Die 100-Millionen-Tonnen-Illusion: Was Deutschlands Windkraft wirklich an CO₂ einspart – und was sie wirklich kostet
900 Kubikmeter Beton. Pro Fundament. Allein im Lennetal bei Plettenberg wachsen sie gerade aus dem Waldboden, die nächsten Kolosse der deutschen Energiewende. Die lokale Presse berichtet es pflichtbewusst, die Kommentarspalten kochen. Und wie immer lautet die Standardantwort der Befürworter: Ja, aber die CO₂-Bilanz! Eine Windkraftanlage spart über ihre Lebenszeit ein Vielfaches dessen ein, was für ihre Herstellung anfällt.
Doch 2025 hat diese Standardantwort ein Problem bekommen. Denn 2025 war das Jahr, in dem die deutsche Windkraft trotz 4,5 Gigawatt neuem Zubau weniger Strom produzierte als im Vorjahr, in dem die Gasstromerzeugung einen neuen Rekordwert erreichte, in dem die CO₂-Emissionen der Stromerzeugung stagnierten – und in dem die Börsenstrompreise um fast 14 Prozent stiegen. Die Formel „mehr Windräder = weniger CO₂ = billiger Strom“ hat sich 2025 in allen drei Gliedern als falsch erwiesen.
Grund genug, die offizielle CO₂-Bilanz der Windkraft einmal ehrlich durchzurechnen.
Die Prospekt-Zahl
Für 2024 meldete das Umweltbundesamt 106 Millionen Tonnen CO₂, die durch Windenergie vermieden worden seien. Die 2025er Zahl liegt noch nicht offiziell vor, lässt sich aber hochrechnen: Bei 131,3 TWh Windstrom (Statistisches Bundesamt) und der UBA-Methodik ergibt sich ein Wert von rund 100 Millionen Tonnen. So wird es demnächst in den Hochglanzbroschüren stehen. Nur leider: Die Zahl ist grob irreführend. Und das lässt sich nachrechnen.
Was die Methodik verschweigt
Die 100 Millionen Tonnen entstehen durch eine simple Multiplikation: 131,3 TWh Windstrom mal einen angenommenen Verdrängungsfaktor von rund 760 g CO₂/kWh. Die Methodik tut so, als würde jede Kilowattstunde Windstrom den Durchschnitt des fossilen Kraftwerksparks verdrängen. Das ist physikalisch falsch und ökonomisch naiv.
In einem Stromsystem mit Merit Order verdrängt Wind nicht den Durchschnitt, sondern das jeweilige Grenzkraftwerk – und das ist in den meisten Stunden ein Gaskraftwerk mit 433 g/kWh, nicht ein Braunkohlekraftwerk mit 1.054 g/kWh. In windstarken Stunden verdrängt Wind zwar auch Kohle, aber selbst dann laufen viele Kohlekraftwerke in technischer Mindestlast weiter, weil sie sich nicht beliebig schnell herunter- und wieder hochfahren lassen. Ein realistischer Verdrängungsfaktor liegt eher bei 500–600 g CO₂/kWh.
Rechnen wir mit einem mittleren Wert von 550 g: 131 TWh × 550 g/kWh = 72 Mio. t CO₂. Schon hier sind wir 28 Millionen Tonnen unter der offiziellen Behauptung. Aber das ist erst der Anfang.
Mehr Windräder, weniger Windstrom
2025 hat ein besonders unangenehmes Faktum geliefert: Die erzeugte Strommenge aus Windkraft sank gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf 131,3 TWh – obwohl 4,5 GW neue Onshore-Kapazität zugebaut wurden. Der Windausbau liegt mit 68,1 GW installierter Leistung ohnehin weit hinter dem für 2025 geplanten Ziel von 76,5 GW. Mehr Anlagen, weniger Strom – weil der Wind 2025 schlicht weniger wehte als 2024. Die Natur lässt sich nicht planwirtschaftlich verordnen.
Und es betrifft nicht nur die Windkraft: Die gesamte erneuerbare Nettostromerzeugung lag 2025 bei rund 278 TWh – deutlich unter dem für 2025 gesetzten Zielwert von 346 TWh. Ein Defizit von 68 TWh, fast 20 Prozent. Darüber spricht in den Sonntagsreden niemand.
Erdgas: Der stille Rekord
Was sprang ein, als der Wind nicht wehte? Die Antwort steht beim Statistischen Bundesamt in nüchterner Klarheit: Die Stromeinspeisung aus Erdgas stieg 2025 um 10,2 Prozent auf 70,6 TWh – die höchste Menge und der höchste Anteil (16,1 Prozent) seit Beginn der Erhebung 2018. In dem Jahr also, in dem Deutschland angeblich die Energiewende vorantreibt, wurde mehr Gas verstromt als je zuvor.
