Berliner Zeitung, BZ:
Meinung: Ein Klima-Deal, der Belastungen für die Bürger verschweigt
Der Klima-Deal könnte für die Berliner teuer werden. B.Z.-Redakteurin Hildburg Bruns kommentiert.
Berlin schließt einen Klima-Pakt mit seinen wichtigsten eigenen Unternehmen. Jeden zweiten Euro sollen sie so investieren, dass der Ausstoß des Klima-Killergases CO2 schrumpft.
Den Pakt besiegelte die Politik mit sechs Senatsmitgliedern, sowie 22 Vorständen und Geschäftsführern – und seitenweise Erklärungen.
Wer aber wissen will, was auf die Kunden von Wasserbetrieben oder Fernwärme zukommt, muss schon in der vertraulichen Fassung des Paktes blättern.
Wo bleibt hier die Transparenz?
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GIST via phys.org:
Nepal’s green success story has a hidden social gap, research shows
In recent years, Nepal has been heralded as a global leader in community-based forest conservation. By handing over nearly a third of its nationally owned forest to local villagers in the 1980s, the country reversed years of deforestation and effectively doubled its forest cover between 1992 and 2016. For many in rural Nepal, these forests are a lifeline, providing essential subsistence resources such as firewood for cooking and fodder for livestock.
But a new study from the University of Notre Dame suggests these environmental successes may exclude Nepal’s most vulnerable groups from their accompanying economic benefits. The study, published in Nature Sustainability, analyzed data from more than 500,000 households to reveal that while the program has reduced overall rural poverty, it also widened the gap between the country’s social elite and its marginalized populations. Researchers found that the benefits of forest decentralization—ranging from timber sales to microloans—flowed disproportionately to dominant ethnic and caste groups.
„When we hear the success stories, it’s remarkable what Nepal has achieved,“ said study co-author Krister Andersson, Notre Dame Professor of Sustainable Development in the University’s Keough School of Global Affairs. „At the same time, the program doesn’t always impact everyone equally and can leave some of the poorest households behind.“
Among the study’s several co-authors are on-the-ground collaborators from ForestAction Nepal and the Southasia Institute of Advanced Studies. The study focuses on the country’s local government-supported forest management groups, which oversee the forests, collect fees and reinvest profits into their communities.
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Schweden kehrt in der Klimapolitik um – vom Vorreiter zurück zur Ökonomie
Schweden tritt beim Klimaschutz auf die Bremse, obwohl das Land lange als Vorreiter der grünen Transformation galt. Der Ausbau grüner Energie und die politische Schlagzahl lagen zeitweise deutlich vor Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern. Nun dominiert jedoch ökonomisches Denken und die Regierung setzt andere Prioritäten. Mehrere Förderprogramme wurden gekürzt oder gleich ganz gestrichen. Der Fokus der Energiepolitik liegt wieder stärker auf Atomkraft als Stabilitätsanker (bloomberg: 14.01.26).
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Trügerische Stabilität – Strompreise sind 2026 ohne Milliarden aus Steuermitteln nicht zu halten
Mehrere Berichte zur Prognose der Bundesnetzagentur greifen derzeit eine zentrale Aussage auf: 2026 könnten die Strompreise stabil bleiben, oder gar sinken weil mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien das Angebot wachse und deshalb preisdämpfend wirke (welt: 27.12.25). Diese Darstellung prägt die öffentliche Wahrnehmung, zumal sie als Erfolgssignal für die Energiepolitik verkauft wird. Dennoch entscheidet sich die Lage nicht an der Überschrift solcher Schlagzeilen, sondern an tatsächlichen Kosten, die der Staat teils über Steuermittel abdeckt und die deshalb nicht als Bestandteil des Strompreises erscheinen (apollo-news: 24.01.26).