Die CO2-Badewanne

In einem Youtube-Video von Professor Ganteför spielt eine Badewanne eine große Rolle. Mit ihr demonstriert er, wie unterschiedlich man die CO2-Thematik sehen kann. Plan B, müssen wir weniger CO2 einsparen, so lautet der Titel seines Vortrags

+++ 

Die “Letzte Generation” bei Maybritt Illner. Zur Runde, die die TV-Talkerin am 27.04.2023 einlud, war auch Carla Rochel, Sprecherin der Letzten Generation. Sie stand zum Anfang der Sendung im Fokus und bekam reichlich Redezeit gestattet. Es ist gut möglich, dass Rochel ein Medientraining durchlaufen hat. Sie versuchte gleichzeitig ein Dauerlächeln und dennoch sprach sie mit fast tränenerstickter Stimme – das war mit Sicherheit schwierig. Die Statements am Anfang der Sendung wirkten wie auswendig gelernt, was für Vorbereitung spricht. 

(Abbildung: Screenshot ZDF-Mediathek)  

Sie hatte es zweifelsfrei schwer an diesem Abend, weil sie sich irgendwie rechtfertigen musste, warum sie eine Nebendemokratie einführen will. Gemeint sind die Gesellschaftsräte, die von der “Letzten Generation” gefordert werden. Mit dieser Idee stieß sie bei den ebenfalls anwesenden Politikern Dobrindt von der CSU und dem Generalsekretär Kühnert von der SPD auf wenig Gegenliebe. 

Aber auch die Wissenschaftlerin Karen Pittl vom Ifo-Institut und Robin Alexander von der Welt machten aus ihrer kritischen Haltung gegenüber der Räte-Idee keinen Hehl. Vielleicht ja auch, weil Rochel nicht wirklich benennen konnte, welche Befugnisse solche Räte haben sollen. Offenbar befürchteten alle Anwesenden außer Rochel, dass damit die Demokratie abgeschafft wird. Da konnte sich die Aktivistin noch so sehr verteidigen, dass ihre Bewegung doch höchst demokratisch sei. Es war ohnehin bizarr, dass eine 21-jährige! konsterniert feststellt, sie hätte doch alles versucht. 

Was mag in den Köpfen von langjährigen Politikern bei solchen Aussagen wohl vorgehen? Offenbar geht ihr alles nicht schnell genug und sie betonte mehrfach ihre Todesangst, wenn Deutschland bis 2030 nicht klimaneutral sein sollte. Erschreckend auch, dass Rochel immer wieder von der breiten Unterstützung durch die Mitbürger sprach und dann anfügte, dass einige Hundert mobilisiert wurden. Es bleibt eine Minderheit und wenn es 100-200 Aktivisten wie jetzt kürzlich in Berlin waren, dann ist das keine breite Unterstützung. 

Maybritt Illner nahm Rochel dann aber nach und nach aus dem Spiel, weil die Aktivistin etwas machte, was Fernsehmoderatoren so gar nicht mögen. Sie riss das Gespräch an sich und durchbrach damit die Regel, dass die Gäste auf Fragen von Illner antworten sollen. Rochel nutze eine kurze Redepause und wollte das Gespräch irgendwie wieder auf den Anfang der Sendung bringen. Danach kam sie kaum noch zu Wort und als die Runde längst bei Sachthemen wie den Kosten der Wärmewende war, machte die Moderatorin einen Versuch einmal etwas Konkretes von Rochel zu erfahren. Wie würden die Aktivistin es lösen, fragte sie Rochel. Und die flüchtete sich in die Aussage, dass so etwas doch prima ein Gesellschaftsrat diskutieren kann. Illner bemerkte daraufhin, dass Rochel offenbar nichts zu bieten hat an praktischen Lösungen. Und Kühnert fügte hinzu, dass man doch nicht lange im Parlament und der Öffentlichkeit diskutieren, um jetzt wieder mehrere Schritte zurückzumachen. 