Nicht alles davon ist Windbackup. Aber ein erheblicher Teil wird genau deshalb vorgehalten und eingesetzt, weil Wind nicht grundlastfähig ist. Konservativ geschätzt gehen 20–30 Prozent der Gaserzeugung auf das Konto der Windvolatilität: rund 14–21 TWh × 433 g/kWh = weitere 6–9 Mio. t CO₂, die es ohne die Windabhängigkeit so nicht bräuchte.
Redispatch: Wenn Windstrom nicht dort ankommt, wo er gebraucht wird
Die vorläufige Schätzung des Übertragungsnetzbetreibers Amprion für das Gesamtjahr 2025: Kosten für das Netzengpassmanagement rund 2,7 Milliarden Euro. Das Maßnahmenvolumen sank zwar leicht von 15,3 auf 14 TWh – aber die abrufunabhängigen Vorhaltekosten für Reservekraftwerke stiegen an. Unter dem Strich: auf Vorjahresniveau. Amprion-Chef Müller forderte daraufhin, dass weitere Steinkohlekraftwerke erst vom Netz gehen dürfen, wenn neue steuerbare Kapazitäten verfügbar sind. Die Realität holt die Energiewende-Planer ein.
Was dabei gerne übersehen wird: Zum Ausgleich der Abregelungen wurden Steinkohle- und Gaskraftwerke hochgefahren. Aus den Quartalsdaten 2025 lässt sich ein fossiler Ersatzstrom von 7–8 TWh pro Jahr ableiten. Bei einem Emissionsfaktor von ca. 700 g/kWh für den Backup-Mix: weitere 5–6 Mio. t CO₂.
Bayern hat sich jahrelang gegen den Ausbau oberirdischer Stromleitungen gewehrt. Gleichzeitig sitzt dort die Industrie. Die Folge: Im Norden wird Windstrom abgeregelt, im Süden werden fossile Kraftwerke angeworfen. Die Ironie könnte größer kaum sein.
Die Lifecycle-Emissionen: 900 Kubikmeter Beton sind nicht emissionsfrei
Das Umweltbundesamt beziffert die Lifecycle-Emissionen von Onshore-Wind auf durchschnittlich 10,6 g CO₂/kWh. Darin enthalten: Beton, Stahl, Transport, Aufbau, Wartung, Rückbau. Doch wie belastbar ist diese Zahl?
Rechnet man die einzelnen Posten für eine moderne 6-MW-Anlage selbst durch – 2.160 Tonnen Beton im Fundament (~225 t CO₂), 500 Tonnen Stahl in Fundament und Turm (~950 t CO₂), Gondel, Generator, Rotorblätter, Kupfer, Transport, Installation, Wartung über 20 Jahre und Rückbau – kommt man auf rund 1.850 bis 2.100 Tonnen CO₂ pro Anlage. Das UBA zieht davon großzügig einen Recycling-Kredit von 20–30 Prozent ab, weil Stahl und Beton theoretisch wiederverwertet werden können. Ob das in der Praxis in 20 Jahren tatsächlich so geschieht und wie energieintensiv dieses Recycling selbst ist, steht auf einem anderen Blatt.
Entscheidender noch: Die Volllaststunden. Das UBA rechnet mit Referenzstandorten und typischerweise 2.000 bis 2.500 Volllaststunden. Für viele reale Standorte im süddeutschen Binnenland, in Mittelgebirgen oder Waldgebieten sind eher 1.500 bis 1.800 Stunden realistisch. An einem Schwachwindstandort mit 1.500 Volllaststunden und ohne geschönten Recycling-Kredit landet man bei 12 bis 20 g CO₂/kWh – also dem Doppelten der UBA-Zahl.
Nehmen wir einen ehrlichen Mittelwert von 15 g CO₂/kWh für die deutsche Windflotte: 131 TWh × 15 g ergibt ca. 2 Mio. t CO₂. Das ist kein Riesenbrocken im Gesamtbild, aber es illustriert das durchgängige Muster: An jeder einzelnen Stellschraube wird leicht nach unten korrigiert – und in der Summe ergibt das eine systematische Beschönigung durch eine Behörde, die politisch dem Umweltministerium zugeordnet ist und deren institutioneller Daseinszweck die Begründung von Umweltpolitik ist.
