Bericht in Climate News März 2026:
A study in the Journal of Marine Science and Engineering, entitled „A Global Perspective on Local Sea Level Changes“, found that approximately 95% of locations show no statistically significant acceleration in the rate of sea level rise. The investigation suggests that local, non-climatic phenomena are a plausible cause of the accelerated sea level rise observed at the remaining 5% of locations measured.
True Science reproduces satellite data demonstrating that Australia is a natural net sink at ~112 million tonnes of CO2 per annum.
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Leserpost von Bernhard Jurisch :
Betreff: H2 aus Algerien
Mit Interesse nehme ich immer wieder Nachrichten wahr, welche über H2- Produktion dank riesiger PV- Felder in Nordafrika berichten. Ein Problem scheint nicht gesehen zu werden. Die Verschmutzung der PV- Flächen durch Treibsand und den morgendlichen Tau. Wie komme ich darauf? Erfahrungen mit eigenen Anlagen in Nordafrika. Der größte Feind der Funktionsfähigkeit war der in dieser Konstellation erfolgte regelrecht betonierte Belag auf den Felder. Wie handhabt man das bei z. B. 4 km² PV- Fläche? Vieleicht bin ich zu pessimistisch und es gibt längst Lösungen? Ich bin neugierig ob es nach wie vor ein Problem ist oder ist es keins?
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Leserpost von Beat Frei:
Betreff: Wasserstoff: Wertschöpfungskette
Es wäre intressant und würde einen Wissensgewinn darstellen, wenn Fachleute die gesammte Wertschöpfungskette
von H2 daratellen könnten, inklusiv der Kosten für Mengen von > 100 Mto/a:
-Anlagenbereitstellung (Invest )
– Betrieb, Unterhalt
– Lagerung, Transport (ev. als NH3), Einsatz und Einrichtungen dazu wie auch deren Invest und Betriebskosten
– Verteilung in Deutschland
– Einsatz von H2 anstelle von Kohle, CH4, Öl etc
– und weitere
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Martin Schlumpf berichtete am 15. Februar 2026 im Nebelspalter:
Viel Grünstrom in Deutschland nützt dem Klima wenig und schadet den Konsumenten – Schlumpfs Grafik 168
Um das Netto-Null-CO2-Ziel zu erreichen, drängen fast alle Kommentatoren auf einen raschen Ausbau der neuen Erneuerbaren Solar und Wind – so auch ETH-Klimaforscher Reto Knutti kürzlich in einem NZZ-Interview vom 7. Februar 2026: «Aber diese Debatte darf nicht davon ablenken, dass kurzfristig ein Ausbau der Erneuerbaren und der Stromhandel mit Europa höchste Priorität haben.» (siehe hier) Tatsächlich? Machen wir in diesem Zusammenhang einen aktuellen Realitätscheck des Stromsystems Deutschland, das beim Ausbau von Solaranlagen und Windrädern pro Kopf der Bevölkerung hinter Dänemark an der Weltspitze steht.
Was wichtig ist:
– PV-Anlagen haben eine markante Winterschwäche: Im Januar 2026 wurde in Deutschland elfmal weniger Solarstrom erzeugt als Windstrom – und dies bei einer installierten PV-Leistung, die 1,5-mal grösser war als bei den Windrädern.
– Die Arbeitsauslastung der PV-Anlagen lag bei mageren 1,9 Prozent.
– Wegen dem dadurch notwendigen Einsatz von Kohle- und Gaskraftwerken hatte Deutschland im Januar eine der schlechtesten CO2-Emissionsbilanzen Europas.
– Zudem stiegen die Strompreise der deutschen Haushalte schon 2025 auf ein europäisches Rekordhoch.Eine ausgezeichnete Zusammenstellung der wichtigsten Stromkennzahlen Deutschlands findet man bei Rolf Schuster von vernunftkraft.de (siehe hier). Schuster gelingt es, mit anschaulichen Leistungs-Zeit-Grafiken die Stromeinspeisung der neuen Erneuerbaren anschaulich darzustellen. Die neuesten Zahlen beschreiben die Stromsituation in Deutschland im Januar 2026:
Weiterlesen im Nebelspalter. Auch verfügbar auf schlumpf-argumente.ch.
