Eine dramatische Nachricht aus den USA. Große Teile der Bienenbestände sind gestorben. Die Bienen haben für bestimmte Bereiche der Landwirtschaft eine enorm wichtige Funktion. Der Anbau von Mandeln wäre ohne Bienen undenkbar. Imkerei wird in den USA auch im industriellen Maßstab betrieben. Imker fahren mit riesigen Trucks durch das Land und sorgen für Bestäubung in der Landwirtschaft, gegen Bezahlung. Focus:
Mittlerweile hat sich dazu sogar ein Begriff etabliert: „Colony Collapse Disorder“, zu deutsch: „Koloniezusammenbruchstörung“. Klassisch für diese Störung ist, dass die Sammelbienen, welche die Bienenkönigin und die Larven mit Nahrung versorgen, einfach nicht in den Bienenstock zurückkehren und verschwinden. Die Folge: Durchschnittlich die Hälfte aller Bienen je Kolonie stirbt. Das Forschungsprojekt untersuchte 1,8 Millionen Bienenvölker, mit jeweils 20.000 bis 80.000 Mitgliedern. Die Zahl der toten Bienen liegt also im zweistelligen Milliardenbereich.
Die Ursache für das Sterben ist unbekannt. Möglich ist ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren:
- Monokulturen in der Landwirtschaft, wodurch die Bienen nicht ausreichend Nahrung finden
- Einsatz von Pestiziden und Insektiziden sowie Pflanzenschutzmitteln
- Sonnenstürme
Der Klimawandel tut sein Übriges: Die Erderwärmung verkleinert die Lebensräume von Wildbienen, die dann bei der Nahrungssuche in Konkurrenz zu Honigbienen stehen. Die Honigbienen sind jedoch breiter aufgestellt und im Gegensatz zu Wildbienen nicht auf eine Pflanze spezialisiert. Die Folge: Wildbienen werden zunehmend verdrängt.
Forscherinnen und Forscher warnen schon seit Jahren davor, dass der Verlust der Biodiversität durch das Bienensterben befeuert wird – was wiederum die globale Nahrungsmittelproduktion bremst.
Bis zur Lobbyistin Simone Peter (obwohl Biologin) hat sich die Nachricht noch nicht herumgesprochen.
Ansonsten gäbe es bereits eine Lösung: Mehr Windkraft und Solar in Deutschland.
Ihr Standardrat.
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Im Reinhardswald in Hessen sollen Windkraftanlagen aufgestellt werden.
Nun zeigt sich ein bisher komplett übersehendes Problem: Brandschutz.
Solche Brände lassen sich nicht löschen, die Gondeln, die Feuer fangen könnten, sind zu hoch. Abstürzende brennende Teile können einen trockenen Wald aber in Brand setzen.
Die Feuerwehren der Umgebung wissen das offenbar, die Verwaltung allerdings nicht.
HNA:
Nach Ansicht der Stadt Hofgeismar und der Gemeinden Wesertal und Reinhardshagen kann der Brandschutz für den Windpark Reinhardswaldnicht übernommen werden. Sollte ein Windrad Feuer fangen, seien Feuerwehren nicht in der Lage, beispielsweise einen Gondelbrand in 160 Meter Höhe zu löschen. Bei großer Trockenheit, wie sie immer öfter vorkomme, könne sich ein Windradbrand im Wald zu einer Katastrophe auswachsen, argumentieren die Kommunen (die HNA berichtete). Ein solches Szenario sei nicht beherrschbar.
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Der Deutsche Wetterdienst ändert die statistische Methode, um die Temperaturentwicklung in Deutschland aufzuzeigen.
Schon sind wir bei 2,5 Grad Erwärmung.
FR:
Um die durch den Klimawandel bedingten Änderungen besser sichtbar zu machen, erweiterte der DWD die bisherigen statistischen Methoden um das sogenannte Loess-Verfahren, das nicht nur die Weltorganisation für Meteorologie empfiehlt, sondern das auch etwa in Österreich, die Schweiz und den Niederlanden genutzt wird. Experten halten es für exakter, weil es sowohl Warmphasen als auch Perioden der Abkühlung realitätsgetreuer abbildet.
Die zuvor genutzte Methode der linearen Regression wurde aus langfristigen Mittelwerten gebildet, ging von einer konstanten Temperaturzunahme aus und unterschätzte damit die beschleunigte Erwärmung und die Rekordtemperaturen der vergangenen Jahre, wie der DWD mitteilte. Beim nichtlinearen Loess-Verfahren dagegen werden für jeden Zeitpunkt Mittelwerte gebildet, was die beobachtete Dynamik der Temperaturentwicklung wesentlich besser erfasse, hieß es.
Mit dem bisherigen Verfahren betrug der Temperaturanstieg in Deutschland seit dem Messbeginn 1881 etwa 1,9 Grad Celsius. Mit der neuen Methode kommen die Experten auf eine Gesamterwärmung Deutschlands seit der frühindustriellen Zeit um 2,5 Grad.
