Klimamodelle auf dem Prüfstand

Eigentlich könnte man die Güte von Klimamodelle sehr einfach messen. Man nimmt sich die gemessenen Daten und vergleicht sie mit dem Daten, die die Modelle vorhergesagt haben. So hat es sich auch Roy Spencer auch gedacht und einen Artikel bei The Heritage Foundation geschrieben. Das Ergebnis ist sehr interessant. Die Modelle lagen bis zu 53% über den tatsächlichen Werten von 1979 – 2022. Bis 1995 sahen die Kurven noch gut aus und lagen dicht beisammen. 

(Abbildung: Screenshot heritage.org) 

Den Zeitraum dürfte Spencer nicht zufällig gewählt haben. Ab 1979 haben Satelliten die Temperaturen auf der Erde gemessen. Sie erfassen auch Gegenden, in denen keine oder nur sehr wenig Mess-Stationen zu finden sind. Zu der Grafik gibt es folgende Erklärung: 

“In this plot, the average of five different observation-based datasets (blue) are compared to the average of 36 climate models taking part in the sixth IPCC Climate Model Intercomparison Project (CMIP6). The models have produced, on average, 43 percent faster warming than has been observed from 1979 to 2022. This is the period of the most rapid increase in global temperatures and anthropogenic greenhouse gas emissions, and also corresponds to the period for which satellite observations exist (described below). This discrepancy between models and observations is seldom mentioned despite that fact that it is, roughly speaking, the average of the models (or even the most extreme models) that is used to promote policy changes in the U.S. and abroad.” 

In einer zweiten Betrachtung hat sich Spencer die Erwärmung in 12 US-Bundestaaten angesehen, die als Mais-Gürtel bezeichnet werden. Die Abweichung der tatsächlichen Temperaturen von 1973-2022 ist sogar noch eklatanter, je nachdem, welches Modell er sich angesehen hat. Insgesamt wurden 36 Modell untersucht. Die Modelle lagen bei der Erwärmung pro Dekade bis zu einem Faktor 10 über den Messwerten. Warum fragt Spencer, überschätzen die Modelle die Erwärmung? Er sieht zwei Möglichkeiten: 

“First, it could be that the forcing—any imposed global energy imbalance—of the climate system 26 has been assumed to be too large. The forcing from increasing CO2 (and other less-important greenhouse gases) is believed to be reasonably well understood. What is less well understood is the role of particulate air pollution, especially sulfate aerosols from coal and petroleum burning, either as a direct reflector of sunlight or an indirect one through their influence on clouds. 

The second possibility is that climate models are too sensitive to forcing. That is, for a given imposed energy imbalance from increasing CO2, they produce too much warming. For example, temperature-dependent changes in clouds and precipitation (the regulator of Earth’s main greenhouse gas, water vapor) within the models could be unrealistically amplifying the relatively benign 1.2°C direct warming effect of 2 x CO2.” 

Es erscheint logisch, dass sich die Modelle permanent an den tatsächlichen Werten kalibrieren müssten. Nur, wenn sie die Vergangenheit rückblickend richtig vorhergesagt haben, hat ein Modell auch eine Berechtigung für zukünftige Betrachtungen. Spencer fragt außerdem, was Erwärmung und Abkühlung in der Vergangenheit bewirkt haben, bevor die CO2-Emissionen anstiegen. 

“One claim that is often made is that humans must be causing recent warming since scientists do not know of any other reason. This argument is not from knowledge, though, but rather from a lack of knowledge. For example, it is simply not known what caused the coolness of the Little Ice Age several centuries ago, or the warmth of the Roman Warm Period (about 2,000 years ago), or the Medieval Warm Period (about 1,000 years ago). Similarly, the U.S. Dust Bowl of the 1930s existed before most CO2 emissions occurred and it must have had a largely natural origin. Yet, if another Dust Bowl occurred today, it would certainly be blamed on human-caused climate change. 

Some researchers have published unorthodox evidence for non-CO2 origins of climate change, for example, through changes in the transport of energy from the tropics to high latitudes Since clouds are the Earth’s natural sunshade, reducing global temperatures below what they would be in the absence of clouds, a solar effect on climate remains a possibility. 

Another possibility is a natural change in the global ocean circulation. Earth’s climate is considered a nonlinear dynamical system, capable of undergoing changes all by itself in the absence of forcing. Since the oceans are very cold (near 4°C, averaged over their full depth), any change in the slow overturning circulation of the global oceans would cause surface temperatures to change. And it is well known that even if warming (or cooling) originates entirely over the ocean it will be magnified over land.29 

This means that one cannot attribute warming to humans just because warming is larger over land than over the ocean.” 

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Elon Musk kann nicht über das Wasser gehen, auch wenn viele das immer fest geglaubt haben. Die Zeiten von rasantem Wachstum bei Tesla sind vorbei laut Tagesschau

“Dass die Zeiten rasanter Wachstumsraten bei Tesla vorbei sind, musste Musk gestern Abend bei Vorstellung der Zahlen zum vierten Quartal eingestehen: Der Tesla-Chef meldete für die Monate Oktober bis Dezember ein Umsatzplus von drei Prozent – das niedrigste Umsatzwachstum seit drei Jahren. Mit Erlösen von 25,2 Milliarden Dollar blieb Tesla zudem deutlich hinter den Markterwartungen zurück, Analysten hatten im Schnitt eher mit Erlösen von fast 25,9 Milliarden Dollar gerechnet. Die schwache Umsatzentwicklung ist auch auf die massiven Preissenkungen zurückzuführen, die der Konzern seinen Kunden gewährte, um sein Absatzziel von 1,8 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen zu erreichen. So kostet das beliebteste Model Y in den USA rund 26 Prozent weniger als zuvor.” 

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Die Grundwasserspiegel in einigen Regionen der Welt sinken z. T. beträchtlich. Der Spiegel

“Einen Spitzenwert beim Rückgang erreicht eine Region in Nordost-Iran mit einem durchschnittlichen Rückgang um 2,62 Meter pro Jahr. In Europa wird ein Grundwassersystem in Südostspanien genannt; es liegt in der landwirtschaftlich stark genutzten Region Murcia. Dort fiel der Wasserspiegel um 1,60 Meter pro Jahr. Starke Rückgänge verzeichnen laut Seybold auch andere Gebiete in Südostspanien, die Obst und Gemüse für weite Teile Europa produzieren.” 

Über die Situation in Deutschland haben wir schon einige Male geschrieben. Aktuell sieht der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrum (UFZ) immer noch schwere, extreme und außergewöhnliche Dürren in Teilen von Ostdeutschland vor. Immerhin attestiert UFZ 2023 sei ein gutes Jahr für das Grundwasser in Deutschland gewesen. Die Tagesschau: 

“Es sei „ein gutes Jahr für den Wasserhaushalt“ gewesen, sagt Andreas Marx, der Leiter des Dürremonitors beim UFZ. Bereits über den vergangenen Winter hätten sich die Grundwasserstände gut erholt und derzeit seien „die Böden bis zu einer Bodentiefe von 60 Zentimetern patschnass“. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien die Böden sogar in einer Tiefe bis zu zwei Metern so nass wie statistisch nur alle zehn Jahre. Im Osten Deutschlands, vor allem in Brandenburg, Sachsen und im Norden von Sachsen-Anhalt steige der Grundwasserspiegel wieder an.” 

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Wir leben in verrückten Zeiten. Es wird wärmer, weil es kälter wird, und seit Kurzem wird es teurer, weil es billiger wird. Das Handelsblatt über neue Milliarden, die die Netzbetreiber fordern. Der Grund sind die gesunkenen Großhandelspreise beim Strom. 

“Die Betreiber der deutschen Stromübertragungsnetze verlangen vom Bundeswirtschaftsministerium zusätzliche Milliarden. Damit soll die Finanzierung der erneuerbaren Energien abgesichert und sollen Risiken für den Netzausbau reduziert werden. In einem gemeinsamen Schreiben der vier Unternehmen an Wirtschaftsstaatssekretär Philipp Nimmermann heißt es, der Finanzierungsbedarf nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steige in diesem Jahr in Summe um 7,8 Milliarden Euro. Es bestehe „die sehr dringende Notwendigkeit zur Anpassung der Abschlagszahlungen auf die kurze Sicht“ für die Monate Februar und März, heißt es in dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt. Andernfalls drohten den Unternehmen innerhalb weniger Monate Liquiditätsprobleme.” 

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