Vortrag von Fritz Vahrenholt in Winsen: Stadthalle überfüllt, viele mussten stehen

15 Jahre ist es nun her seit dem Atomunglück in Fukushima, Japan. Alex Reichmuth hat im Nebelspalter ausgeführt, warum dieser Störfall zu Unrecht als „Katastrophe“ bezeichnet wird (https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/der-atomunfall-in-fukushima-vor-15-jahren-war-keine-katastrophe).

Reichmuths Faktencheck
Der Atomunfall in Fukushima vor 15 Jahren war keine «Katastrophe»

Die Ausgangslage: In dieser Woche jährt sich der Tsunami, der in Japan rund 20’000 Menschen das Leben gekostet hat, zum 15. Mal. Der Tsunami verursachte damals auch in drei Meilern des Kernkraftwerks Fukushima eine Kernschmelze.

Warum das wichtig ist: Nach der Havarie wurden 160’000 Menschen wegen der Angst vor Strahlenschäden evakuiert. Seither gilt das Ereignis bei uns als «Atomkatastrophe». Wegen ihr wurde in Deutschland der Atomausstieg und in der Schweiz das Verbot neuer Kernkraftwerke beschlossen. Doch ist die Bezeichnung «Katastrophe» wirklich angemessen?

Das Zitat: «Langfristig rechnet man mit bis zu 10’000 Toten durch die Atomkatastrophe und daraus entstandene Krankheiten.» (Unbelegte Behauptung in der «Welt am Sonntag», 8. März 2026, siehe hier)

Zudem hat Alex Reichmuth aufgezeigt, wie häufig die rund 20’000 Todesopfer des Tsunamis von 2011 fälschlicherweise – aber wohl nicht ganz zufällig – als Atomtote bezeichnet werden. Soeben hat der Bayerische Rundfunk wieder diese falsche Zuordnung gemacht (https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/die-atomluege-von-fukushima).

Katastrophen
Die Atomlüge von Fukushima

Die Fakten: Der «Bayerische Rundfunk» (BR) hat anlässlich des 15. Jahrestages von Fukushima behauptet, die «Atomkatastrophe» habe 20’000 Menschen das Leben gekostet.

Warum das wichtig ist: Richtig ist, dass das Atomunglück höchstens ein einziges Menschenleben gefordert hat. Die übrigen 20’000 Opfer in Japan starben wegen des Erdbebens und des Tsunamis. Doch seit dem Ereignis vor 15 Jahren taucht die Falschmeldung mit den Tausenden Atomtoten immer wieder auf. Sogar die deutsche Regierung hat sie einst verbreitet.

Das Zitat: «Öffentlich-rechtliche Medien lassen die Gebührenzahler glauben, sie [die 20’000 Opfer] seien an einer Atomkatastrophe gestorben.» (Die Zeitung «Bild» zur Falschmeldung des BR, der zu gebührenfinanzierten ARD gehört, siehe hier)

Lesen Sie die ganzen Beiträge im Nebelspalter:

https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/der-atomunfall-in-fukushima-vor-15-jahren-war-keine-katastrophe

https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/die-atomluege-von-fukushima

Den Newsletter „Klima und Energie“ von Alex Reichmuth kann man hier abonnieren: https://www.nebelspalter.ch/newsletter/klima-energie

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Uelzener Presse vom 20.3.2026:

Überfüllte Stadthalle in Winsen: Cirka 380 Bürger – Politik und Verwaltung bleiben weitgehend fern

Ein deutliches Signal aus der Bürgerschaft: Mehr als 300 Menschen strömten
gestern in die Stadthalle Winsen, um den Vortrag des Energieexperten Prof. Dr. Fritz Vahrenholt zu verfolgen. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Besucher mussten stehen.

Weiterlesen in der Uelzener Presse.

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Gastbeitrag von Prof. Hans-Joachim Kümpel, ehemaliger Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Blog von Axel Bojanowski:

Kanzler Schröder, die Russen und der verbotene Erdgas-Schatz

Im Gastbeitrag erzählt der ehemalige Chef der deutschen Rohstoff-Behörde, welch dubiose Machenschaften dazu führten, dass Deutschland seine riesigen Erdgas-Ressourcen nicht fördern darf.

