik es nur erlauben würde.

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Blackout News:

Reiche attackiert EU-Klimaziele und fordert Kurswechsel bei Energiepolitik

Auf der US-Energiemesse CERAWeek in Houston hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Montagabend deutscher Zeit die EU-Klimaziele für 2050 offen infrage gestellt und damit eine neue energiepolitische Debatte ausgelöst. Die CDU-Politikerin kritisierte starre Vorgaben zur Klimaneutralität, weil sie aus ihrer Sicht bezahlbare Energie, Versorgungssicherheit und damit den Bestand energieintensiver Industrien in Deutschland und Europa gefährden. Als entscheidenden Risikofaktor nannte sie den möglichen Verlust dieser Branchen, während sie zugleich davor warnte, die Energieversorgung fast nur auf Wind- und Solarstrom aufzubauen. Reiche warb stattdessen für mehr Gas, neue Gaskraftwerke, LNG-Infrastruktur, heimische Förderung und größere Offenheit für Kerntechnik (welt: 24.03.26).

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Blackout News:

Der Mythos Energiewende zerbricht an der Realität

In Deutschland verschärft sich zunehmend die Kritik an der Energiewende. Die neue CO2-Bilanz weist zwar sinkende Emissionen aus, die aber hauptsächlich auf den Rückgang energieintensiver Industrieproduktion zurückgehen. Gleichzeitig erfordert der weitere Ausbau von Wind- und Solarstrom milliardenschwere Investitionen in Netze, Speicher und Reservekraftwerke. Auslöser der Debatte sind damit zwei getrennte, aber folgenreiche Befunde. Erstens sinkt der CO2-Ausstoß im Inland auch deshalb, weil Betriebe weniger produzieren oder Kapazitäten verlagern. Zweitens wächst mit jeder zusätzlichen wetterabhängigen Einspeisung der Bedarf an technischer Absicherung, sodass der versprochene billige Ökostrom an der realen Kostenrechnung scheitert. Betroffen sind Industrie, Beschäftigte und private Haushalte, während die nächsten politischen Vorgaben stärker in Wohnen und Verkehr eingreifen. Genau an diesem Punkt verliert der Mythos einer billigen und folgenarmen Energiewende seine Glaubwürdigkeit (welt: 19.03.26).

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Die Welt:

CO₂-Abgabe: Weil die Osteuropäer protestieren – EU-Klimastrategie droht der Kollaps

Die geplante CO₂-Abgabe auf Kraft- und Brennstoffe droht am Widerstand osteuropäischer Staaten zu scheitern. Die Verschiebung des „Emissionshandels 2“ auf 2028 reicht ihnen nicht mehr. Sie fordern die Aussetzung bis „mindestens 2030“. Dem Klimaschutz-Instrument droht das Aus.

Die Beschwichtigungsversuche sind gescheitert: Anfang November hatten sich die EU-Umweltminister darauf geeinigt, die Einführung des neuen Europäischen Emissionshandels (ETS 2) um ein Jahr zu verschieben: Die CO₂-Abgabe auf die fossilen Brenn- und Kraftstoffe Heizöl, Erdgas und Benzin soll nun erst ab 2028 erhoben werden. Damit wollte der EU-Ministerrat den Sorgen osteuropäischer Mitgliedstaaten Rechnung tragen, dass die Klima-Abgabe zu untragbar hohen Energierechnungen für die Verbraucher führen könnte.

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The Telegraph:

Global warming might not happen quite as fast as we thought – here’s why

Plants will absorb more carbon dioxide than predicted, meaning models could be overestimating the speed which the planet will heat up

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Golem:

SF6: Das Super-Treibhausgas aus Bad Wimpfen

Eine Fabrik des Chemiekonzerns Solvay in Baden-Württemberg stößt gigantische Mengen des Treibhausgases SF6 aus, das 25.000-mal so stark wie CO2 wirkt.

Dass etwas mit den offiziellen Statistiken über die Emissionen von SF6 nicht stimmen kann, war bekannt. Schon 2010 warnten Wissenschaftler in einer Studie, dass die gemessenen Emissionen des stärksten bekannten Treibhausgases nicht mit dem übereinstimmten, was Länder in ihren Klimaberichten an die UN angaben.

Diese Diskrepanz zwischen Messungen und gemeldeten Emissionen von SF6 wurde seither immer wieder bestätigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Goethe-Universität gelang es nun, eine Quelle für bislang unbekannte SF6-Emissionen aufzuspüren. Eine Fabrik des Chemiekonzerns Solvay im schwäbischen Bad Wimpfen stößt demnach gigantische Mengen an SF6 aus.

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IT Boltwise:

Mazdas CO₂-negativer Motor: Ein neuer Ansatz für die Autoindustrie

 Mazda arbeitet an einem revolutionären Verbrennungsmotor, der nicht nur emissionsfrei ist, sondern sogar CO₂ aus der Atmosphäre bindet. Diese Technologie könnte die Automobilindustrie grundlegend verändern und bietet eine Alternative zur reinen Elektromobilität. Experten sind jedoch skeptisch, ob die hohen Kosten und die technische Komplexität überwunden werden können.

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Blackout News:

CO2-Abgabe 2025: Staat kassiert 21,4 Milliarden Euro – Geringverdiener tragen die Hauptlast

2025 nahm der Bund mit CO2-Zertifikaten 21,4 Milliarden Euro ein, doch die Belastung verteilt sich nicht fair. Denn die CO2-Kosten fließen in fast alle Preise, weil Produktion, Transport und Lagerung Energie brauchen. Gleichzeitig profitieren einkommensstärkere Haushalte häufiger von Förderungen für Elektroautos, Gebäudesanierung, Solaranlagen, Speicher und Heizungstausch. Geringverdiener tragen dagegen die Teuerung vollumfänglich im Alltag, denn sie können kaum von den Förderungen profitieren. Das bei der Einführung der CO2-Abgabe versprochene Klimageld sollte diese Schieflage ausgleichen, doch es wurde bis heute nicht ausgezahlt und bleibt politisch auch künftig außen vor.

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