Studie zeigt: Rückgang von Aerosolen und Wolken erhöht die Sonneneinstrahlung in Europa

Quelle: https://phys.org/news/2026-02-el-nio-triggered-sea-spike.html – Autorin: Sanjukta Mondal – veröffentlicht am 8. Februar 2026

El-Niño-Ereignis 2023–2024 löste rekordartigen Meeresspiegelanstieg entlang der afrikanischen Küsten aus

Eine neue Studie zeigt, dass das El-Niño-Ereignis von 2023–2024 zu einem außergewöhnlich starken Anstieg des Meeresspiegels entlang der afrikanischen Küsten geführt hat. Die Analyse ergab, dass dieses Ereignis die stärkste jemals beobachtete Meeresspiegelanomalie in dieser Region verursachte.

In nur zwei Jahren trug das El-Niño-Ereignis etwa 2,34 Zentimeter zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Das entspricht ungefähr 19 % des gesamten Anstiegs, der im 32-jährigen Satellitenbeobachtungszeitraum seit 1993 gemessen wurde.

Afrika besitzt eine rund 30.500 Kilometer lange Küstenlinie. Gleichzeitig erwärmen sich die umliegenden Ozeane und steigen vielerorts schneller als im globalen Durchschnitt, was mehr als 200 Millionen Menschen in Küstenregionen gefährdet.

Die Auswirkungen des außergewöhnlich warmen Jahres 2023 und der extrem hohen globalen Meeres- und Lufttemperaturen verstärkten diesen Effekt zusätzlich. Dennoch war bislang wenig darüber bekannt, wie stark El Niño speziell den Meeresspiegel entlang Afrikas beeinflusst.

Um dies zu untersuchen, kombinierten Forscher Satellitendaten, Klimamodelle und statistische Analysen und werteten Meeresspiegeldaten aus den Jahren 1993 bis 2024 aus.

Dabei stellte sich heraus, dass mehr als 70 % der beobachteten Meeresspiegelanomalie während des Ereignisses auf die thermische Ausdehnung des Meerwassers zurückzuführen war. Diese entstand durch stark erhöhte Wärmemengen im Ozean.

Zusätzlich verstärkten andere Klimaphänomene wie der Indische-Ozean-Dipol und ein Atlantik-Niño den Effekt und ließen den Meeresspiegel schneller steigen als im globalen Durchschnitt.

Die Studie zeigt, dass besonders tiefliegende Deltas und kleine Inselstaaten zunehmend gefährdet sind, da steigender Meeresspiegel, Überflutungen, Bodensenkungen und Veränderungen der Meeresökosysteme gleichzeitig auftreten können.

Weiterlesen: https://phys.org/news/2026-02-el-nio-triggered-sea-spike.html

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Quelle: https://phys.org/news/2026-02-reduction-aerosols-cloud-solar-europe.html – Autor: University of Málaga – veröffentlicht am 17. Februar 2026

Studie zeigt: Rückgang von Aerosolen und Wolken erhöht die Sonneneinstrahlung in Europa

Die Sonneneinstrahlung an der Erdoberfläche in Europa hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Eine neue Studie führt diesen Trend auf eine Kombination aus sinkender Luftverschmutzung durch Aerosole, Veränderungen der Wolkenbedeckung und globaler Erwärmung zurück.

Die Analyse zeigt, dass die einfallende Solarstrahlung in Europa zwischen 1994 und 2023 durchschnittlich um etwa 2,4 Watt pro Quadratmeter pro Jahrzehnt gestiegen ist. Insgesamt entspricht dies einem Zuwachs von rund 4,8 %.

Allerdings verlief diese Entwicklung nicht überall gleich. Besonders stark nahm die Sonneneinstrahlung in Teilen Mitteleuropas zu, darunter Nordostfrankreich, die Benelux-Region und Westdeutschland. Dort wurden Zuwächse von fast 11 % im untersuchten Zeitraum registriert.

Die Studie gehört zu den umfassendsten Untersuchungen der Sonneneinstrahlung in Europa und basiert auf einer Kombination aus Messstationen, räumlich hochaufgelösten Datensätzen und 30 Klimamodellen.

Zwei Hauptfaktoren bestimmen, wie viel Sonnenenergie die Erdoberfläche erreicht: die Menge der Aerosole in der Atmosphäre und die Eigenschaften der Wolken. Beide beeinflussen, wie stark Sonnenlicht reflektiert oder absorbiert wird.

Nach den Ergebnissen der Studie erklären Veränderungen der Wolkenbedeckung und -durchlässigkeit etwa 80 % des beobachteten Anstiegs der Sonneneinstrahlung. Der Rückgang der Aerosolbelastung trägt etwa 20 % dazu bei.

Aerosole wirken sowohl direkt als auch indirekt auf das Klimasystem: Sie streuen Sonnenlicht und beeinflussen zugleich die Bildung und Eigenschaften von Wolken. Eine sauberere Atmosphäre kann daher dazu führen, dass weniger Licht zurück ins All reflektiert wird.

Modellrechnungen deuten darauf hin, dass der Anstieg der Sonneneinstrahlung in Europa in den kommenden Jahrzehnten langsamer werden könnte, auch wenn weiterhin große Unsicherheiten in den Projektionen bestehen.

Weiterlesen: https://phys.org/news/2026-02-reduction-aerosols-cloud-solar-europe.html

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Quelle: https://phys.org/news/2026-02-aegean-index-advance-mediterranean-seasonal.html – Autor: Hebrew University of Jerusalem – veröffentlicht am 24. Februar 2026

Neuer Ägäis-Index verbessert saisonale Niederschlagsprognosen im Mittelmeerraum

Eine neue Studie hat einen bislang unbekannten Klimamechanismus im Mittelmeer entdeckt, der mehrere Monate im Voraus Hinweise auf die Winter-Niederschläge im östlichen Mittelmeerraum geben kann.

Die Forschung konzentrierte sich auf den sogenannten Wärmeaustausch zwischen Meer und Atmosphäre im Bereich der Ägäis. Dieser erwies sich als wichtiger Vorläufer für die Niederschlagsentwicklung im darauffolgenden Winter.

Der östliche Mittelmeerraum gilt als globaler „Hotspot“ des Klimawandels, der besonders stark von Erwärmung und zunehmender Trockenheit betroffen ist. Verbesserte saisonale Vorhersagen sind deshalb für Wasserwirtschaft und Landwirtschaft von großer Bedeutung.

Die Wissenschaftler analysierten Meeresoberflächentemperaturen und Wärmeströme im Mittelmeer von 1979 bis 2023. Dabei identifizierten sie mehrere Muster der Klimavariabilität, die mit den Niederschlägen im östlichen Mittelmeer zusammenhängen.

Auf Basis dieser Ergebnisse entwickelten sie einen neuen Klimaindikator: den sogenannten Aegean Sea Heat Uptake Anomaly Index (AQA-Index).

Dieser Index misst Abweichungen im Wärmeaustausch zwischen Meer und Atmosphäre über der Ägäis im August. Die Werte zeigen eine deutliche statistische Beziehung zu den Niederschlägen im folgenden Winter.

Wenn der Index im August negativ ist – also mehr Wärme vom Meer in die Atmosphäre abgegeben wird – folgen häufig deutlich regenreichere Winter im östlichen Mittelmeerraum.

Der AQA-Index kann etwa ein Drittel der jährlichen Schwankungen der Winter-Niederschläge in der Levante erklären und könnte saisonale Wetterprognosen in dieser wasserarmen Region deutlich verbessern.

Weiterlesen: https://phys.org/news/2026-02-aegean-index-advance-mediterranean-seasonal.html

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