Thema heute: Der Wasserstoff, der Champagner der Energiewende.
Stillstand bei der Regionalbahn:
Zugausfälle, weil Treibstoff fehlt![…] Beim fehlenden Treibstoff handelt es sich nicht um Diesel – seit Ende 2024 verkehren auf der Heidekrautbahn Züge, die mit Wasserstoff betrieben werden. Für neue Züge, Tankstelle und Aufbau eines Wasserstoffwerkes flossen stolze 25 Millionen Euro Förderung vom Bund. Doch bereits wenige Tage nach der Umstellung mussten zum Jahreswechsel 2024/25 mehrere Züge der RB 27 tagelang stillgelegt werden, weil nicht genügend Wasserstoff geliefert wurde. Offenbar wiederholt sich dieses Problem.
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Dänische Wasserstoff-Pipeline nach Deutschland
Eine Wasserstoff-Pipeline vom dänischen Hafen Esbjerg nach Deutschland. Auf diesen Abschnitt des -Netzes wird man sich in Dänemark nach der jüngsten Einigung konzentrieren. Mit einem staatlichen Darlehen und Betriebskostenzuschüssen in Milliardenhöhe ist das Ziel, dass ab 2030 grüner Wasserstoff durch die Pipeline fließt. Der Zeitplan ist jedoch straff.
Die dänische Produktion von Wasserstoff und grünen Kraftstoffen kann sowohl das lokale Wachstum als auch die europäische Versorgungssicherheit fördern. Die Regierung und eine breite Koalition von Parteien sind sich nun einig, diese Entwicklung weiter zu unterstützen. Gleichzeitig wurde ein wichtiger Schritt getan, um das Potenzial der dänischen Offshore-Windressourcen voll ausschöpfen zu können.
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Klimaretter mit Haken14.01.2026, 14:30 Uhr
Klimaretter mit Haken: Wann Wasserstoff-Lkw mehr schaden als nützen
Wasserstoff-Lkw gelten als klimafreundlich. Eine Studie zeigt jedoch: Herstellung und Transport entscheiden über Nutzen oder Schaden fürs Klima.
Der Schwerlastverkehr steht unter Druck. Weltweit verbrauchen Lastkraftwagen rund ein Fünftel des gesamten Öls. In der EU sind schwere Diesel-Lkw die größte Quelle für CO₂-Emissionen im Verkehrssektor. Gleichzeitig wächst der Güterverkehr weiter. Ohne einen grundlegenden Technologiewechsel lassen sich die Klimaziele kaum erreichen. Wasserstoff gilt dabei als Hoffnungsträger. Doch eine neue Studie zeigt: Wasserstoff-Lkw sind kein Selbstläufer. Unter falschen Bedingungen können sie dem Klima sogar schaden.
Eine aktuelle Analyse der Chalmers University of Technology hat genau hingeschaut. Veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift iScience. Die Forschenden untersuchten den gesamten Lebenszyklus von Wasserstoff im Schwerlastverkehr – von der Herstellung über den Transport bis zur Nutzung im Lkw. Das Ergebnis ist klar: Wasserstoff kann Emissionen stark senken. Aber nur, wenn Produktion und Logistik stimmen.
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Drei Projekte zur Wasserstoff-Erzeugung im Saarland gescheitert
ie deutsche Regierung will Wasserstoff zügig verfügbar machen. Im Saarland endet dieses Vorhaben vorerst in einem herben Rückschlag, denn die drei geplanten Projekte zur Wasserstoff-Erzeugung in Völklingen, Saarlouis und Perl werden nicht umgesetzt. Ausschlaggebend sind hohe Strompreise, fehlende Großabnehmer und Regeln, die Investitionen in Elektrolyseure in Deutschland für entsprechende Investoren erschweren. Für die Stahlindustrie verschärft das die Lage, weil der Umbau für grünen Stahl durch Direktreduktion mit Wasserstoff planbare Mengen erfordert (saarbruecker-zeitung: 15.01.26).