Das kalte Wetter hat Deutschlands Erdgas-Vorräte kräftig schrumpfen lassen, obwohl hiesige Energieunternehmen in den vergangenen Jahren in aller Welt massenhaft Flüssiggas (LNG) eingekauft haben.

Dabei verfügt Deutschland eigentlich über eigene Erdgas-Ressourcen in großer Menge. Die müssen aber im Boden bleiben, aus politischen Gründen.

Lassen Sie mich Ihnen erzählen, wie es dazu kam. Aus nächster Nähe habe ich die Umstände miterlebt.

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Focus Online:

Dilemma um Treibhausgas SF6
Was als Segen begann, ist in Deutschland jetzt ein großer Umweltskandal

SF6 steckt in vielen unserer Stromnetze. Es isoliert Hochspannung und löscht gefährliche Lichtbögen. Doch das Gas hat einen Haken: Es ist das stärkste Treibhausgas der Welt. Erst kürzlich wurde ein SF6-Skandal in Baden-Württemberg aufgedeckt.

Ende 2025 schlugen Messungen der Goethe-Universität Frankfurt Alarm. Über Jahre hinweg hatten Forscher am Taunus-Observatorium ungewöhnlich hohe Werte des Treibhausgases SF6 registriert – und den Hotspot in der Region Heilbronn lokalisiert. Rund 30 Tonnen pro Jahr entweichen dort, schätzen die Wissenschaftler. Das entspricht etwa einem Drittel aller deutschen SF6-Emissionen und ist etwa so klimaschädlich wie der Inlandsflugverkehr in Deutschland.

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Gastbeitrag von Ulrich Gräber im Blog von Axel Bojanowski:

„Deutschlands Problem sind nicht die Grünen, sondern Energiekonzerne“

Mit welchen Mauscheleien Deutschland seinen besten Trumpf für Klimaschutz und Energieversorgung aus der Hand gab, erzählt der ehemalige Technikvorstand der EnBW Kraftwerke AG im Gastbeitrag

1) Aufstieg der Atomkraft – der SPD-Boom

Im Jahr 1955 wurde Franz Josef Strauß (CSU) der erste „Atomminister“ Deutschlands. Er legte den Grundstein für die friedliche Nutzung der Kernenergie in Deutschland und entwickelte hierzu einen Dreistufenplan, der als Atomprogramm von seinen CDU/CSU-Nachfolgern umgesetzt wurde.

Die Forderung damaliger von der CDU geführter Regierungen war, dass 1970 die ersten Kernkraftwerke Strom produzieren sollten. Die meisten deutschen Kernkraftwerke, 18 an der Zahl, wurden dann unter von der SPD geführten Regierungen von 1969 bis 1982 gebaut.

Als junger Projektingenieur der Kraftwerk Union (KWU), einem Gemeinschaftsunternehmen der Firmen Siemens und AEG, habe ich diese Boomzeit der Kernenergie miterlebt. Die Politik mit dem damaligen Forschungsminister Hans Matthöfer (SPD) war mit einer klaren Pro-Kernenergie-Politik auf unserer Seite.

Als die ersten Anti-Atom-Proteste in Kalkar und Wyhl Mitte der 70er Jahre aufkamen, unterstützten wir Minister Matthöfer mit der Teilnahme an zehn bundesweit durchgeführten Bürgerdialogen zum Thema.

Das war dann aber auch das Ende einer klaren Pro-Kernenergie-Politik der etablierten Volksparteien CDU und SPD.

2) Schlag in die Magengrube – „nuklearer Sündenfall“

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Berliner Zeitung vom 11.1.2026:

Nach Stromterror
Nach Bericht der Berliner Zeitung: Jetzt bewachen Hundertschaften der Polizei Stromanlagen

Die BLZ hatte im Nachgang des Strom-Anschlags über weitere ungeschützte Umspannwerke berichtet. Nun hat der Senat offensichtlich auf die Recherche reagiert und lässt die Orte schützen.

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