Das ZDF zum gleichen Thema:
Fuchs führte aus, dass es bei Temperaturen und Niederschlag immer stärkere Ausschläge gebe. Deutschland sei unter anderem mit mehr Hitzewellen konfrontiert als früher. Diese beeinträchtigen insbesondere „vulnerable Bevölkerungsgruppen in Großstädten und Ballungsräumen“. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Dürren würden häufiger. Pollenallergiker litten darunter, dass die „winterliche Ruhephase“ kürzer werde, so Fuchs weiter. Außerdem breiteten sich durch Insekten wie etwa Zecken übertragene Krankheiten stärker aus.
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Immer wieder mal ist Eckardt von Hirschhausen ein Thema hier.
Wir haben uns z. B. gewundert, dass der Mediziner Temperaturen über 40 Grad für tödlich erklärt, weil das Eiweiß im Gehirn degeneriert.
Saunagänger schütteln ungläubig den Kopf, dass von Hirschhausen die Transpiration nicht kennt.
Erst kürzlich durfte er bei Sandra Maischberger wieder verblüffende Ansichten über Wattestäbchen äußern, auch da offenbarte er große Wissenslücken über die Müllentsorgung in Deutschland. Wir berichteten.
Jetzt hat er einen Preis verliehen bekommen, außerdem ein Glas mit Alpaka-Kot!
Der Spiegel:
Die Auszeichnung in Erinnerung an den österreichischen Physiker, Kabarettisten und Alpaka-Verehrer Heinz Oberhummer (1941–2015) solle anspornen, »der irrationalen Lust an der Apokalypse Wissenschaft und Aufklärung entgegenzusetzen«, hieß es. Oberhummer war unter anderem bekannt dafür, Naturwissenschaften auf humorvolle und zugängliche Weise zu präsentieren. Er hielt privat Alpakas und war von den Tieren fasziniert; in Anlehnung an Oberhummers Alpaka-Leidenschaft wird das Glas Alpaka-Kot verliehen.
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Leserbrief von Dr. Gerhard Reinmüller:
In meinem Leserbrief vom 31.Jänner 2025 konnte ich auf den Newsletter von Herrn Prof. Vahrenholt vom 20.Dez.2024 aufbauen und feststellen: „Wenn man das Programm der CDU/CSU betrachtet, so findet man dort wenig Hinweise um aus dem Grünen Irrweg herauszukommen. Der von Merkel begonnene und von der Ampel fortgesetzte Niedergang des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems mit der Stilllegung von 19 Kernkraftwerken , die 30 % des Strombedarfs kostengünstig abdeckten – müsste ehest, d.h. noch 2025 durch Reformen gestoppt und eine Neuorientierung erreicht werden.“
Nach dem neuesten Newsletter von Prof. Vahrenholt vom 13.03.2025 könnten innerhalb von 2 bis 5 Jahren sechs bis neun Kernkraftwerke zurückgeholt werden, was auch von F. Merz im Wahlkampf angesprochen wurde, als er hervorhob eine Rückholung prüfen zu wollen.
Mit der 20 Milliarden -Subvention für Wind- und Solarenergie eines einzigen Jahres könnte die Revitalisierung von 6 zuverlässigen, preiswerten Kernkraftwerken erreicht werden. Doch nichts von alledem wird nach der Wahl eingehalten! Bei Betrachtung des energiewirtschaftlichen Irrsinns der in Deutschland betrieben wird, muss man sich die Frage stellen, wie weit kann es noch hinunter gehen bis die Bevölkerung aufstehen und dem Spuk ein Ende machen muss ?
Mit vielen hunderten Milliarden Euro wird das Land systematisch kaputt gemacht und die an der Macht befindlichen Parteien agieren unterstützt von gelenkten Medien in verantwortungsloser Weise und unterdrücken jede Opposition. Wo ist in unseren Systemen ein Regulativ oder Korrektiv, welches auf eine verantwortungsbewusste Politik achten würde? Wenn eine mögliche Oppositionspartei den etablierten Systemparteien unbequem werden könnte, wird wie zuletzt von Merz eine Brandmauer errichtet, was ja im Grunde einen Angriff auf die Gültigkeit des bestehenden Rechtssystems darstellt.