Kurzum, das Aktivisten-Strohfeuer vom Anfang der Sendung war schnell abgebrannt. Es wirkte fast so als wenn Illner etwas genervt war von den Phrasen der Aktivistin als sie konkret nachfragte. Ob man die junge Dame noch einmal bei Illner sehen wird? Dobrindt gab der Rochel dann am Ende noch mit auf den Weg, dass er sie nicht für Terroristen halte, allerdings begehen sie massenhaft Straftaten. Das konnte Rochel in der gesamten Sendung auch nicht ausräumen, so sehr sie auch immer einen Notstand bemühte und dass sie das ja auch alles nicht will. Die Sendung ist noch bis 27.04.2024 in der ZDF-Mediathek zu sehen. 

+++ 

China scheint beim Thema Innovation von Batterietechnik immer mehr die Nase vorne zu haben. Der Hersteller CATL hat nun einen neuen Speicher mit einer enormen Energiedichte vorgestellt. Es geht dabei nicht um Prototypen, sondern um Batterien, die schon in absehbarer Zeit in die Produktion gehen sollen. Trendingtopics berichtet: 

“Der weltgrößte Batteriehersteller CATL hat nach eigenen Angaben einen wichtigen Meilenstein im Bereich der Energiedichte erreicht. Eine neue „kondensierte“ Batterie mit 500 Wh/kg soll dem chinesischen Konzern zufolge noch in diesem Jahr in die Massenproduktion gehen. Sie soll laut The Driven eine fast doppelt so hohe Energieintensität aufweisen wie die 4680er-Zellen von Tesla, deren Werte von 272 bis 296 Wh/kg nach heutigen Maßstäben als sehr hoch gelten. 

Laut CATL soll diese neue Batterie eine Reihe an neuen Möglichkeiten für die Elektromobilität bedeuten. „Die Markteinführung kondensierter Batterien wird eine Ära der universellen Elektrifizierung des See-, Land- und Lufttransports einläuten, mehr Möglichkeiten für die Entwicklung der Industrie eröffnen und das Erreichen der globalen Kohlenstoffneutralitätsziele zu einem früheren Zeitpunkt fördern“, sagte das Unternehmen bei einer Präsentation auf der Auto Shanghai am Donnerstag.” 

+++ 

Das Friends & Family Programm im Wirtschaftsministerium geht immer neue Wege. Wer aus dem Familien- und Freundeskreis von Patrick Graichen ist noch unversorgt? Nun kam heraus, dass der Trauzeuge von Staatssekretär Graichen zum neuen Chef der Deutschen Energie Agentur berufen wurde. Graichen war demnach am Anfang der Personalsuche beteiligt. Die FAZ über die Problematik, bei der Clans aus Berlin wie Waisenknaben aussehen. 

“Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Graichen habe Habeck zu Wochenbeginn darüber informiert, dass der neue dena-Chef Michael Schäfer sein Trauzeuge war. „Mithin kann der Anschein einer möglichen Befangenheit nicht vollständig ausgeschlossen werden“, so das Ministerium. Der Minister habe daraufhin unmittelbar zu Wochenbeginn um interne Prüfung gebeten. Um den Fehler zu heilen, habe Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Wenzel als Aufsichtsratsvorsitzender der dena am Donnerstag den Aufsichtsrat gebeten, das Verfahren zu überprüfen und gegebenenfalls neu aufzusetzen.” 

+++ 

Ob es an den schleppenden Buchverkäufen liegt, dass es jetzt nur noch mit ganz eigenartigen Theorien geht? Wir stellen fest, dass das neue Buch von Claudia Kemfert irgendwo auf den hinteren Rängen bei Amazon rangiert, aber immerhin unter den ersten 10.000. 

 
(Abbildung: Screenshot Amazon)   

(Abbildung: Screenshot Twitter) 

Umso mehr freut sich Kemfert, wenn sie in der Presse wie der Frankfurter Rundschau erwähnt wird. Und nach dem Champagner der Energiewende (Wasserstoff) versucht sie gleich ein neues Framing, Zweifel als Gift, nebelhaft versprüht. So ähnlich dürfte die Katholische Kirche bei Galilei auch “argumentiert” haben. Vielleicht erklärt solche Prosa ja den mäßigen Erfolg des Buches? 