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Dutch Climate Skeptics Vindicated: KNMI reinstates seven pre-1950 Heatwaves
The Royal Netherlands Meteorological Institute (KNMI), the national weather and climate institute in The Netherlands, admitted publicly that a group of four skeptical scientist were right in their critique of KNMI’s temperature adjustment. Seven years after Dutch skeptics first challenged KNMI’s temperature adjustments, the institute has reinstated seven “lost” pre-1950 heatwaves, validating claims of over-correction that had erased 16 out of 23 historical temperature extremes. This article by Marcel Crok of CLINTEL explains that “in 2016, KNMI homogenized their daily temperatures for the period 1901-1950 because of a change in measurement method in 1950 and a displacement 300 meter towards open field in 1951.” The temperature adjustment involved comparing a station at De Bilt with a station 150 km northeast of it. Crok wrote “The hottest days of the year in the period 1901-1950 were corrected downwards by up to 1.9oC. Because of this, 16 out of those 23 heatwaves vanished from the official records.” KNMI then started to claim the “that heatwaves nowadays are much more frequent than in the past.” The four climate skeptics, including Crok, wrote a report about the adjustments that showed the KNMI has over-corrected far too much. Two KNMI representatives told Crok that they wouldn’t response to the extensive report as they didn’t trust him. In December 2021, the skeptics published at paper in the journal Theoretical and Applied Climatology. Crok wrote “In the paper, we presented irrefutable evidence that, as a result of the corrections, De Bilt had become an outlier compared to the four other principal stations we have in the Netherlands.” In response to a press release about the paper, a newspaper asked for a reaction from KNMI. They promised to look into it in 2022. In October 2025, KNMI asked the skeptics to review their new homogenization, which recognized the validity of their criticism. Crok wrote that a Dutch climate journalist “interviewed both me and KNMI and his headline was simply amazing: KNMI ‘Discovers’ Seven Pre-1950 Heatwaves: A Win and Point of Principle for Climate Skeptics.”
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Leserbrief Dr. Reinmüller
Unheil an den Iden des Merz.
In meinem Leserbrief vom 31.Jänner 2025 konnte ich auf den Newsletter von Herrn Prof. Vahrenholt vom 20.Dezember 2024 aufbauen und feststellen: “Wenn man das Programm der CDU/CSU betrachtet, so findet man dort wenig Hinweise, um aus dem Grünen Irrweg herauszukommen. Der von Merkel begonnene und von der Ampel fortgesetzte Niedergang des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems mit der Stilllegung von 19 Kernkraftwerken, die 30% des Strombedarfs kostengünstig abdeckten – müsste ehest, d.h. noch 2025 durch Reformen gestoppt und eine Neuorientierung erreicht werden“
Im Wahlkampf hatte F.- Merz noch die stillgelegten Kern-KW angesprochen und hervorgehoben eine Rückholung prüfen zu wollen.
Anm.: In seinem Newsletter vom 13.03.2025 hatte Herr Prof. Vahrenholt festgestellt, dass innerhalb von 2 bis 5 Jahren sechs bis neun Kernkraftwerke zurückgeholt werden könnten.
Mit der 20 Milliarden-Subvention eines einzigen Jahres für Wind- und Solarenergie könnte die Revitalisierung von 6 zuverlässigen, preiswerten Kernkraftwerken erreicht werden.
Doch nichts von alledem wurde von F. Merz nach der Wahl eingehalten.
Mit vielen hunderten Milliarden Euro wird das Land systematisch kaputt gemacht und die an der Macht befindlichen Parteien agieren, unterstützt von gelenkten Medien, in verantwortungsloser Weise und unterdrücken jede Opposition. Wenn eine mögliche Oppositionspartei den etablierten Systemparteien unbequem werden könnte, wird eine „Brandmauer“ errichtet, wie ja auch das Verhalten von F. Merz klar zeigte:
Einerseits musste er eine Brandmauer errichten, um von den Systemparteien abhängig zu bleiben und nach der Wahl wurde er dann zum Befehlsempfang, wie Pistorius so treffend bemerkte, nicht einmal in den Vorgarten gelassen.
Bei der derzeitigen, seit Merkel verfolgten Politik in Deutschland darf man sich nicht wundern, wenn kritische Gedanken, wie die folgenden, aufkommen können:
„Nachdem heute ein starkes Deutschland nicht mehr benötigt wird, wie dies zu Zeiten des Kalten Krieges und der Sowjetunion der Fall war, sollte nun endlich der „Morgenthau-Plan“ mit Zerstörung des Wirtschaftsstandortes umgesetzt werden“.
Als mindestens gleich gefährlich einzustufen ist der in meinen Leserbriefen ab 26.04 2025 (21.10.,03.12.,15.12.2025) auf der IIASA Tagung 1977 angestrebte Ersatz der Harten Energien (Fossile und Kernenergie) durch Soft Energien (sog. Erneuerbare), mit dem Ziel eine Waffe für einen Systemwechsel, weg von Demokratie und hin zu einer Öko-Diktatur zu erhalten.