Müssen sich Parteien nicht qualifizieren um anerkannt zu werden und haben dann nicht alle Parteien und deren Mandatare die gleichen Rechte und Pflichten? Wenn dann der US-Vize-Präsident auf fehlendes Demokratiebewusstsein in Europa hinweist – eigentlich hätte schon der Herr Bundespräsident Herrn Merz diesbezüglich zurechtweisen müssen – so wird vom Altsystem aufgeheult, dass dies eine unerlaubte Einflussnahme darstellt. In meinem Kommentar an „DiePresse“ „Kann Präs. Trump Europa retten und echte Demokratien wieder herstellen“ habe ich auch auf die Schwachpunkte unserer Demokratien hingewiesen:
„Die zentralen Bezugssysteme der Nachkriegszeit, wie Soziale Marktwirtschaft, repräsentative Demokratie und effektive Gewaltenteilung werden wohl offiziell bewahrt, aber wie die Praxis in Deutschland und Österreich zeigt, werden Umgehungs-Strassen gesucht, um dieses Set Up zu verändern. Marktwirtschaftliches Denken wird ebenso fundamental in Frage gestellt wie die Legitimität von Parteien und Positionen, die nicht dem links der Mitte verorteten Meinungskonsens gehorchen“.
Ein typisches Beispiel dafür stellt doch das Verhalten von F.Merz dar. Einerseits musste er eine Brandmauer errichten, um von den Systemparteien abhängig zu bleiben und nach der Wahl wurde er dann zum Befehlsempfang, wie Pistorius so treffend bemerkte, nicht einmal in den Vorgarten gelassen. Bis jetzt haben Trump und Musk wohl wesentliche Unterstützung für die Bewahrung der Demokratien in Europa geleistet, doch wird noch ein sehr langer Weg bis zu echter Demokratie zurückzulegen sein. Ist an der vielfach verbreiteten Ansicht doch etwas Wahres, dass nachdem heute ein starkes Deutschland nicht mehr benötigt wird, wie dies zu Zeiten des Kalten Krieges und der Sowjetunion der Fall war, nun endlich der „Morgenthau-Plan“ mit Zerstörung des Wirtschaftsstandortes umgesetzt werden kann?
Bereits in meinem LB vom 1.Okt.2023 habe ich auf die Bedeutung der Kernenergie, bei der Deutschland einmal führend war und auf die einzigartige Entwicklung der Deutschen Kernphysik in Form des „Dual Fluid Reaktors“ beschrieben und auf die vielen Forschungsvorhaben der 4. Generation in anderen Ländern hingewiesen. Der Energiebedarf der Zukunft wird nur durch einen Ausbau der Kernenergie inhärent sichere und effiziente Reaktoren aller Grössen beginnend bei SMR – zu decken sein. Details finden Sie in meinem LB vom 19.Jänner 2025.
Gibt es in den derzeitigen demokratischen Systemen wirklich kein Korrektiv, um Politiker, die bewusst und gezielt den Wirtschaftsstandort und den Wohlstand der Menschen zerstören zur Verantwortung zu ziehen und für den entstandenen Schaden haften zu lassen? Mit Schaudern musste ich im letzten Newsletter von Prof. Vahrenholt lesen:
„Die Grünen pokern hoch, um ihrer Klientel der Klima-NGOs, Klimaverbände und Klimaindustrie einen fetten Batzen aus den 500 Milliarden EURO-Infrastruktur-Sonderschulden zuzuschanzen. Und wenn es ganz arg kommt, gibt es nicht nur eine informelle Schwarz-Rot-Grüne Regierung.“ Mehr Verantwortungslosigkeit den Staatsbürgern gegenüber ist wohl nicht möglich.
Auch wenn Deutschland mangels eines Friedensvertrages über keine Verfassung, wie dies bei einem unabhängigen Land üblich wäre verfügt, so müssten doch auch im Grundgesetz die Verpflichtungen von Regierungsmitgliedern gegenüber dem Land und seiner Bevölkerung klar geregelt sein. Gibt es keine Möglichkeit, dass ein Spitzen Anwaltsbüro auf die vorliegenden erstklassigen fachlichen Ausarbeitungen ( KlimaNachrichten, Prof.Vahrenholt, JudithA.Curry, Prof Ganteför, etc.) zugreift und rechtliche Schritte gegen Politiker einleitet, die dem Lande durch ihre falsche Energiepolitik bewusst schweren Schaden zugefügt haben?
Beginnend bei Merkel und Habeck, bis hin zu jenen, die notwendige Reformen blockieren und Forschungsvorhaben bei Zukunftstechnologien, vor allem auf dem Gebiet der Kernenergie verhindern. Es geht ja bei unseren Ländern nicht so sehr um rechtliche sondern letztlich um lebendige Gebilde mit einer Bevölkerung die belogen wird und Millionen Menschen die durch verantwortungslose Politiker in den Ruin getrieben werden. Ich erlaube mir das zu schreiben, weil ich einer Generation angehöre, die nach dem Krieg einen Trümmerhaufen vorfand, am Wiederaufbau mitwirkte und die Länder dann zum Blühen bringen konnte.
Mit besorgten Grüssen und der Hoffnung auf ein „Future On“.
Dr. Gerhard Reinmüller
Quito & Baden
Anmerkung: Leserbriefe spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Für die Inhalte sind die Schreiber der Briefe verantwortlich.