Quelle: https://phys.org/news/2026-01-marine-geoscientists-link-ancient-ocean.html
Autor: Greg Bruno
Veröffentlicht: 7. Januar 2026
Meeresgeowissenschaftler bringen Erwärmung mit uraltem „salzigen Blob“ im Ozean in Verbindung
Der Klimawandel hat viele Ursachen – von Landwirtschaft über Verkehr bis hin zur Energieproduktion. Nun kommt ein weiterer möglicher Faktor hinzu: ein salzreicher Bereich im tiefen Ozean.
In einer Studie zur Geochemie des urzeitlichen Ozeans fanden ein Forscher der Rutgers University und ein ehemaliger Doktorand Hinweise darauf, dass das Ende der letzten Eiszeit vor etwa 18.000 Jahren – eine Phase rascher globaler Erwärmung – mit dem Auftreten von salzigem Wasser zusammenfiel, das zuvor im tiefen Ozean eingeschlossen gewesen war.
Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht wurden, liefern neue Erkenntnisse darüber, wie der Salzgehalt in den tiefsten Wasserschichten der Erde beeinflussen könnte, wie viel Kohlendioxid – ein wichtiges wärmespeicherndes Treibhausgas – sich in der Atmosphäre befindet.
„In den heutigen Ozeanen gibt es verschiedene große Wassermassen, und jede hat einen charakteristischen Salzgehalt“, sagte Elisabeth Sikes, Professorin am Department of Marine and Coastal Studies der Rutgers University in New Brunswick. Forschende vermuteten schon lange, dass der Salzgehalt im tiefen Ozean mit Veränderungen der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration während der Eiszeitzyklen zusammenhängt. Die neue Studie bestätigt diese Annahme.
Die Ozeane enthalten enorme Mengen an Kohlendioxid, das Infrarotenergie absorbiert und so zur globalen Erwärmung beiträgt. Ein Großteil dieses Kohlenstoffs wird an der Meeresoberfläche von Organismen während der Photosynthese aufgenommen.
Wenn diese Organismen sterben und in die Tiefe sinken, werden ihre Überreste zersetzt und setzen Kohlendioxid im Tiefenwasser frei. Unterschiede im Salzgehalt der tiefen Ozeanschichten wirken dabei wie eine Barriere zwischen den Wassermassen und verhindern, dass das Gas rasch wieder in die Atmosphäre gelangt.
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Quelle: https://phys.org/news/2026-01-california-drought-free-years.html
Autor: Paul Rogers
Veröffentlicht: 16. Januar 2026 (Phys.org)
Ist Kalifornien wirklich zum ersten Mal seit 25 Jahren vollständig dürrefrei? Ja und nein – hier ist der Grund
Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen hat der U.S. Drought Monitor den gesamten Bundesstaat Kalifornien als vollständig frei von Dürre eingestuft. Eine solche Bewertung gab es seit 25 Jahren nicht mehr.
Gute Nachrichten also? Nicht ganz so einfach. Genau genommen stammt der letzte Zeitpunkt, an dem der Bericht Kalifornien zu 100 % als dürrefrei einstufte, aus der Woche vom 26. Dezember 2000.
Die aktuelle Einstufung, die in vielen Schlagzeilen Aufmerksamkeit erregt hat, kann laut Experten jedoch irreführend sein, wenn sie nicht im richtigen Kontext betrachtet wird.
Vor allem bedeutet sie nicht, dass Kalifornien derzeit die nasseste Phase der letzten 25 Jahre erlebt. Tatsächlich gab es in jüngerer Vergangenheit mehrere deutlich feuchtere Perioden.
So führten beispielsweise im Jahr 2017 heftige Winterstürme zu Überschwemmungen, die Schäden von rund 100 Millionen Dollar im Zentrum von San José verursachten. Gleichzeitig mussten fast 200.000 Menschen evakuiert werden, als der Überlauf des Oroville-Staudamms teilweise versagte.
Am Donnerstag lag die Schneedecke in der Sierra Nevada bei etwa 80 % ihres historischen Durchschnitts. In derselben Woche des Jahres 2023 lag sie dagegen bei 247 % des Normalwerts – so viel Schnee, dass Skigebiete rund um Lake Tahoe zeitweise schließen mussten, um Liftanlagen freizuschaufeln und Straßen zu räumen.
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Quelle: https://phys.org/news/2026-01-major-river-deltas-faster-sea.html
Autor: Virginia Tech
Veröffentlicht: 14. Januar 2026 (Phys.org)
Große Flussdeltas sinken schneller als der Meeresspiegel steigt
Eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass viele der großen Flussdeltas der Welt schneller absinken, als der Meeresspiegel ansteigt. Dies könnte Hunderte Millionen Menschen betreffen, die in diesen Regionen leben.
Zu den wichtigsten Ursachen zählen Grundwasserentnahme, ein verringerter Nachschub an Flusssedimenten und die schnelle Ausdehnung von Städten.
Die Forschung liefert erstmals eine hochauflösende, deltaweite Analyse des Höhenverlusts in 40 Flussdeltas weltweit. Geleitet wurde die Studie von Geowissenschaftlern der Virginia Tech, darunter Manoochehr Shirzaei und Susanna Werth, während der ehemalige Doktorand Leonard Ohenhen – heute Professor an der University of California in Irvine – die Arbeit anführte.
Die Ergebnisse zeigen, dass in nahezu jedem untersuchten Flussdelta zumindest ein Teilgebiet schneller absinkt als der Meeresspiegel steigt.
In 18 der 40 untersuchten Deltas übersteigt die Landabsenkung bereits heute den lokalen Meeresspiegelanstieg. Dadurch steigt kurzfristig das Überschwemmungsrisiko für mehr als 236 Millionen Menschen.
Mithilfe moderner Satelliten-Radartechnologie erstellte das Forschungsteam eine hochauflösende Karte der Höhenveränderungen in Flussdeltas auf fünf Kontinenten. Jeder Pixel dieser Karte entspricht einer Fläche von etwa 75 Quadratmetern.
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Kippen des Golfstroms: Kälte durch Hitze? – Klimaschau 237