Brainwashing!?


Offenbar doch keine Einigung bei der COP beim Ausstieg aus Öl. Kohle und Gas.

Nachrichtenleicht:

Die EU-Staaten haben gesagt: Alle Länder sollen festlegen, wann sie diese Kraftwerke ausschalten. Denn aus den Schornsteinen dieser Kraftwerke kommt viel klima-schädliches Gas. Dadurch erwärmt sich die Welt schneller.

Das hat aber nicht geklappt. In der Abschluss-Erklärung von der Klima-Konferenz geht es nicht um Öl, Gas oder Kohle. Es steht nur drin, dass alle Länder freiwillig mehr tun sollen, um weniger klima-schädliches Gas zu produzieren. Die EU-Staaten haben bei der Erklärung trotzdem mitgemacht.

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Es klingt gelegentlich wie Gehirnwäsche. Journalisten haben mitunter aufgehört selbstständig zu denken.
Ein Beispiel: Futurezone.

Es werden komplett unkritisch Positionen übernommen.

Dachanlagen sind zwar etwas teurer als große Freiflächenanlagen, doch sie entlasten Netze, verringern Übertragungsverluste und lassen sich direkt mit Batteriespeichern, Wallboxen oder Wärmepumpen kombinieren. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) weist in seinen jüngsten Berechnungen darauf hin, dass neue Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Deutschland längst die günstigsten Stromquellen sind – mit Stromgestehungskosten von rund vier bis neun Cent pro Kilowattstunde, also deutlich unter fossilen Alternativen. Eine Kürzung bei Dachanlagen bringe daher kaum Einsparungen, berge aber ein hohes Risiko für Akzeptanz und Beschäftigung.



Kein Wort über die Systemkosten, kein Wort darüber, dass Dachanlagen dann Strom liefern, wenn wenig gebraucht wird und er im Überfluss vorhanden ist. 
Genau aus dem Grund sollen die Betreiber solcher Anlagen keine Förderung mehr bekommen sondern den Strom selbst verbrauchen oder speichern.


Es geht weiter: sauberer, bezahlbarer Strom. 
Der Widerspruch (siehe Systemkosten) fällt nicht auf. 
Warum wurde auf das Wort zuverlässig verzichtet? 

In mehreren Punkten argumentieren die Länder mit ökonomischen, nicht nur ökologischen Motiven. Eine verlässliche Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen sei „Grundlage für die zukunftsfeste Transformation des Industriestandorts und für Ansiedlung von Zukunftstechnologien wie Rechenzentren in Deutschland“, schreiben sie. Tatsächlich hängt der geplante Aufbau neuer Industrien – von Rechenzentren über grünen Stahl bis zur Chemie – vom Zugang zu sauberem, bezahlbarem Strom ab.

Eine aktuelle Studie des ifo Instituts aus dem Jahr 2024 sowie eine 2023 veröffentlichte Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, dass etwa ein Fünftel der industriellen Wertschöpfung in Deutschland direkt von Energiepreisen und Energiesicherheit abhängt. Nach Daten der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sehen rund zwei Drittel der Unternehmen in hohen Energiepreisen und mangelnder Planbarkeit das größte Investitionshemmnis.

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Zwei Gefahren für die Windkraft.

1. Die Realität. Offshore-Windkraft-Anlagen sind teuer in der Aufstellung und beim Anschluss. Das scheint die neue Wirtschaftsministerin auch zu wissen.

RadioEins:

Der Bundestag stimmt über den Haushalt für das kommende Jahr ab, der Ausgaben von 525 Milliarden Euro vorsieht. Trotz formaler Einhaltung der Schuldenbremse entsteht die zweithöchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik.

Um Kosten zu senken, schlägt das Wirtschaftsministerium vor, den Ausbau von Offshore-Windparks zu reduzieren – ein Einsparpotenzial von 40 Milliarden Euro. Begründet wird dies mit einem künftig geringeren Strombedarf, was in Zeiten der Klimakrise kontrovers wirkt.