In Summe sind die Aussagen, wie in Der Welt gebracht (vgl. KlimaNachrichten vom 30.Jänner 2026) wenig überzeugend
„Deutschland hat die teuerste Energiewende auf der ganzen Welt“ klagt Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht den Ausstieg aus der Kernenergie als einen „schweren strategischen Fehler.“ Um ihn zu kompensieren, will die Bundesregierung nun den Bau neuer Gaskraftwerke als notwendigen Back Up für die fluktuierenden Wind- und Solar-KW fördern und F. Merz wies auf eine diesbezügliche Einigung mit Brüssel hin. Der einzige Schönheitsfehler besteht hier darin, dass Deutschland 20 Gigawatt anstrebte, aber von Brüssel nur 12 Gigawatt bewilligt bekam.
In diesem Zusammenhang sind auch die Feststellungen von Dr. Bosse in den KN vom 2. Februar bedeutsam: Die deutschen Gasspeicher waren Anfang Feb. 2026 nur zu 30% gefüllt und bei weiterem Verbrauch könnten sie bis Ende Februar auf 20% sinken, wodurch dann eine Gasmangelsituation gegeben wäre. Zu beachten ist auch, dass im Januar 2026 bereits 20 bis 25% des Stroms mit Gas erzeugt wurden, weil die Erneuerbaren Energien (Wind und Solar) zu wenig Strom lieferten.
In seinem Newsletter vom 27. 02.2026 wird von Prof. Vahrenholt darauf hingewiesen, dass die Kriterien einer Gasnotfalllage schon seit dem 1.Februar erfüllt sind, die Bundesnetzagentur aber noch abwiegelt und versucht sich durchzumogeln, weil eine Gasnotfalllage ein Resultat des Versagens der Deutschen Energiepolitik wäre.
Eine Studie im Auftrag des DIHK hat ermittelt, dass die „Energiewendekosten“ gegenwärtig bei 83 Mrd. Euro/ Jahr liegen. Der Gesamthaushalt lag 2025 bei ca. 500 Mrd. Euro, von dem im letzten Jahr rund 17% für die „Energiewende“ ausgegeben wurden.
Die Veränderung des verlässlich funktionierenden deutschen Energiesystems mit sicherer und preiswerter Stromversorgung wurde durch die auf gewünschten politischen Ergebnissen aufbauende Energiewende im Stile eines Hasardeurs durchgepeitscht. Die in Jahrzehnten aufgebaute Infrastruktur mit ihrer Expertise, die sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen beinhaltete wurde missachtet und so die grundlegendsten Entwicklungs- und Führungsanforderungen nicht eingehalten. Dieser Großversuch mit ausschließlich Erneuerbarer Energie verschlang seit 2019 rd. 500 Mrd. Euro.
Auf den Irrsinn der Grünen Energiewendepolitik, die auch von F. Merz weiterverfolgt wird, habe ich in meinen LB vom 3.und 15. Dezember 2025, bzw. 25.Jänner 2026 hingewiesen. In den KlimaNachrichten vom 22. Februar 2026 wurden die Zahlen gewendet und geprüft und zur Deutschen Energiewende klar festgestellt: “Der beschrittene Weg der Substitution der Kohlenstoffverbrennung nur durch Erneuerbare Energien ist offensichtlich eine Sackgasse. Beim Rennen in diese wird der gewinnen, der zuerst wendet. Wir brauchen also eine Energiewende von der Energiewende, so sagen es nackte Zahlen, keine Politik.“
Prof. Alwin Burgholte stellte bereits am 8. Juli 2022 in der Kalten Sonne fest „Die Energiewende kann so nicht funktionieren- ein Strategiewechsel ist dringend erforderlich“ und er forderte auch, dass die Politiker ihre Entscheidungen verantworten müssten und zur Rechenschaft gezogen werden sollten.
Zusammengefasst, sind bei Betrachtung der nachfolgend genannten Handlungen von BK F. Merz auch seine geplanten Vorhaben wenig zielführend!
- „Nichteinhaltung des Wahlversprechens“ die Rückholung stillgelegter Kern-KW prüfen zu wöllen.
- Eine ungeeignete Politik gegenüber Russland bzw. der Ukraine und Ausstieg aus dem russischen Erdgas.
- Teilnahme am EU-Irrsinn, auf die bei der Clearingstelle in Brüssel eingelagerten Russischen Vermögenswerte, zugreifen zu wollen.
- Teilnahme am EU-Unsinn der Klimaneutralität
- Flop von Belem und Fortsetzung des „grünen Irrwegs“ der Energiewende in Deutschland.