Der Import-Trick: Saubere Bilanz auf Pump
Auch 2025 importierte Deutschland im Saldo 19,4 TWh mehr Strom als es exportierte – im dritten Jahr in Folge ein massiver Importüberschuss. Hauptlieferanten: Frankreich (Atomstrom), Dänemark und Norwegen (Wind und Wasserkraft). Bereits für 2024 räumte das UBA ein, dass „die starke Absenkung des spezifischen Emissionsfaktors im deutschen Strommix nur bedingt ein Indikator für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen“ sei.
Auf Deutsch: Deutschland leiht sich die saubere CO₂-Bilanz seiner Nachbarn und feiert sie als eigenen Fortschritt. Die Emissionen des importierten Stroms tauchen in der deutschen Bilanz nicht auf. Das ist buchhalterisch korrekt und klimapolitisch eine Mogelpackung. Und es hat eine bittere Pointe: Ausgerechnet der französische Atomstrom, den Deutschland politisch verdammt, rettet die deutsche CO₂-Statistik.
Carbon Leakage: Die ausgelagerte Verschmutzung
Und dann ist da noch der Elefant im Raum: die Industrieabwanderung. Deutschlands produktionsbasierte Emissionen lagen 2020 bei 639 Mio. t CO₂, die konsumbasierten jedoch bei 769 Mio. t. Die Differenz von 130 Mio. t wird im Ausland emittiert – für Produkte, die in Deutschland konsumiert werden.
Die Bertelsmann-Stiftung schätzt die Carbon-Leakage-Rate der EU-Klimapolitik auf rund 15 Prozent. Empirische Studien nennen Bandbreiten von 5 bis 30 Prozent. Wenn auch nur 5–10 Prozent der sinkenden deutschen Industrieemissionen auf Abwanderung zurückzuführen sind – getrieben durch Strompreise, die 2025 mit durchschnittlich 89,32 €/MWh erneut gestiegen sind –, dann reden wir von 8–17 Mio. t CO₂, die global nicht eingespart, sondern verschoben wurden. In Länder, die oft mit deutlich höherer CO₂-Intensität produzieren.
Die ehrliche Bilanz
Fassen wir zusammen. Von den hochgerechneten 100 Mio. t CO₂-Einsparung durch Wind im Jahr 2025 bleiben nach systemischer Betrachtung:
| Korrektur | Mio. t CO₂ |
| Realistischer Verdrängungsfaktor (Grenzkraftwerk statt Durchschnitt) | −28 |
| Redispatch-Emissionen (fossiles Backup durch Netzengpässe) | −5,5 |
| Gas-Backup Windvolatilität (Rekord-Gaserzeugung 2025) | −7,5 |
| Lifecycle-Emissionen (realistisch, nicht UBA-optimistisch) | −2,0 |
| Carbon Leakage (konservativ) | −12 |
| Realistisch netto | ~45 Mio. t |
Das ist weniger als die Hälfte der offiziell behaupteten Einsparung. Und selbst diese 45 Mio. t kosten das System enorm viel Geld.
Die Kosten pro Tonne: Wo das eigentliche Versagen liegt
Die Systemkosten der Windkraft in Deutschland lassen sich grob beziffern: 2,7 Mrd. Euro Netzengpassmanagement (2025), dazu EEG-Förderkosten, Netzausbau (allein SuedLink: 10–15 Mrd. Euro, nur eine einzige Trasse), Kosten für Backup-Gaskraftwerke (ca. 40 neue werden gebraucht, Kostenschätzung Handelsblatt: 60 Mrd. Euro), Kosten für Speicher. Zusammengenommen bewegen wir uns bei geschätzt 15–25 Mrd. Euro pro Jahr.
Geteilt durch die realistisch vermiedenen 45 Mio. t CO₂ ergibt das: 330–555 Euro pro vermiedene Tonne CO₂.
Zum Vergleich: Ein EU-Emissionszertifikat kostet derzeit 65–70 Euro. Die CO₂-Vermeidung durch das deutsche Windsystem kostet also das 5- bis 8-Fache des Preises, den der Markt für effiziente Vermeidung anzeigt.
Warum das keine Fußnote ist
Wer jetzt mit den Schultern zuckt – „ist halt etwas teurer, aber immerhin wird CO₂ eingespart“ – dem sei Folgendes vorgerechnet:
Für dasselbe Geld, das Deutschland jährlich in sein Windkraft-System steckt, könnte man bei einem ETS-Preis von 70 Euro rechnerisch ca. 285 Mio. t CO₂ vom Markt nehmen – verbindlich, durch Stilllegung von Zertifikaten, europaweit wirksam. Statt 45 Mio. t. Das ist Faktor 6.