Netzbetreiber wie 50Hertz fordern Klarheit, da die Planung für den Ausbau bereits läuft. Zudem gibt es technische Herausforderungen wie Verschattungseffekte zwischen Windparks. Die Debatte dreht sich um die Frage, ob weniger Parks mit größerer Kapazität denselben Stromertrag bringen können und wie sich die Stromprognosen angesichts Industrieentwicklung und Wasserstoffimporten verändern.



2. Die neue geopoltische Lage.

Möglicherweise können sich einige noch an das Knallen von Überschalljets erinnern. Oder auch Tiefflüge. Die sind z. T. so tief, dass sie nur dort stattfinden können, wo es keine oder nur wenig Windkraft-Anlagen gibt.


NDR:

Die Bundeswehr fliegt wieder besonders tiefe Füge: Die Kampfjets kommen bis auf 75 Meter herunter, so tief wie seit Jahren nicht mehr. In sieben extra dafür ausgewiesenen Gebieten in Deutschland könnten die Kampfjets seit Donnerstag Zielanflüge üben, und dafür „für maximal zwei Minuten auf die Mindestflughöhe von 250 Fuß über Grund sinken“, sagt die Luftwaffe, also auf bis zu 75 Meter über den Boden.

Die sieben sogenannte Low Flying Areas liegen vor allem im Norden Deutschlands, unter anderem im Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Betroffen in Mecklenburg-Vorpommern: nahezu ganz Vorpommern und die Mecklenburgische Seenplatte. Es werde zu einer erhöhten Wahrnehmung der Flüge kommen, so die Bundeswehr. Man versuche aber, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten. Die Luftwaffe begründet die neuen Tiefflüge auf bis zu 75 Metern mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa.



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Nachhaltige Brennstoffzellen.

Golem über den Einsatz von neuartigen Katalysatoren.
Torf könnte ein Ausgangsmaterial sein. 

Laut Eneli Härk, der verantwortlichen Autorin der Studie, die in ACS Nano(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht wurde, hat man nun eine Landkarte erhalten, die genau zeigt, wie sich die Moleküle unter welchen Bedingungen bewegen. So gibt es einen bestimmten Krümmungswinkel, bei dem Sauerstoff besser umgesetzt werden kann und gleichzeitig die Entstehung von Wasserstoffperoxid deutlich verringert wird.

Die nötige Zusammensetzung des nachhaltigen Katalysators ist vergleichbar mit der von stark zersetztem Torf. Damit wäre das Material tatsächlich umweltfreundlich herstellbar, nicht nur im Vergleich zu Platin. Das Forschungsteam verspricht sich eine Senkung der Kosten und eine Verbesserung der Nachhaltigkeit der Brennstoffzellen, sollten sich die Ergebnisse zukünftig auf einen industriellen Herstellungsprozess übertragen lassen.


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Die Grünen diskutieren auf ihrem Parteitag allen Ernstes über Homöopathie oder besser, ob Krankenkassen die Kosten für die Zuckerperlen übernehmen sollen.
Offensichtlich ein Herzensthema der Grünen. 
Was kommt als Nächstes? Übernahme der Kosten für einen Schamanen? 

Die Tagesschau über eine ratlose Partei:

Stattdessen haben die Parteimitglieder per Abstimmung entschieden, dass sie in Hannover über Homöopathie diskutieren wollen und die Frage: Sollen Krankenkassen die Kosten dafür erstatten? Das ist seit Langem ein grünes Reizthema, wirkt aber angesichts der großen gesellschaftspolitischen Fragen wie ein Rückzug in die Nische.Dass die Partei derzeit stagniert und etwas ratlos wirkt, das ist auch spürbar mit Blick auf das Motto des Parteitags: „Damit Zukunft wieder Zukunft hat“ soll auf großen Lettern in der Halle in Hannover prangen.



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