Kommentar von Dr.-Ing. Bernd Fleischmann zum Blogbeitrag „Die Wärme des März 2026 in den USA“:
Die Ursache für die hohen Temperaturen um den 20. März 2026 war ein Hitzedom, wie er im mittleren Westen der USA alle paar Jahrzehnte vorkommt. Schaut man sich die Temperaturen in Phoenix, Arizona, an, so stellt man fest:
1. Die 105°F Höchsttemperatur vom 19. bis 21. März liegen 5°F über den bisherigen Maximalwerten für diesen Zeitraum, aber nur 1°F über den 104°F, die Anfang April 1989 auftraten.
https://www.extremeweatherwatch.com/cities/phoenix/record-high-by-day2. Die höchste jemals in Phoenix gemessene Temperatur war 122°F während des Hitzedoms von Ende Juni 1990.
https://www.phoenixmag.com/2025/09/10/phoenix-in-the-90s/3. Für manche Tage sind die Höchstmarken über 100 Jahre alt (18.1., 11. und 12.6., 2., 3., 6. und 23.7., 6.8. 8. und 23.9.). Die höchsten Mai-Temperaturen wurden 1910 gemessen.
4. Das wärmste Jahr in Phoenix war 1934, das erste Jahr der Dust-Bowl-Zeit.
Aus diesem und den beiden folgenden Jahren stammen einige der bis heute gültigen Temperaturrekorde für mehrere Bundesstaaten. Der Verlauf der Jahresmitteltemperatur für Phoenix;
https://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4.cgi?id=USW00093140&ds=14&dt=15. Der Wechsel der Messmethode von den früher üblichen Stevenson-Hütten mit trägen Thermometern zu den heutigen elektronischen Thermometern in kleineren Hütten macht an windarmen, sonnigen Tagen einen Unterschied von bis zu 1°C für die Tageshöchsttemperatur.
6. Schließlich der urbane Hitzeinsel-Effekt: Die Bevölkerungszahl von Phoenix hat sich von den 1930ern bis heute fast verhundertfacht. Das führt zu einem Temperaturanstieg an windschwachen Tagen von bis zu 5 °C für die Stadtmitte:
https://www.climatecentral.org/climate-matters/urban-heat-islands-2023
Fazit: Ein Hitzedom ist ein Wetterphänomen, das im Westen der USA schon mehrfach zu Rekordtemperaturen geführt hat. Rekordtemperaturen in vielen Bundesstaaten der USA stammen immer noch aus dem Zeitraum 1934 bis 1936, obwohl der urbane Hitzeinseleffekt seither stark zugenommen hat und beispielsweise für Phoenix in Arizona bis zu 5 °C beträgt. Die Berichterstattung in den Medien über die Hitze im März 2026 ist alarmistisch, weil sie diese Fakten nicht nennt.Dr.-Ing. Bernd Fleischmann
www.klima-wahrheiten.de
+++
Friends of Science Society’s Newsletter:
Is a 1.1 °C Rise in a Century Unusual?
The global average temperature rise was about 1.1 °C in the post-industrial period. Many people claim that this constitutes a climate emergency. This paper set out to answer the question “Is a 1.1 °C rise in a century an unusual event in a recorded at a single location in a consistent manner over a long period?” If this temperature rise is unusual, then it is reasonable to determine the cause of the rise. If the cause is determined to be mostly human-cause, then it would be reasonable to determine the cost and benefits of reducing the cause. The paper says “On the other hand, if it is not unusual, then we must question the relevance of seeking attribution.” The author used the temperature record derived from the Epica-Vostok Ice core dataset to answer this question. EPICA (European Project for Ice Coring in Antarctica) is a multi-national project for deep ice core drilling in Antarctica.
The paper’s abstract says “The answer is surprising. By considering interglacial onsets and decays as well as intermediating Ice Ages, it turns out that a rise of this amount would have been considered unusual more than 200,000 years ago, but this rise is not unusual in the current interglacial which started some 20,000 years ago with around 16% of all centuries since the last Ice Age exhibiting a temperature rise of at least 1.1 °C. None of these could have anthropogenic components as they pre-dated the industrial era. This result suggests that attempts to partition the current rise into anthropogenic and nonanthropogenic components are questionable given that it is not even unusual.” The author wrote “In other words, a rise of 1.1 °C in the current interglacial is not significant at any accepted level, (normally taken as < 0.05).
+++
Kernfusion: Durchbruch in China – EAST steigert Plasma-Dichte stabil über Greenwaldlimit
Durch die Anpassung von Gasdruck und Cyclotronheizung hat das Team am Tokamak EAST den Wandkontakt in der Startphase reduziert und so höhere Plasmadichten oberhalb des Greenwaldlimit ohne Randinstabilitäten erzielt. EAST steht für Experimental Advanced Superconducting Tokamak und bezeichnet eine chinesische Forschungsanlage in Hefei, die mit supraleitenden Magneten arbeitet. Damit liefert der Tokamak neue Daten für die Kernfusion, weil gerade stabile hohe Dichte als Engpass gilt (scinexx: 14.01.26).
+++
Neuer Meilenstein – Privatunternehmen Helion erreicht 150 Millionen Grad bei Kernfusion
Im US-Bundesstaat Washington hat das Privatunternehmen Helion in seinem Prototyp „Polaris“ ein Plasma auf 150 Millionen Grad Celsius erhitzt und damit einen Meilenstein für private Kernfusion gemeldet. Die Temperatur liegt klar über der in der Fachwelt wichtigen 100-Millionen-Marke, die als Voraussetzung für technisch relevante Fusionskraftwerke gilt. Zugleich registrierte Helion erstmals messbare Deuterium-Tritium-Reaktionen in einer privat finanzierten Anlage, was wegen der hohen Energiedichte dieses Brennstoffs als besonders bedeutsam gilt. Externe Experten prüften die Diagnosedaten und bestätigten die Temperaturmessungen sowie Hinweise auf diese Reaktionen. Der Anlass war ein jüngster Testlauf von „Polaris“, das seit Ende 2024 in Betrieb ist (focus: 18.02.26).
+++
Merz erklärt Windkraft zur Übergangstechnologie – und verkauft Kernfusion als Ausweg
Friedrich Merz nennt Windkraft eine Übergangstechnologie, obwohl gerade der Ausbau von Offshore-Anlagen und Netzen für Jahrzehnte geplant werden. Dennoch verknüpft er den Ausbau mit einer großen Zukunftserzählung. Er sagt, Deutschland solle „den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nehmen“. Gleichzeitig bleiben Strompreise für viele Haushalte hoch, und die Zustimmung zum Windkraftausbau bröckelt in Teilen der Bevölkerung.
+++
WDR am 17.12.2025:
Nach Windrad-Einsturz in Havixbeck: Ölverschmutzung bleibt Thema
Im Oktober stürzte der Kopf einer Windkraftanlage samt Rotorblättern ab. Noch immer sind die Umweltgefahren nicht gebannt. In welchem Umfang Öl nach dem Teileinsturz eines Windrades in Havixbeck im Kreis Coesfeld in den Boden sickerte, ist nach wie vor unklar. Der Hersteller Nordex sagt, der größte Teil sei inzwischen gebunden und abgepumpt worden. Möglicherweise müsse aber noch Boden ausgebaggert werden.
+++
Windkraft und Immobilienwertverlust: Eine Maklerperspektive
Als erfahrener Immobilienmakler in den Regionen Bretten, Kraichtal, Bruchsal, Karlsruhe, Heidelberg und Pforzheim beobachte ich die Diskussion um den Ausbau der Windenergie mit Sorge, insbesondere hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Obwohl erneuerbare Energien unerlässlich sind, dürfen die Konsequenzen für private Eigentümer und den lokalen Immobilienwert nicht außer Acht gelassen werden.
Aus meiner täglichen Arbeit und den Rückmeldungen meiner Kunden ist klar ersichtlich, dass die Nähe von Windkraftanlagen eine entscheidende Rolle bei Kaufentscheidungen spielt. Faktoren wie Schallimmissionen (Infraschall), Schlagschatten und die visuelle Beeinträchtigung der Landschaft werden von potenziellen Käufern zunehmend kritisch bewertet.
Es ist schwierig, pauschale Prozentzahlen für Wertminderungen zu nennen, da jeder Fall individuell ist. Jedoch lässt sich festhalten, dass Immobilien mit sichtbaren und hörbaren Windkraftanlagen in der Regel längere Vermarktungszeiten haben und tendenziell zu reduzierten Preisen verkauft werden müssen. Hauptargument die sinkende Lebensqualität.
+++
tkp:
USA schützen Wale, Delphine und andere Meereslebewesen durch Baustopp für Offshore Windparks
Getötete Wale und mit Metallen und „ewigen Chemikalien“ vergiftete Meereslebewesen zeigen, dass Offshore Windparks nicht nur besonders teuren Strom produzieren, sondern noch dazu schädlich für die Umwelt und die Meeresfauna sind. Nach dem Verbot von Offshore Windparks durch den Staat Florida, ziehen nun offenbar die USA insgesamt nach.
Trump hatte schon im Wahlkampf im Mai 2024 angekündigt gegen Windparks vorzugehen. Windparks „machen alles kaputt. Sie sind furchtbar und die teuerste Energie, die es gibt. Sie ruinieren die Umwelt. Sie töten die Vögel. Sie töten die Wale“, sagte Trump bei einer Kundgebung am 11. Mai 2024 in Wildwood, New Jersey. „Wir werden dafür sorgen, dass das vom ersten Tag an aufhört. Ich werde es in einer Executive Order niederschreiben.“