Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:
Betreff: mittelalterliche Warmphase
Sehr geehrte Damen und Herren,
einige Anmerkungen zum Blog vom 07. 08. 26. Dabei ging es um einen vergleich der mittelalterlichen Warmzeit mit der heutigen Situation. In dem Artikel wird erwähnt, dass viele Wissenschaftler die mittelalterliche Warmzeit als „Mittelalterliche Klima-Anomalie“ bezeichnen. Ich halte diesen Begriff für unsinnig. „Anomalie“ bedeutet „Abweichung vom Normalen“. Was ist denn Normal und was Unnormal?
In dem Artikel wird über ein extremes Dürreereignis im Jahr 1252 berichtet. Über dieses Ereignis gibt es eine Reihe von historischen Quellen, welche darüber berichten. Ein solches Ereignis kann jedoch kaum als Beleg für eine Klima-Warmphase herangezogen werden. Es handelt sich um ein Einzelereignis innerhalb von mehreren Jahrhunderten.
Weiterhin wird die mittelalterliche Warmphase als ein regionales Phänomen dargestellt. Weite Teile der Welt hätten sich während der Zeit abgekühlt. In dem Buch „Unerwünschte Wahrheiten“ von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning wird erläutert, dass auch aus verschiedenen Weltregionen Ergebnisse vorliegen, welche eine Erwärmung belegen. Lediglich vereinzelte Ergebnisse lassen kühlere Gegenden durch Kaltwasserströmungen erkennen.
In dem Artikel wurde angegeben, dass die mittelalterliche Warmphase nicht nur negative Auswirkungen hatte. Einige der positiven Folgen wurden beschrieben, z. B. Ausweitung der Anbauflächen, Weinanbau in Südengland, Besiedlung Grönlands durch die Wikinger etc. Allerdings wurden dann auch wieder negative Auswirkungen erwähnt, z. B. Verbreitung von Seuchen. Was allerdings nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass es mit der folgenden Kaltphase der „Kleinen Eiszeit“ zu einer erheblichen Notsituation für die Menschen kam. Auch während dieser Kaltphase kam es zu Seuchen.
Die mittelalterliche Warmphase wurde auch mit einer geringen Anzahl großer Vulkanausbrüche begründet. Traten denn auf der Welt in der vorherigen „Kaltphase der Völkerwanderungszeit“ und der mittelalterlichen Warmphase nachfolgenden „Kleinen Eiszeit“ so viele ständige Vulkanausbrüche statt? Sicherlich könnte man doch heute diese Vulkane aufgrund der Aschespuren auch benennen.
In dem Bericht wird ebenfalls behauptet, die heutige Warmphase verläuft wesentlich schneller als die mittelalterliche Warmphase. Auch das ist ein völlig aus der Luft gegriffene Behauptung. Im Buch „Unerwünschte Wahrheiten“ wird auch das als Utopie erklärt. Die mittelalterliche Warmphase begann mit einem rasanten Temperatursprung von 5°. Die heutige Erwärmung ist keineswegs beispiellos.
Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn.
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Noch vor wenigen Jahren waren die Berichte über den Sommersmog und bodennahes Ozon allgegenwärtig. Doch heute hört man praktisch nichts mehr davon – obwohl es dieses Jahr ohne Zweifel sehr heiss war. Wo ist der Sommersmog geblieben? Alex Reichmuth ist dieser Frage im Nebelspalter aus Schweizer Sicht nachgegangen – und ist auf einige überraschende Antworten gestossen: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/08/wo-ist-der-sommersmog-geblieben
Gesundheit
Wo ist der Sommersmog geblieben?Die Ausgangslage: Hinter uns liegen sonnige und heisse Wochen. Doch vom Sommersmog, der noch vor wenigen Jahren in den Medien allgegenwärtig war, hat man nichts gehört. Das Problem des bodennahen Ozon und seine Folgen für die Gesundheit sind aus der öffentlichen Wahrnehmung praktisch verschwunden.
Warum das wichtig ist: Die Situation mit dem bodennahen Ozon in der Schweiz hat sich etwas gebessert. Aber es gibt andere, ebenso wichtige Gründe, warum der Sommersmog kaum mehr jemanden interessiert.
Das Zitat: «Die Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung werden in den Sommermonaten immer noch häufig überschritten.» (Bundesamt für Umwelt im Mai 2026, siehe hier)
Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/08/wo-ist-der-sommersmog-geblieben
Den Newsletter „Klima und Energie“ von Alex Reichmuth kann man hier abonnieren: https://www.nebelspalter.ch/newsletter/klima-energie
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Historische Hitzewellen und Dürren – Europas vergessene Rekordjahre
ein Kommentar unseres Autors Klaus Bastian
Reuters meldete am 3. August 2026 Rekordwert für niedrigen Donaupegel nach anhaltender Hitze und Dürre. Kraftwerke drosselten ihre Leistung, während Schifffahrt und Wasserversorgung litten. Doch solche Rekorde gelten nur innerhalb eines vergleichsweise kleinen Zeitfensters in dem Temperaturen und Pegelstände systematisch über Wetter- und Pegelstationen erfasst wurden. Historische Hitzewellen und Dürren vor diesem Zeitfenster fehlen in den Ranglisten auf die diese Rekorde verweisen. Naturarchive und Chroniken belegen zahlreiche frühere Extremjahre mit teilweise verheerenden Folgen. Dass diese Ereignisse in heutigen Rekordmeldungen meist fehlen, ist aus meiner Sicht kein Zufall: Sie stören das verbreitete Narrativ, nach dem außergewöhnliche Hitze und Dürre vor allem Erscheinungen der Gegenwart seien.
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GWPF auf Youtube:
David Turver: Britain’s Broken Grid