Der EU-Emissionshandel ist dabei keine theoretische Spielerei. Das EU-ETS hat nachweislich die Vorgabe erfüllt, die Emissionen im erfassten Sektor bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken – und das kostengünstig, weil der Marktmechanismus automatisch die jeweils billigste Vermeidungsoption findet. Ein Stahlwerk investiert in Prozessoptimierung für 40 Euro pro Tonne, ein Zementwerk stellt auf alternative Bindemittel um für 60 Euro, ein Kraftwerk wechselt von Kohle auf Gas für 50 Euro. Bei der Windkraft im deutschen System entscheidet dagegen die Politik pauschal: Hier wird gebaut, egal ob es der effizienteste Weg ist oder nicht.
Oder man investiert in internationalen Klimaschutz, wo die Vermeidung oft nur 5–20 Euro pro Tonne kostet: effizientere Kochöfen in Afrika, Methan-Abscheidung bei Mülldeponien, Umstellung von Kohlekraftwerken in Schwellenländern auf Gas. Für 20 Mrd. Euro bei 15 Euro pro Tonne: über eine Milliarde Tonnen CO₂. Das Klima unterscheidet nicht, ob die Tonne in Plettenberg oder in Pune vermieden wurde.
Oder man hätte – hier muss es gesagt werden – die deutschen Kernkraftwerke nicht abgeschaltet. Frankreich produziert Strom bei 5–12 g CO₂/kWh, grundlastfähig, ohne Speicherbedarf, ohne Redispatch, ohne die astronomischen Systemkosten. Die französischen Industriestrompreise liegen weit unter den deutschen. Deutschland hat sich als einziges großes Industrieland gleichzeitig aus Atom und Kohle verabschiedet – und braucht deshalb das gesamte teure Backup-System, das die Windkraft so ineffizient macht. Dass ausgerechnet der französische Atomstrom die deutsche CO₂-Statistik rettet, ist dabei nur die offensichtlichste Ironie. Die klimapolitische Antwort auf die Frage, warum man die Kernkraftwerke abgeschaltet hat statt die Kohlemeiler, steht bis heute aus.
Oder, weniger spektakulär aber hocheffizient: Gebäudesanierung. Jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, muss nicht erzeugt, transportiert und gespeichert werden. Vermeidungskosten: 30–80 Euro pro Tonne, also ein Bruchteil der systemischen Windkraftkosten. Das Potenzial im deutschen Altbaubestand ist gewaltig. Aber Wärmedämmung macht eben keine guten Pressefotos.
Der sich selbst fressende Kreislauf
Die deutsche Energiewende, wie sie derzeit betrieben wird, erzeugt eine sich selbst verstärkende Kostenspirale. 2025 hat diese Spirale eine neue Drehung vollzogen: Mehr installierte Windleistung bei weniger Windstrom. Rekord-Gasstromerzeugung. Steigende Börsenstrompreise (89,32 €/MWh, +13,8%). Negative Strompreise in 573 von 8.760 Stunden – mehr als im Vorjahr, also mehr verschenkter Strom. Und CO₂-Emissionen der Stromerzeugung, die mit 160 Mio. t auf dem Vorjahresniveau stagnieren. Trotz allem.
Mehr Windkraft erzeugt mehr Systemkosten (Redispatch, Backup, Netzausbau). Mehr Systemkosten treiben die Strompreise. Höhere Strompreise treiben die Industrie ins Ausland. Weniger Industrie bedeutet weniger Steuerbasis für die Subventionierung des Systems. Die Kosten pro vermiedene Tonne steigen weiter.
Die Bundeswirtschaftsministerin brachte es im September 2025 selbst auf den Punkt: „Die installierte Leistung aus Solar und Wind reicht heute phasenweise weit über den realen Bedarf hinaus, während zu Zeiten mit wenig Wind und wenig Sonne die Versorgungslücke nur durch fossile Erzeuger oder Importe geschlossen werden kann. Das Resultat sind hohe Investitionen in das gesamte Stromsystem. Hinzu kommen enorme Kosten für Netzengpässe.“
Man muss diese Sätze zweimal lesen. Es ist die Bundesregierung selbst, die hier das Scheitern des eigenen Modells beschreibt – ohne daraus die naheliegende Konsequenz zu ziehen.
Was bleibt
Windkraft ist nicht nutzlos. Sie spart CO₂. Aber sie spart dramatisch weniger ein, als die offiziellen Zahlen suggerieren – und zu dramatisch höheren Kosten pro Tonne als alternative Wege. Wer ehrlichen Klimaschutz will statt Symbolpolitik, der muss über Kosteneffizienz reden. Über den Emissionshandel, über internationale Vermeidung, über die Kernenergie-Frage, über Gebäudesanierung.
