Mit Wasserstoff liesse sich die Energiewende retten, lautet eine oft gehörte Erzählung. Man müsse nur überschüssigen Strom im Sommer in Wasserstoff verwandeln und diesen in der kalten Jahreszeit wieder zu Elektrizität machen – und schon sei die Stromlücke im Winter gestopft. Axpo-Chef Christoph Brand hat dem nun eine Absage erteilt. Diese Sache mit dem Wasserstoff sei schlicht unbezahlbar teuer. Alex Reichmuth hat in seinem Newsletter „Klima und Energie“ die Einzelheiten zusammengetragen: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/der-axpo-chef-zerschmettert-die-wasserstrom-traeume
Klima und Energie #24 – der Nebelspalter-Newsletter von Alex Reichmuth
Der Axpo-Chef zerschmettert die Wasserstoff-TräumeAxpo-CEO Christoph Brand erteilt Wasserstoff als Mittel gegen die Winterstromlücke eine Absage
Worum geht es?
- Eine viel propagierte Idee zur Verhinderung einer Stromlücke im Winter lautet, überschüssige Solarenergie im Sommer in Form von Wasserstoff zwischenzuspeichern und in der kalten Jahreszeit wieder in Elektrizität umzuwandeln.
- Doch Christoph Brand, Chef des grössten Schweizer Energiekonzerns Axpo, hat dieser Option letzte Woche an einer Veranstaltung seines Unternehmens (siehe hier) eine klare Absage erteilt: «Die Wirtschaftlichkeit geht bei weitem nicht auf.»
Hier geht es zum ganzen Newsletter des Nebelspalters: https://www.nebelspalter.ch/themen/2026/03/der-axpo-chef-zerschmettert-die-wasserstrom-traeume
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Norwegen: Klimavorgaben schreiben IKEA 1099 Fahrrad-Abstellplätze und nur 183 für Autos vor
Am geplanten neuen IKEA-Standort auf Forus bei Stavanger in Norwegen prallen grüne Klimapolitik und Kundenrealität frontal aufeinander. Die zuständige Behörde hat endgültig festgelegt, dass das neu IKEA-Möbelhaus nur 183 Parkplätze für
Autos anbieten darf, zugleich aber mindestens 1099 Abstellplätze für
Fahrräder schaffen muss. Auslöser war ein Streit um eine Ausnahmegenehmigung, weil Kommune und Unternehmen deutlich mehr Raum für Pkw schaffen wollten. Die staatlichen Stellen lehnten das jedoch mit Verweis auf Klima- und Verkehrsvorgaben ab. Für einen Händler, dessen Konzept auf Mitnahme von Möbeln in Flachpaketen zur Selbstmontage beruht, ist das keine Nebensache, sondern ein massiver Eingriff in sein Geschäftsmodell (afenbladet: 17.03.26).
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Artemis 2 moon mission shouldn’t launch until late 2026, new analysis of solar superflares suggests
Powerful solar superflares, which can generate geomagnetic storms and disrupt radio communications and GPS, damage satellites and endanger astronauts and even airline passengers, just got a lot easier to predict, thanks to a new formula that’s based on half a century of X-ray observations of the sun.
The new findings could have immediate real-world implications. NASA’s Artemis 2 astronaut mission around the moon has been pushed back to the beginning of April at the earliest to address issues with its rocket, but Victor M. Velasco Herrera of the National Autonomous University of Mexico thinks that it should be delayed even longer.
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Die falschen Temperaturbehauptungen, die die alarmistische COP30-Agenda untermauern
von Chris Morrison
In den nächsten zwei Wochen von COP30 werden drei beliebte Klima-Schreckensmeldungen unablässig verbreitet werden, um die schnell verblassende linksradikale Net-Zero-Fantasterei zu promoten. Sie sind: das Überschreiten einer globalen „1,5-°C-Schwelle“, die zu außer Kontrolle geratenen Temperaturen führt; menschlich verursachte Kipppunkte, die unvorstellbare Naturkatastrophen hervorrufen; und die Zuschreibung einzelner schlechter Wetterereignisse auf die Nutzung natürlicher Kohlenwasserstoffe. Die 1,5-°C-Zahl ist eine bedeutungslose Zahl, die von Politikern und Aktivisten erfunden wurde, um Net-Zero-Anhänger zu disziplinieren; Kipppunkte sind Klimamodell-Quatsch; und ebenso das kristallkugelhafte Zuschreiben. Keines davon wird durch glaubwürdige wissenschaftliche Beweise und Beobachtungen gestützt. Was natürlich erklärt, warum politische Eliten den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess zerstört, jede abweichende Diskussion verboten und gecancelt und die Angelegenheit für „erledigt“ erklärt haben.
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Wenn die Natur Geschichte schreibt VII: Roms Aufstieg und Untergang
Das Imperium überlebte Vulkanausbrüche, Bürgerkriege, eine selbst verursachte Umweltkatastrophe und eine kluge Frau. Dann ging es klanglos unter. Warum eigentlich?
In der siebenten Folge unserer Mini-Serie „Wenn die Natur Geschichte schreibt“ führt der Umwelt- und Globalhistoriker Johannes Preiser-Kapeller von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ins antike Rom, um einige moderne Mythen zu hinterfragen. Einer davon besagt, dass Rom seinen Aufstieg einer besonders günstigen Klimaperiode verdankt, dem sogenannten Römischen Klimaoptimum. Andere meinen, das Imperium sei an einer Bleivergiftung zugrunde gegangen. Tatsächlich, so der Historiker, waren hier ganz andere Kräfte entscheidend.
Die Saga beginnt an den Ufern des Tiber. Der Standort ist zwar sumpfig, als Knotenpunkt wichtiger Handelsrouten aber ein günstiger Platz, um ein Weltreich hervorzubringen. So richtig beginnt der Aufstieg des Römischen Reiches, als sich die Bürger eine republikanische Regierungsform geben: Weil sie die Geschicke des Landes mitbestimmen können, sind sie motivierter, das Gemeinwesen zu unterstützen. Das System funktioniert jahrhundertelang, bis ausgerechnet der Erfolg und wachsender Reichtum zu sozialen Spannungen führen.
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Netto Null als Dogma: Wenn Gerichte Wachstum und sozialen Frieden ausblenden
Kommentar von Prof. Sebastian Müller-Franken zum strengen Klima-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
Am 29. Januar fällte das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) ein Urteil, das Deutschland nachhaltig prägt. Es entschied, dass das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm 2023 nicht ausreicht, um die gesetzlichen Klimaziele zu erreichen. Die Regierung muss gravierende Maßnahmen ergreifen, um das für 2030 verbindliche Ziel – 65 Prozent weniger Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 – erfüllen zu können.
Sebastian Müller-Franken, ordentlicher Professor für Öffentliches Recht an der Philipps-Universität Marburg, kritisiert das Urteil hier im Gastbeitrag:
Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG v. 29.1.2026, Az. 7 C 6.24) steht in der Matrix des bundesverfassungsgerichtlichen Klimabeschlusses und des darin festgezurrten Dogmas der „Klimaneutralität“ als verfassungsrechtlich verbindliches Staatsziel. Der Staat soll hiernach verpflichtet sein, seinen Ausstoß an CO2 perspektivisch auf „netto Null“ zu reduzieren.