DW-Journalist: „Könnte Bergsteigerin Laura Dahlmeier noch leben, wenn es den Klimawandel nicht gäbe?“

Die wilde Welt des Klimaalarms. Alles wird ausgeschlachtet und für eigene aktivistische Zwecke instrumentalisiert. Aktueller Fall: Ein Beitrag von Stefan Nestler bei der Deutsche Welle vom 4.8.2025:

Wie der Klimawandel das Bergsteigen verändert

Auch an den höchsten Bergen sind die Folgen der Erderwärmung nicht mehr zu übersehen. Der tödliche Bergunfall der deutschen Sportlerin Laura Dahlmeier in Pakistan zeigt: Die objektiven Gefahren im Bergsteigen nehmen zu.

[…]

„Ich glaube, in Zukunft müssen die Expeditionen früher nach Pakistan – wegen des Klimawandels, der dort sehr deutlich zu spüren ist“, sagt der erfahrene deutsche Bergsteiger David Göttler. „Ich glaube, das ist unausweichlich.“

[…]

Die Extremwetter-Ereignisse infolge des Klimawandels nehmen an den höchsten Bergen ebenfalls zu. Im Karakorum wurden vor anderthalb Wochen nach heftigen Regenfällen mehrere Betonbrücken über Flüsse regelrecht weggeschwemmt. Expeditionen mussten deswegen bei der An- und Abreise Umwege in Kauf nehmen. Mindestens 18 Menschen starben.

Der schlimme Unfall von Laura Dahlmeier wird hier gnadenlos als Klimaalarm ausgeschlachtet. Offenbar hatte der Artikel sogar noch einen ruppigeren Einstieg, Ganz unten schreibt die DW:

Der Einstieg des Artikels wurde am 4.8.2025 geändert, weil er von Leserinnen und Lesern als pietätlos empfunden wurde. Der Autor entschuldigt sich dafür, Gefühle verletzt zu haben. Das lag nicht in seiner Absicht. 

Was da wohl gestanden hat? Die Wayback Machine weiß es.

Die Bedingungen für Bergsteigerinnen und Bergsteiger im Karakorum in Pakistan werden immer schwieriger und gefährlicher. Könnte Bergsteigerin Laura Dahlmeier noch leben, wenn es den Klimawandel nicht gäbe? Natürlich ist eine Antwort darauf spekulativ. Doch es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die immer höheren Temperaturen auch dem Berg in Pakistan stark zugesetzt haben, an dem der frühere deutsche Biathlon-Star tödlich verunglückte. Steinschlag, wie er Dahlmeier zum Verhängnis wurde, kommt an den Bergen der Region immer häufiger vor.

Das ist in der Tat pietätlos. „Könnte Bergsteigerin Laura Dahlmeier noch leben, wenn es den Klimawandel nicht gäbe?“ Stefan Nestler greift hier richtig fett daneben, um Klimaalarm zu schüren. Wer macht so etwas? Auf abenteuer-berg.de gibt es einen „über mich“ Text. Ein eigentlich unverdächtiger Sportredakteur und Bergsteiger. Auf Instagram flackerte sein Aktivismus in einem Post vom 3.11.2023 bereits einmal kurz auf:

Einen Monat später, am 11.12.2023, brachte er auf abenteuer-berg.de noch einen klimatischen Hilferuf vom Everest-Gletscher:

Internationaler Tag der Berge – der Hilferuf des Everest-Gletschers

Die Schere zwischen dem, was in Zeiten des Klimawandels nötig wäre, und dem, was wirklich umgesetzt wird, geht weit auseinander. „Über 311 Millionen Bergbewohner in Entwicklungsländern leben in Gebieten, in denen das Land kontinuierlich verödet. 178 Millionen von ihnen können sich möglicherweise bald nicht mehr ausreichend ernährend“, lassen die Vereinten Nationen zum heutigen Internationalen Tag der Berge wissen.  „Wir müssen unseren CO2-Fußabdruck verringern und uns um diese Naturschätze kümmern.“

Die Realität sieht anders aus. Bei der UN-Klimakonferenz (COP 28), die am morgigen Dienstag zu Ende geht, zeichnet sich ein Veto der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ab – gegen alle Formulierungen, die auf weniger fossile Brennstoffe abzielten, da „der unangemessene und unverhältnismäßige Druck“ einen Wendepunkt „mit unumkehrbaren Folgen erreichen könnte“, wie es in einem Schreiben von OPEC-Generalsekretär Haitham al-Ghais an alle Mitglieder des Ölkartells hieß. Vielleicht sollte man die Ölscheichs mal in den Himalaya schicken, damit sie sich einen Eindruck von den schon jetzt offenkundigen Folgen des Klimawandels auf die Bergregionen machen können.

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Hunde als Klimakiller, sogar schlimmer als Menschen. Eine schockierende Pressemitteilung der University of Edinburgh, via phys.org:

Dogs‘ dinners can have greater climate impact than those of their owners

Dogs fed on premium, meat-rich pet food can have a bigger dietary carbon pawprint than their owners, according to the largest study into dog food’s climate impact.

In particular, wet, raw, and meat-rich products are associated with substantially higher greenhouse gas emissions than dry dog food.

Overall, the production of ingredients used in UK dog food is estimated to contribute around 1% of the country’s total greenhouse gas emissions.

The work appears in the Journal of Cleaner Production.

The findings highlight the need for greater transparency and better labeling of dog food ingredients to help consumers make informed choices, as pet ownership continues to rise, experts say.

Scientists from the Universities of Edinburgh and Exeter used ingredient and nutrient labeling information to calculate the carbon footprint of almost 1,000 commercially available dog foods, based on emissions generated during the production of ingredients. Their sample included a selection of dry, wet and raw foods, including plant-based and grain-free options.

Producing enough food of the types fed in the UK for all dogs worldwide could generate greenhouse gas emissions equivalent to over half of those from the burning jet fuel of commercial flights each year, experts estimate.

The analysis also reveals striking differences in the environmental impact of commercial dog foods, with the highest impact foods responsible for up to 65 times more emissions than the lowest rating options.

Implications for dog owners and industry

Using large amounts of prime meat—which could otherwise be eaten by humans—pushes up emissions, while the use of nutritious carcass parts that are in low demand helps limit environmental impact.

Dry food, not marketed as grain-free, tended to have a lower environmental impact than wet, raw or grain-free options. Dog owners who want to reduce environmental impacts but not change food type should check the label description of meat cuts used in the food, aiming for a lower content of prime meat, experts say.

An increase in the use of plant-based dog foods is also likely to reduce emissions. However, the research team caution that only a small number of plant-based foods were available to test for this study.

The study’s principal investigator, John Harvey, from the University of Edinburgh’s Royal (Dick) School of Veterinary Studies said, „As a veterinary surgeon working on environmental sustainability, I regularly see owners torn between ideals of dogs as meat‑eating ‚wolves‘ and their wish to reduce environmental harm. Our research shows just how large and variable the climate impact of dog food really is.

„It’s important for owners to know that choosing grain-free, wet or raw foods can result in higher impacts compared to standard dry kibble foods. The pet food industry should make sure meat cuts used are of the types not typically eaten by humans, and that labeling is clear. These steps can help us have healthy, well-fed dogs with a smaller pawprint on the planet.“

Paper: Journal of Cleaner Production (2026). DOI: 10.1016/j.jclepro.2025.147277, Journal information: Journal of Cleaner Production 

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