Sehr schwacher Solarzyklus kündigt sich an

Fritz Vahrenholts monatliche Kolumne, 5.10.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die globale Mitteltemperatur der satellitengestützten Messungen stieg im September überraschend an. Die Abweichung vom 30-jährigen Mittel (1981 bis 2010) betrug 0,57 Grad Celsius. Der Rückgang der Temperaturen auf der Erdoberfläche seit einigen Monaten scheint sich bei den Satellitenmessungen zwischen 0 und 12 km Höhe etwas länger hinzuziehen. Im Pazifik bildet sich eine deutliche La Nina Situation heraus, deren Abkühlung sich im Verlaufe der kommenden  Wintermonate mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärken wird. Im nächsten Bild ist sehr gut der dunkelblaue Streifen erkennbar, der sich von der Westküste Südamerikas in Richtung Indonesien erstreckt.
La Nina immer wahrscheinlicher

Quelle : tropicaltidbits.com/analysis/ocean/

Sehr schwacher Solarzyklus kündigt sich an
Die Sonnenfleckenzahl war im September 0. Das Minimum zwischen dem 24. und 25. Sonnenzyklus zieht sich in die Länge. Die Daten der vergangenen Zyklen zeigen, je länger ein Minimum andauert, um so schwächer wird der folgende Sonnenzyklus.


Quelle : spaceweatherarchive.com/2020/09/17/solar-cycle-25-has-begun/

NASA und NOAA prognostizieren daher einen ebenso schwachen Sonnenzyklus wie der vergangene, so dass beide zu den schwächsten seit dem Dalton Minimum von 1790- 1830 gehören werden.

Unerwünschte Wahrheiten

Unser Buch „Unerwünschte Wahrheiten“ war nach 10 Tagen vergriffen. Der Verlag hat die 2. Auflage gedruckt und ausgeliefert. Trotzdem sind wir in eine Schweigespirale der Medien geraten. Arnold Vaatz hat in seiner denkwürdigen Rede anlässlich des 30. Jahrestags der Deutschen Einheit am 3.10.2020 im Sächsischen Landtag einen Hinweis gegeben, wie mächtig und wie abträglich diese Schweigespirale für einen offenen Diskurs  einer Gesellschaft ist. (hier: Rede zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2020 im Sächsischen Landtag )

„Mehrheitsmeinungen eignen sich, politische Streitfragen zu entscheiden. Die Wissenschaftsgeschichte zeigt hingegen ihre Begrenztheit. Die Wissenschaftsgeschichte liest sich geradezu als die Geschichte der Korrektur kollektiver Irrtümer… Wenn auf diese Art ein öffentlicher Konformitätsdruck erzeugt wird, der die Menschen, die sich ihm nicht beugen, etikettiert und aus der medialen Relevanzzone drängt, sich also statt gegen eine Meinung gegen den Menschen mit dieser Meinung wendet, wird das Land eine Polarisierung erleben, zu deren Heilung Worte nicht mehr zur Verfügung stehen, denn sie wurden ja gelöscht.“

Ich möchte daher an dieser Stelle die Schlussätze unseres Buches zitieren:

„Katastrophen-Warnungen gab es schon viele. Die Warnung vor der kleinen Eiszeit in den 70- er Jahren, die Warnungen des Club of Rome , dass uns 2000 die Rohstoffe ausgehen, das Ende des deutschen Waldes um 2000. Oft kam es auch ganz anders, als man dachte. Das naheliegendste Szenarium aber wäre zurzeit: die Welt stellt sich bis 2100 langsam um und Deutschland stürzt in zehn Jahren ab, wenn die Infantilisierung der Politik auf dem Niveau von Fridays for future weiter um sich greift.

Es ist nicht zu erwarten, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu einer Änderung der Politik führen. Zuviel Wohlstandsverluste wurden und werden von den Menschen mit einer Politik der Angst vor der Klimakatastrophe abverlangt, zu viele 100%ige Wahrheiten wurden verkündet, als dass man offen sein könnte für Kurskorrekturen.  Und wenn es denn so sein sollte, dass die Notstandssituationen nicht gerechtfertigt waren, die Klimaprognosen in sich zusammenbrechen, weil sich ein Teil der Erwärmung als natürliche Entwicklung herausstellt, und CO2 weniger stark erwärmend wirkt als angenommen, hat nicht nur die Klimawissenschaft, sondern die Politik insgesamt ein schwerwiegendes Glaubwürdigkeitsproblem.“

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

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