Ganteför: Die Klimaforschung hat die Wellen vergessen

Leserpost von Peter Schewe zum Blogpost „Der Jetstream und der Klimawandel: endgültiger (?) Abgesang

Den gleichen Beitrag mit Prof. Levermann hörte ich auf BR2. Ganz gleich obe es zu warm, zu kalt oder ganz normal ist: Immer ist der  menschengemachte Klimawandel die Ursache. Das ist Wissenschaft, oder wie Prof. Sterner, der ‚Wasserstoffpapst‘ mal wieder auf einer Veranstaltung verriet: Ganz einfache Physik, wohl wissend, dass seine Zuhörer nicht mehr viel Ahnung von Physik haben.

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Die Schweiz stimmt im März über eine Initiative ab, die jedes Jahr bis zu acht Milliarden Franken an zusätzlichen Investitionen in den Klimaschutz fordert. Die Initianten behaupten, der Schweiz drohe bis 2050 ansonsten jährliche Klimaschäden bis zu 34 Milliarden Franken (!), wenn die Erderwärmung nicht gestoppt werde. Alex Reichmuth ist dieser Wahnsinns-Zahl für den Nebelspalter auf den Grund gegangen: Sie fusst auf einer einzigen Studie, die mit dem äusserst unwahrscheinlichen Klimaszenario RCP 8.5 operiert (https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/01/behauptete-klimaschaeden-in-der-schweiz-so-laeuft-politische-desinformation).

Klimafonds-Initiative
Behauptete Klimaschäden in der Schweiz: So läuft politische Desinformation

Die Fakten: Die Befürworter der Klimafonds-Initiative behaupten, in der Schweiz würden 2050 bei ungebremster Erderwärmung jährliche Schäden von bis zu 34 Milliarden Franken drohen. Die Zahl beruht auf einer einzigen Studie und wird dort im Zusammenhang mit einem extremen Klimaszenario angeführt, das aller Voraussicht nach nie eintreffen wird. 

Warum das wichtig ist: Das Argument mit den 34 Milliarden Franken Schäden stammt zwar aus einem Dokument des Bundesrats. Bei genauerer Betrachtung löst es sich aber in Luft auf.

Das Zitat: «Erst das RCP-8.5-Szenario liefert verlässlich apokalyptische Szenarien. Klimaforscher mahnen seit Langem, das RCP 8.5 nicht mehr zu nutzen.» («Die Welt» zum Klimaszenario RCP 8.5, das die Grundlage für die behaupteten jährlichen 34 Milliarden Franken an Klimaschäden in der Schweiz bildet, 2023, siehe hier)

Der ganze Beitrag kann hier nachgelesen werden: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/01/behauptete-klimaschaeden-in-der-schweiz-so-laeuft-politische-desinformation

Den wöchentlichen Newsletter „Klima und Energie“ von Alex Reichmuth kann man hier gratis abonnieren: https://www.nebelspalter.ch/newsletter/klima-energie

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Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal von 2021 mit unzähligen Todesopfern gaben führende Politiker wie Merkel und Steinmeier sofort dem Klimawandel die Schuld. Was anhand von historischen Aufzeichnungen schon vermutet wurde, bestätigen nun aber wissenschaftliche Untersuchungen an Sediment-Ablagerungen: Das Ereignis im Ahrtal war keinesfalls einzigartig, sondern hat sich in ähnlicher Form in den vergangenen Jahrhunderten schon mehrmals abgespielt. Alex Reichmuth hat darüber im Nebelspalter berichtet (https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/01/sedimente-zeigen-hochwasserereignis-im-ahrtal-war-keine-ausnahme).

Diskussionen um den Klimawandel
Sedimente zeigen: Hochwasserereignis im Ahrtal war keine Ausnahme

Die Fakten: Im Juli 2021 forderte eine Flutkatastrophe in Deutschland rund 190 Todesopfer. Besonders stark war das Ahrtal im Bundesland Rheinland-Pfalz betroffen, wo alleine 134 Menschen ums Leben kamen. Eine wissenschaftliche Auswertung von Sedimentablagerungen zeigt nun, dass es solche Flutereignisse im Ahrtal schon früher gegeben hat.

Warum das wichtig ist: Nach der Katastrophe im Ahrtal gaben führende Politiker reflexartig dem Klimawandel die Schuld an den Verheerungen. Forscher belegen nun, dass diese Zuordnung falsch war.

Das Zitat: «Wiederkehrende hochenergetische Flutereignisse sind im Ahrtal nicht die Ausnahme, sondern die Regel – und das in Zeiträumen von Jahrhunderten bis Jahrtausenden.» (Pressemitteilung der Universität Leipzig im Januar 2026, siehe hier)

Hier geht es zum ganzen Artikel: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/01/sedimente-zeigen-hochwasserereignis-im-ahrtal-war-keine-ausnahme

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Roger Pielke Jr auf The Honest Broker:

Congratulations World!
Globally, 2025 had one of the lowest annual death rates from extreme weather in history

Here at THB we are ending 2025 with some incredibly good news that you might not hear about anywhere else — Globally, 2025 has had one of the lowest annual death rates from disasters associated with extreme weather events in recorded history.1

According to data from the Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) at the Université Catholique de Louvain, Belgium (via Our World in Data), through October 2025, the world saw about 4,500 deaths related to extreme weather events.2 Tragically, the final two months of 2025 saw large loss of life related to flooding in South and Southeast Asia, associated with Cyclones Senyar and Ditwah.

While the final death tolls are not yet available, reports suggest perhaps 1,600 people tragically lost their lives in these and several other events in the final two months of the year.

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Ganteför auf Youtube:

Die Klimaforschung hat die Wellen vergessen

Es geht um dieses Paper von Dong et al. 2025 in Nature Communications:

Asymmetric bubble-mediated gas transfer enhances global ocean CO2 uptake

Sea-air carbon dioxide (CO2) flux is typically estimated from the product of the gas transfer velocity (K) and the CO2 fugacity difference between the ocean surface and atmosphere. Total gas exchange comprises interfacial transfer across the unbroken surface and bubble-mediated transfer from wave breaking. While interfacial transfer is symmetric for invasion and evasion, bubble-mediated transfer theoretically favours invasion due to hydrostatic pressure, though field evidence has been lacking. Here we provide direct field evidence of this asymmetry and develop an asymmetric flux equation. Applying the asymmetric equation reduces bias in K, and increases global oceanic CO2 uptake by 0.3-0.4 Pg C yr-1 (~15% on average from 1991 to 2020) relative to conventional estimates. Further evasion data are needed to better quantify the asymmetry factor. Our study suggests that the ocean may have absorbed more CO2 than previously thought, and the asymmetric equation should be used for future CO2 flux assessments.

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