Prof. Dr. Vahrenholt hatte bereits am 13.03.2025, an den Iden des März 2025 festgestellt,dass innerhalb von 2 bis 5 Jahren sechs bis neun Kern-KW zurückgeholt werden könnten.
( vgl. dazu Anhang 2 -Auszug aus Klima Nachrichten vom 12.Februar 2026 über einen Neustart der deutschen Kernkraftwerke bis 2030).
Den meisten Lesern wird bekannt sein, welches Unheil Julius Cäsar an den Iden des März 44 v. Chr. widerfahren ist.
Leider noch nicht bekannt ist uns aber, welches Unheil Deutschland an den Iden des Merz widerfahren wird, obwohl es wie schon bei Julius Caesar viele Warnungen gibt.
Interessant ist in diesem Zusammenhang der China-Besuch von F.Merz, den man als ersten Schritt zu einer unabhängigen Außenpolitik sehen könnte (vgl. dazu auch Anhang 1 – Auszug aus einem Vortrag von Prof. Jeffry Sachs, den dieser am 19. Feber 2025 im Europ. Parlament hielt).
Ganz wesentlich wäre aber ein Besuch in Moskau, um die von den Kriegstreibern aufgebauten Spannungen abzubauen und nach dem Vorbild Otto von Bismarcks (z.B. Rückversicherungsvertrag 1887) einen gemeinsamen Weg, für eine Zukunft die beiden Seiten nützt und auch die Sicherheitsinteressen beider Seiten, d.h. Deutschlands und Russlands berücksichtigt, zu finden.
Wenn Bismarck meinte, dass „in der Politik nicht Eindrücke und Sympathien maßgebend sind, sondern am Ende immer die Interessen entscheiden“, so wäre es die Aufgabe von F.Merz die Interessen Deutschlands zu vertreten und sich nicht von internationalen Finanzgruppen steuern zu lassen.
Mit der Hoffnung großes Unheil an den Iden des Merz vielleicht doch noch abwenden zu können und herzlichen Grüßen
Dr. Gerhard Reinmüller
Quito & Baden
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Anhang1)
Vortrag von Jeffry D.SACHS am 19.Feb.2025 im Europ.Parlament.
J.D.Sachs sprach am 19. Feber 2025 im Europ. Parlament über die aktuelle geopolitische Situation und bezog sich dabei auch auf die Ereignisse die Europa zuletzt heimgesucht haben, wie Ukraine Krise, Serbien 1999, Kriege im Nahen Osten (einschl. Irak, Syrien), Kriege in Afrika (einschl. Somalia, Libyen).
Prof. Sachs teilte dem Europ. Parlament auch seine Ansichten über notwendige, zukünftige Verhältnisse zu Russland und China mit:
- Europas Weg mit Russland: Er ist überzeugt, dass die EU mit Moskau verhandeln muss, denn EU und Russland haben komplementäre Volkswirtschaften (EU 450 Mio. Menschen und 20 Billionen USD Wirtschaftsleistung).
Dafür wäre aber eine „echte, unabhängige europäische Außenpolitik“ notwendig.
Nachdem Europa noch lange mit Russland zusammenleben wird, sollten echte Wirtschafts- und Sicherheitsfragen behandelt werden.
- China stellt für Europa im Grunde keine Bedrohung dar, sondern wäre ein natürlicher Partner im Handel und bei Fragen der globalen Umwelt.
Anhang 2)
Führende Atom-Unternehmen stellten fest, dass ein: Neustart der deutschen Kernkraftwerke vor 2030 möglich sein würde.
Im Jahr 2021 gingen die drei AKW Gundremmingen, Grohnde, Brokdorf vom Netz. Im April 2023 folgten die letzten drei Atom-Kraftwerke Isar 2, Emsland sowie Neckarwestheim.
Seitdem produziert Deutschland keinen CO2-neutralen Atomstrom mehr und hat mit dem Rückbau der AKW begonnen.
Doch eine Instandsetzung wäre kurzfristig möglich – zu „überschaubaren Kosten“. Das erklären führende Kerntechnik-Unternehmen aus Europa in einer gemeinsamen Stellungnahme, über die Welt berichtet.
Vor wenigen Tagen sagte Thomas Seipolt, Chef des AKW-Dienstleisters Nukem, der Bild-Zeitung: „Wir sehen eine realistische Comeback-Möglichkeit für die Atomkraft und machen der neuen Bundesregierung daher ein Angebot.“
Die sechs Atomkraftwerke, die 2021 und 2023 vom Netz genommen worden sind, könnten bis 2030 wieder in den Betrieb gehen.
Man hätte so wieder „wettbewerbsfähigen Strom für die Industrie und Unabhängigkeit von Importen“, sagt Seipolt.