Die 100-Millionen-Tonnen-Zahl ist das Hochglanzprospekt einer Branche, die in Deutschland politisch gewollt ist und deren Kosten auf 83 Millionen Stromkunden umgelegt werden. Die ehrliche Bilanz ist weniger als die Hälfte. Und die Kosten pro vermiedene Tonne sind ein Vielfaches dessen, was bei klügerer Politik möglich wäre.
900 Kubikmeter Beton pro Fundament. Für eine einzelne Anlage. Multipliziert mit über 30.000. Und die Frage, die niemand stellt: Hätte man mit demselben Geld nicht viel mehr für das Klima erreichen können?
Die Antwort kennt eigentlich jeder. Man traut sich nur nicht, sie laut zu sagen.
Quellen
Stromerzeugung und Emissionen Deutschland 2025:
- Statistisches Bundesamt (Destatis): „Stromerzeugung aus Photovoltaik und Erdgas erreicht im Jahr 2025 neue Höchstwerte“, Pressemitteilung Nr. 073, März 2026
- Bundesnetzagentur: „Daten zum Strommarkt 2025″, SMARD-Plattform, Januar 2026
- Fraunhofer ISE: „Öffentliche Stromerzeugung 2025: Wind und Solar erstmals an der Spitze“, energy-charts.info, Januar 2026
Stromerzeugung und Emissionen Deutschland 2024 (Vergleichsjahr):
- Umweltbundesamt: „CO₂-Emissionen pro Kilowattstunde Strom 2024 gesunken“, März 2025
- Agora Energiewende: „Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2024″, Januar 2025
Windenergie – Erzeugung und CO₂-Vermeidung:
- Strom-Report / Bundesverband WindEnergie: „Windenergie Deutschland – Zahlen, Fakten, Charts“, 2024/2025
- Umweltbundesamt: Vermiedene Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Energien, 2024
Lifecycle-Analyse Windkraftanlagen:
- Umweltbundesamt: „Ökobilanz der Windenergie an Land“, Themenpapier Energiewende vor Ort
- Bundesverband WindEnergie: „Ökobilanzen von Onshore-Windenergieanlagen“, September 2017
- Faktencheck Windenergie Sachsen-Anhalt, Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, November 2025
- Initiative Lebenswertes Böblingen: „Ökobilanz“, August 2024
Netzengpassmanagement und Redispatch:
- Amprion / energate: Vorläufige Redispatch-Kostenschätzung Gesamtjahr 2025, Januar 2026
- Bundesnetzagentur / SMARD: „Netzengpassmanagement in Q3/2025 – Volumen und Kosten gestiegen“, 2025
- Bundesnetzagentur / SMARD: „Netzengpassmanagement im Jahr 2024 – Volumen und Kosten gesunken“, 2025
- BWE: „Redispatch und Abregelung – Welche Rolle spielen die Erneuerbaren?“, Juni 2018
Carbon Leakage:
- DGAP: „Carbon Leakage Due to Energy Price Shock and Implications for Climate Policy“
- Bertelsmann Stiftung: „CO₂-Bepreisung – Klimaclub, Grenzausgleich, Alternativen“, Juni 2021
- Ariadne-Projekt: „Kurzdossier Industriewende – Wettbewerbseffekte und Carbon Leakage“, August 2023
- Science Media Center Germany: „Carbon Leakage: Wie lässt sich die Abwanderung von Emissionen verhindern?“
CO₂-Vermeidungskosten im Vergleich:
- Prof. Dr. Joachim Weimann (Universität Magdeburg): „CO₂-Preise und Kosten der CO₂-Vermeidung bei Anwendung ordnungsrechtlicher Maßnahmen im Vergleich zur Erweiterung des EU-ETS“
- INSM / Prof. Dr. Manuel Frondel (RWI): „Die hohen unbekannten CO₂-Vermeidungskosten ordnungsrechtlicher Klimaschutzmaßnahmen“, 2024
- Heinrich-Böll-Stiftung: „Zehn Dinge, die du jetzt über CO₂-Bepreisung wissen musst“
Industriestrompreise und Energiewende-Systemkosten:
- Initiative Lebenswertes Böblingen: „Wirtschaftlichkeit“, November 2023
- INSM / BMWK: „Monitoring der Energiewende“, 2025
- Bundesrechnungshof: Sonderbericht zur Umsetzung der Energiewende