+++ 

Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Offshore Windkraftausbau, Kriegswirtschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,

einige Anmerkungen zum Blog vom 27. 04. 23. Ein Artikel berichtet über den geplanten, massiven Ausbau der Offshore Windkraft in der Nordsee. Ich habe kürzlich in den Nachrichten von diesen Plänen erfahren. Eine Reihe von Staaten haben einen Vertrag geschlossen, um diesen enormen Ausbau zu bewerkstelligen. Ich habe diese Nachricht als absoluten Horror empfunden.

In der letzten Zeit habe ich Berichte unter EIKE gelesen, welche sich zum einen mit dem Seevogelbestand und ein anderer Bericht mit Walen und anderen Wasserbewohnern im Bereich von Windkraftanlagen beschäftigten. Beide Berichte informieren über Untersuchungen, welche erhebliche Beeinträchtigungen der Seevögel und der Meeresbewohner durch Windkraftanlagen mit sich bringen. Somit werden Schädigungen der Tierwelt billigend in Kauf genommen.

Mit der Industrialisierung wurden Abgase in die Umwelt geblasen und Abwässer in Flüsse, Seen und Meere eingeleitet. Dass daraus Umweltschäden entstehen, war den Menschen damals nicht bewusst. Im Laufe der Zeit und durch den zunehmenden Ausbau der Industrie traten die Schäden zutage. Es gab immer weitere Forderungen, diese Beeinträchtigungen zu beseitigen.  Dadurch wurden immer stärkere Vorschriften erlassen, um Abgase und Abwässer zu reinigen.

Heute sollte die Entwicklung eigentlich weiter sein. Einfach Industrieanlagen aufzubauen, ohne vorher gründlich die Umweltverträglichkeit zu prüfen, ist nach den Erfahrungen ein absolutes No-Go. Doch die Praxis zeigt, dass die Menschheit nichts gelernt hat. Im Gegenteil, es werden Beeinträchtigungen kleingeredet oder beiseite geschoben. Es ist eine Unverschämtheit, dass eine Partei, welche sich eigentlich dem Schutz der Natur und Umwelt verschrieben hat, solche Machenschaften nicht nur mitmacht, sondern sogar vorantreibt.

In dem Zusammenhang wurde gab es eine Meldung in den Nachrichten, dass der Aufbau einer Gasförderanlage in der Nordsee durch ein Gericht untersagt worden sei. Die Deutsche Umwelthilfe hat sich dazu geäußert und das als ein wegweisendes Urteil gelobt hat. Ich habe mich dabei gefragt, wann die Deutsche Umwelthilfe einmal gegen den massiven Ausbau der Windkraft in der Nordsee und an Land angehen wird. Doch darauf können wir wohl lange warten.

Ein weiterer Bericht im Blog handelt über das Buch “Das Ende des Kapitalismus” von Ulrike Herrmann. Es wurde auszugsweise berichtet, dass darin die Forderung nach einer „Kriegswirtschaft“, wie in Großbritannien während des Zweiten Weltkrieges. Die Vorschläge sind schon interessant. Danach sollen Flugreisen verboten werden, Wohnraum zugewiesen, Fleisch nur selten erlaubt ist usw. Das Ganze soll zur Abwendung der „Klimakatastrophe“ dienen. Das Ganze ist ein Rückfall ins Mittelalter mit Leibeigenschaft. Die „Klimakatastrophe“ ist so ein merkwürdiges Konstrukt. Wenn jetzt eine Klimakatastrophe besteht oder kurz bevorsteht, dann frage ich mich, weshalb es heute überhaupt noch Leben auf der Erde gibt. Es hat nach der letzten Eiszeit schon deutlich extremere Warmzeiten gegeben. Die Warmphasen waren für die Menschen in der Vergangenheit stets gute Zeiten. Von Katastrophe konnte dabei keine Rede sein.

Viele Grüße
Dipl. Ing. Martin Krohn

Teilen: